Mit sinkender Temperatur steigt die Paraffinabsetzung im Treibstoff. Der Treibstoff wird dicker und somit schwerer filtrierbar. Sollte sich nochdazu Kondenswasser im Treibstoffilter gesammelt haben (0° C Gefrierpunkt), kann ein "Verstopfen" des Filters auch schon bei wenigen Minusgraden möglich sein.
Ein bereits leicht verschmutzter Filter wird sich ebenfalls schneller verstopfen.
Hier erfahren Sie welcher Treibstoff wann, bis wieviel Grad Celsius ohne Probleme* verwendbar ist.
Falls Sie im Winter einen Treibstoff für noch tiefere Temperaturen benötigen (kann in exponierten Gebieten erforderlich sein), informieren Sie sich in Ihrem nächsten Lagerhaus, wir haben das richtige Additiv!
Kältekennwerte von Dieselkraftstoffen
* Die Angabe z.B. "-20°C" ist ein Laborwert. Hierbei wird nicht berücksichtigt dass sich bei solcher Ware bereits ab -8°C Paraffin abzusetzen beginnt. Wenn also über einen längeren Zeitraum dieser Wert unterschritten (kälter als -8°C) wird - wenn der Lagertank oder das Fahrzeug im Freien steht - setzt sich immer mehr Paraffin am Boden des Tanks ab und kann so auch schon zu Problemen führen. Am Besten ist es wenn der Treibstoff wärmer gelagert wird und somit nur der tiefen Temperatur ausgesetzt ist, wenn mit dem Fahrzeug gefahren wird.
In Österreich gelten folgende Werte:
| Bezeichnung | CFPP-Wert | Zeitraum |
| Winterdiesel | -20 °C | 01.10. - 28.02. |
| Übergangszeit | -15 °C | 01.03. - 31.03. |
Die restliche Zeit (1. April bis 30. September) gibt es Sommerdiesel, welcher einen CFPP von +5 °C aufweist.
Beim Einlagern von Winterdiesel ist deshalb darauf zu achten dass keine Reste von Sommerdiesel mehr vorhanden sind, da sonst die Gesamtwinterfestigkeit abfallen würde.
Diesel "friert"! Das liegt an den Wasserrückständen, die sich im Dieselfilter ansammeln. Diesel kann bis zu acht Prozent Wasser aufnehmen, dass im Winter einfriert und dadurch den Kraftstofffluss unterbindet. Ob es tatsächlich zu technischen Problemen kommt, ist von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich. Wenn man immer wieder Probleme mit der Kraftstoffversorgung hat, kann ein regelmäßiges Service mehr Sicherheit bieten. Dem Winterdiesel werden Additive zugemischt, welche das Ausflocken von Paraffinen bei niedrigen Temperaturen reduzieren. Ohne diese Zusätze bilden sich in den Kraftstoffleitungen Paraffinkristalle, die durch Verstopfen des Kraftstofffilters ein Durchfließen des Dieselkraftstoffes vom Tank zum Motor verhindern. Die Nutzbarkeitsgrenze ist gegenüber dem Sommerdiesel deutlich herabgesetzt. Vorsichtig ist geboten, wenn im Reservekanister kein Winterdiesel ist und der Inhalt bei entsprechend niedrigen Temperaturen benötigt wird.








