Gartenarbeiten im Oktober

Wer im nächsten Jahr ein neues Gartenbeet anlegen möchte oder von einem schönen Rasen träumt, der sollte noch die warmen Herbsttage zur Vorbereitung nutzen.
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Fallobst wegräumen

Fallobst im Rasen
© RWA
Wenn Obstbäume viele Früchte tragen, fällt auch eine Menge zu Boden. Gehen Sie am besten täglich in den Garten und sammeln Sie das Fallobst auf. Früchte, die offensichtlich keine Schäden haben, sollte man bald verzehren, da das Obst durch die Druckstellen schnell zu Faulen beginnt.

Wohin mit dem vielen Obst? Auf den Kompost sollten Sie eine nicht zu große Menge Fallobst geben und für eine gute Belüftung sorgen. Legen Sie das Obst in dünnen Schichten auf den Kompost und geben Sie Reisig und Laub darüber. Mit einem Kompostbeschleuniger (z.B. von IMMERGRÜN) wirken Sie einer Versäuerung des Kompostes entgegen. Obst von kranken Bäumen kommt auf keinen Fall auf den Kompost, sondern in den Biomüll.
Tipp: Wenn Sie Unmengen an Fallobst haben, vergraben Sie das Obst einen halben Meter tief in der Erde. Somit haben Sie einen natürlichen Dünger, der besonders gut für einen Kartoffelanbau im nächsten Jahr ist.

Kahle Stellen im Rasen reparieren

Rasenlöcher ausbessern
Kahlstellen können Sie mit IMMERGRÜN Rasenerneuerung nachsäen © RWA
Nützen Sie die sonnigen und trockenen Herbsttage um Ihren Rasen fit fürs nächste Jahr zu bekommen. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen auf 4 cm Höhe gemäht werden. Kahlstellen können Sie beispielsweise mit IMMERGRÜN Rasenerneuerung nachsäen. Bedecken Sie die Nachsaat dünn mit Rasenerde und wässern Sie gründlich. Sind die Rasenlöcher zu groß, dann verschieben Sie die Rasenerneuerung aufs Frühjahr.

Um die Grashalme vor Schnee und Frost zu schützen, können Sie im Oktober noch eine Herbstrasendüngung ausbringen. Lesen Sie mehr darüber im Artikel "Herbstdüngung für den Rasen".

Beete fürs Frühjahr herrichten

  • Befreien Sie auf jeden Fall vor dem Winter die Beete von Unkraut. Alles, was jetzt entfernt wird, kann sich im Frühjahr nicht vermehren. Das erspart Ihnen eine Menge Arbeit im nächsten Jahr.
  • Im Herbst können Sie leere oder abgeerntete Beete umgraben. Der Frost lockert während der kalten Jahreszeit den Boden. Im April/Mai haben Sie dann ein ideales Beet zum Anpflanzen von Blumen oder Gemüse.
  • Sie können auch eine Gründüngung vornehmen. Das hat den Vorteil, dass die Wurzeln den Boden durchlockern und die Pflanzen das Unkrautwachstum unterdrücken.

Kürbisernte

Gelber Kürbis im Beet
Ein Kürbis lässt sich in der Küche sehr vielfältig einsetzen © RWA
Je nach Anbauzeit können Sie Esskürbisse oder Zierkürbisse zwischen Ende August bis spät in den Herbst hinein ernten. Ob der Kürbis reif ist, erkennen Sie am Klopfen: Es sollte dumpf klingen. Außerdem darf der Kürbis keine grünen Stellen mehr aufweisen. Lassen Sie den Kürbis 2 - 3 Wochen bei ca. 20° C nachreifen. So schmeckt er am besten.

Zierkürbisse sind im Herbst eine tolle Dekoration, sowohl für Drinnen wie für Draußen. Besondern viel Spaß haben Kinder beim Kürbisschnitzen.
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Komposthaufen anlegen

Im Oktober fallen besonders viele biologische Abfälle, wie z.B. Laub an. Das sollte man nutzen und einen Komposthaufen anlegen. Der Komposter sollte direkt auf die Erde gestellt werden, damit kleine Lebewesen von unten in den Komposthaufen gelangen können. Gegen Wühlmäuse hilft ein Gitter. Um den Kompostvorgang zu beschleunigen, kann man Kompostbeschleuniger (liefert Stickstoff und bringt das Bodenleben in Schwung) und Urgesteinsmehl (verhindert die Bildung unangenehmer Gerüche) streuen. Im Frühjahr kann dann der Kompost als biologischer Dünger verwendet werden.

Herbstarbeiten bei Ziergräsern und Zwiebelpflanzen

Binden Sie die Gräser im Herbst zu einem Bündel zusammen. So sind sie im Winter vor Kälte und Nässe geschützt. Ziergräser werden erst im Frühjahr vor dem Austrieb zurückgeschnitten.
Wer noch keine Blumenzwiebeln fürs Frühjahr gesetzt hat, der kann sie, solange der Boden noch nicht gefroren ist, bis November pflanzen. Schneeglöckchen, Narzissen, Krokusse und Hyazinthen blühen vor dem ersten Mähen und können somit auch großzügig in den Rasen gesetzt werden. Beachten Sie die Pflanztiefe bei Blumenzwiebeln: Die Erdschicht über der Zwiebel sollte 2 Mal so hoch sein wie die Zwiebel.

Tipps für das Überwintern von Topfpflanzen

  • Kübelpflanzen, die im Garten überwintern, sollten einen geschützten Platz erhalten und mit einer Schafwollmatte gut eingewickelt werden.
  • Topfpflanzen bringt man, warm in Noppen-Folie eingepackt, meist gut durch den Winter. Aber Vorsicht: Topfpflanzen brauchen auch im Winter unbedingt Wasser. Oft ist eine vermeintlich erfrorene Pflanze im Winter tatsächlich vertrocknet.
  • Mehrjährige Kübelpflanzen auf Krankheits- und Schädlingsbefall überprüfen, bevor sie ins Haus geholt werden.
  • Die Erde von Kübelpflanzen am besten mit Reisig oder Rindenmulch bedecken. Das bietet Schutz vor dem Austrocknen.
  • Empfindliche Pflanzenstauden, Rosen (außer Wildrosen) und Ziergehölze sollten Sie verpacken. Dafür eignen sich Gartenvlies, Fichtenreisig, Sackleinen oder Jute. Wickeln Sie eines dieser Materialien um die Pflanze und fixieren Sie alles durch einen Strick. Den Topf kann man beispielsweise mit Noppenfolie umwickeln.
  • Balkonpflanzen wie Pelargonien, Begonien und Fuchsien stellt man zum Überwintern in den kühlen Keller.
  • Zitruspflanzen gibt man schon vor dem ersten Frost ein sonniges Plätzchen auf der Fensterbank.
  • Oleander/Palmen: Oleander können durchaus im Keller eingelagert werden. Palmen hingegen brauchen Licht und sollten eher im Wintergarten untergebracht werden.
  • Olivenbäume müssen erst bei 2-stelligen Minustemperaturen ins Haus gestellt werden.

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