Mineralstoffe für Schafe und Ziegen

Der tägliche Mineralstoffbedarf kann über das Grundfutter nicht ausreichend gedeckt werden. Eine entsprechende Ergänzung mit Leckmassen oder Mineralstoffmischungen ist daher unverzichtbar.

Mineralstoffe für Schafe und ZiegenMineralstoffe für Schafe und ZiegenMineralstoffe für Schafe und Ziegen[1489577216895482.jpg]
© Garant
Mengen- und Spurenelemente sind zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen unentbehrlich. Sie haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Milchleistung oder Tageszunahmen, übernehmen aber wichtige Regulations- und Steuerungsfunktionen im Körper.

Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralstoffen von Schafen und Ziegen ist daher die Voraussetzung für eine erfolgreiche Produktion. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Mineralstoffen können Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit der Tiere maßgeblich beeinflussen. Schwankungen innerhalb bestimmter Grenzen können vom Körper ausgeglichen werden, jedoch ist eine langfristige Fehlversorgung dringend zu vermeiden.

Grundfutter muss ergänzt werden

Bodenart, Düngung, Pflanzenbestand, Nutzungsintensität und Schnittzeitpunkt bestimmen den Mineralstoffgehalt im Grundfutter. Die Qualität des Weideaufwuchses hängt vom Alter der Pflanze ab, junge Weideaufwüchse enthalten viel Energie und Protein. Mit steigender Schnitthäufigkeit sinken die Spurenelement gehalte im Grundfutter. Kleereiches Futter und hohe Kräuteranteile sind mineralstoffreicher als schnell wachsende Futterbaumischungen. Gräserreiches Wiesenfutter enthält weniger Calcium und Magnesium als botanisch ausgewogene Mischungen. Mineralstoffgaben sind daher nicht nur bei Stallhaltung, sondern auch auf der Weide sehr zu empfehlen. Beachten Sie: Regelmäßige Grundfutteranalysen sind für eine optimale Rationsplanung unbedingt notwendig.

Muttertiere bestmöglich versorgen

Optimal versorgte Muttertiere sind die Basis für eine erfolgreiche Lämmer- und Kitzproduktion. Besonders in der Trächtigkeit ist auf eine bestmögliche Mineralstoff- und Vitaminversorgung zu achten. Diese kann entweder über Leckmassen oder mittels hochwertiger Mineralstoffmischungen erfolgen. Hohe Gehalte an Vitamin E und Selen sind in diesem Zeitraum besonders wichtig. Diese unterstützen die Muskelbildung der Lämmer und Kitze, was besonders in den ersten Lebenstagen durch einen gut ausgebildeten Saugreflex feststellbar ist. Wird die Selenversorgung vernachlässigt, steigt auch beim Muttertier die Häufigkeit von Fruchtbarkeits- und Gesundheitsstörungen (z.B. Nachgeburtsverhalten).

Mineralstoffe in Selbstbedienung

Die Alpenleckmasse "Schafe und Ziegen" ist durch den hohen Anteil an Melasse sehr schmackhaft und wird gerne angenommen. Sie ist witterungsbeständig und kann im praktischen Kübel auch auf der Weide aufgestellt werden. Sie sichern somit die Versorgung Ihrer Tiere mit lebensnotwendigen Mineralstoffen. Eine Unter oder Überversorgung wird durch selbstständige Nutzung durch die Tiere vermieden und so ein Ausgleich von Elektrolytverlusten und unzureichenden Mineralstoffgehalten im Grundfutter erreicht.

Überblick Mengenelemente

MENGENELEMENT Calcium Phosphor Magnesium Natrium Ausnahme: Kaliumüberbschuss
MANGELERSCHEINUNG Milchfieber (Festliegen), Nachgeburtsverhalten, Zystenprobleme, Fruchtbarkeitsstörung, Gelenksschwellungen, struppiges Haarkleid Muskelkrämpfe („Weidetetanie“), unsicherer (steifer) Gang, reduzierte Futteraufnahme, Abmagerung Muskelschwäche, Milchrückgang, stumpfes Fell, Fruchtbarkeitsstörungen, Nachgeburtsverhalten, Lecksucht Störung der Nerven- und Muskelaktivität, Labmagenverlagerung p.p., Milchfieber
EMPFOHLENE MENGE MUTTERSCHAF 5-15 g/Tag 4-8 g/Tag 1-2,5 g/Tag 1-2 g/Tag 10-15 g/Tag

Überblick Spurenelemente

SPURENELEMENT Kupfer Zink Mangan Kobalt Selen
MANGELERSCHEINUNG Schlechtes Stehvermögen, verminderter Saugreflex, brüchiges Haarkleid, Fruchtbarkeitsstörung Schlechte Futterverwertung, Fressunlust, Haut- und Klauenprobleme, schlechte Wundheilung "Verlängerte Brunst, Stillbrunst, schlechte Befruchtung, Skelettentwicklung" "Schlechte Fresslust, Leistungseinbußen, Anfälligkeit für MDW" "Nachgeburtsverhalten, erhöhte Milchzellzahl, Weißmuskelkrankheit, schwacher Saugreflex und lebensschwache Lämmer"
EMPFOHLENE MEGNE MUTTERSCHAF 7 mg/kg TM 40 - 50 mg/kg TM 40 - 50 mg/kg TM 0,1 - 0,2 mg/kg TM 0,15 mg/kg TM

Fragen Sie Ihren Fachberater

Besuchen Sie Ihr Lagerhaus. Mehr Informationen zur Schaf- und Ziegenfütterung erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus und auf www.garant.co.at.

Benutzen Sie die Suchmaske, um das Ergebnis auf eine Postleitzahl einzuschränken. Sie können die Karte auch auf den Startzustand zurücksetzen.

Autor:
DI Natascha Stolka, Garant