Eine Milliarde Menschen sind weltweit Genossenschaftsmitglieder
Bereits heute sind annähernd eine Milliarde Menschen weltweit Mitglieder in Genossenschaften. Da meistens ein Haushalt durch ein Haushaltsmitglied in einer Genossenschaft vertreten ist, erreichen Leistungen von Genossenschaften etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Die modernen Genossenschaftsformen in Europa gehen u. a. zurück auf die Pioniere von Rochdale (England) durch ihr Erfolgsmodell einer Konsumgenossenschaft oder auch besonders auf die Gründungen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (Raiffeisengenossenschaften) und Hermann Schulze-Delitzsch (Volksbanken). Mit inzwischen deutlich über 100 Millionen Mitgliedern haben Genossenschaften auch einen maßgeblichen Anteil am Sozialprodukt der Europäischen Union. In Asien besitzen die Genossenschaften eine noch wichtigere Rolle in der Gesamtwirtschaft.
Die Uno hat 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt
Die UNO hat am 18. Dezember 2009 das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften (IYC2012) erklärt, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder zu betonen. UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon begründet diese Entscheidung mit der Verbindung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung, die die Genossenschaften der internationalen Gemeinschaft vorleben: "Cooperatives are a reminder to the international community that it is possible to pursue both economic viability and social responsibility". Genossenschaften beweisen, dass es möglich ist, sowohl dem Ziel der Wirtschaftlichkeit als auch der sozialen Verantwortung zu folgen.
1,3 Mrd. t Lebensmittel gehen jährlich verloren
Während eine Mrd. Menschen in den armen Ländern hungern, nimmt die Lebensmittel-Vergeudung im Westen gigantische Ausmaße an. 20 Jahre nach dem "Erdgipfel" in Rio de Janeiro, auf dem die Weltgemeinschaft das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm "Agenda 21" beschlossen hatte, werden sich Vertreter der Vereinten Nationalen (UN) im heurigen Juni am selben Ort zur "Rio plus 20-Konferenz für nachhaltige Entwicklung" treffen. Nach dem Willen der UN-Generalversammlung sollen sich die Staats- und Regierungschefs in Rio im Wesentlichen drei Themen widmen: der Entwicklung einer "grünen Wirtschaft", dem Kampf gegen die Armut sowie dem institutionellen Rahmen der nachhaltigen Entwicklung, also der Umsetzung auf internationaler Ebene und in den UN-Mitgliedsstaaten.