Sammlung gebrauchter Siloballenfolie zur Weiterverwendung als wertvoller Rohstoff. 4. Mai 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben
„Wir leben Nachhaltigkeit. Die fachgerechte Entsorgung und die Zuführung zur Wiederverwertung ist daher selbstverständlich für uns“, so Geschäftsführer Mag. Johannes Weiß.
Seit Jahren sammelt der Landring in der Region gebrauchte Silofolie. Die Sammlung erfolgt heute in Säcken, für die der Bauer in den Landring Standorten 3.50 Euro pro Stk. bezahlt – als Unkostenbeitrag für dieses System. Etwa 30 gebrauchte Folien finden in so einem Sack Platz. Gesammelt werden die vollen Säcke an zehn Sammelstellen im Genossenschaftsgebiet – im Frühjahr und im Herbst. Auf diese Weise kommen bis zu 300 Tonnen Folienmaterial pro Jahr zusammen.
Entscheidend ist die gute Qualität der Folienabfälle. „Die Folien werden besenrein gesammelt und übergeben, also ohne Erde und Silagerückstände“, erklärt Peter Wiener, der die Sammlung in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring und dem Recyclingunternehmen organisiert. Nur mit einer guten Qualität ist auch der Absatz gesichert. In Folge werden die Folien eingeschmolzen, das daraus gewonnene Plastikgranulat wird bei der Herstellung neuer Produkte – etwa Lärmschutzwände – beigemischt.
Silofoliensammlung beim Landring Lagerhaus Birkfeld: http://youtu.be/UygQNGfsiHI
Photovoltaik Bundesförderung 2012 5. April 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Bauen & Baustoffe, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Wie schon in den letzten Jahren werden nach den Erfolgen aus den vergangen Jahren auch heuer wieder Photovoltaikanlagen mit Bundesmitteln gefördert. Der Klima- und Energiefond (KLIEN) fördert private Photovoltaikanlagen bis zu einer Anlagenleistung von 5,0 kWp. Dazu werden für Österreich rund 25,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, auf die Steiermark entfallen daraus rund 4 Millionen Euro.
Nachfolgend die wichtigsten Eckdaten des Förderprogramms:
Wer kann eine Förderung beantragen?
Jeder private Haushalt
Welche maximale Anlagenleistung wird gefördert?
Für die Beantragung gibt es keine Obergrenze, es werden jedoch nur die ersten 5,0 kWp gefördert.
Wie hoch ist die Förderung?
Anlagen werden mit einer Pauschale von € 800,-/kWp für Aufdach- und freistehende Anlagen gefördert.
Wie und ab wann kann eingereicht werden?
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Anlagen in der Steiermark können ab 25.4.2012 ab 18:00 eingereicht werden.
Notwendige Unterlagen für die Antragstellung?
Bei der Antragstellung muss bereits eine verbindliche Auftragserteilung an ein autorisiertes Fachunternehmen (z.B. Landring Sanitär&Energie) vorliegen.
Weiterführende Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter diesem Link:
http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/2012/photovoltaik-foerderaktion-2012/
Sollten Sie an einer Fachberatung für eine Photovoltaikanlage interessiert sein, kontaktieren Sie uns bitte:
Eine Milliarde Menschen sind weltweit Genossenschaftsmitglieder 10. Februar 2012
Veröffentlicht von Landring in : Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben
Bereits heute sind annähernd eine Milliarde Menschen weltweit Mitglieder in Genossenschaften. Da meistens ein Haushalt durch ein Haushaltsmitglied in einer Genossenschaft vertreten ist, erreichen Leistungen von Genossenschaften etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Die modernen Genossenschaftsformen in Europa gehen u. a. zurück auf die Pioniere von Rochdale (England) durch ihr Erfolgsmodell einer Konsumgenossenschaft oder auch besonders auf die Gründungen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (Raiffeisengenossenschaften) und Hermann Schulze-Delitzsch (Volksbanken). Mit inzwischen deutlich über 100 Millionen Mitgliedern haben Genossenschaften auch einen maßgeblichen Anteil am Sozialprodukt der Europäischen Union. In Asien besitzen die Genossenschaften eine noch wichtigere Rolle in der Gesamtwirtschaft.
In Österreich gibt es etwa 2.000 Genossenschaften, fast jede/r Zweite hierzulande ist Mitglied. Genossenschaften sind vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Banken, Wohnen und Einkauf/Konsum tätig, aber auch neue entstehen wie z. B. im Bereich erneuerbarer Energien oder als genossenschaftlicher Nahversorger. Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft umfasst 193 Mitgliedsunternehmen, von denen 99 den Status einer Genossenschaft haben. Diese Solidargemeinschaften verfügen über rd. 380.000 Wohnungen, das sind ca. 10% des gesamten heimischen Wohnungsbestandes. Die gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften vereinen 460.000 Mitglieder und sind mit einer Bilanzsumme von 17,7 Mrd. Euro auch ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Die Bedeutung genossenschaftlicher Prinzipien reicht aber gerade im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus weit über die eigentlichen Genossenschaften hinaus. Das betrifft z.B. die für die Gemeinnützigen verpflichtende Revision, die auf den Bestimmungen des Genossenschaftsrevisionsgesetzes basiert und alle gemeinnützigen Bauvereinigungen – ganz gleich in welcher Rechtsform (Genossenschaft, GmbH, AG) sie konstituiert sind – umfasst.
Organisiert sind Genossenschaften hierzulande über ihre Verbände: Österreichischer Raiffeisenverband, Österreichischer Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch), Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – Revisionsverband und Konsumverband. Die Verbände haben zusammen mit dem Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Wien den Forschungsverein für Genossenschaftswesen (FOG) initiiert, der die Aktivitäten des 1952 gegründeten Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen der Universität Wien fortsetzt.
Quelle: http://www.gbv.at/Page/View/4275
Strom aus Windenergie 10. Februar 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Bauen & Baustoffe, Haus & Garten, Nachhaltigkeit , 1 kommentar bisher
Enormes Interesse an einer neuartigen Windturbine gab es auf der Häuslbauermesse 2012 in Graz. Zuvor war dieses Windrad bereits auf der Landring Technikmesse im Herbst 2011 ausgestellt worden. Die Landring Sanitär & Energie informierte über zahlreiche Themen aus dem Bereich “Erneuerbare Energie”, so etwa Solarthermie, Photovoltaikanlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen.
Warum dieses Windkraftwerk so großes Interesse weckt ist klar. Die Windkraftanlage für Zuhause gehört sicherlich zu den innovativen Energielösungen der Zukunft. Windenergie ist unerschöpflich und kann daher nicht zu Ende gehen, die Energiequelle Wind ist wie die Sonne kostenlos und hinterläßt keine Schadstoffe.
Und so funktioniert die Windturbine: Die Turbine dreht sich bereits bei sehr niedrigen Windgeschwindigkeiten und so wird bereits ab 3 km/h Wind, Strom produziert. Da die Turbine getriebelos ist wird Strom nahezu verlustfrei produziert. Bei einem Rotordurchmesser von ca. 1,80m und einem Eigengewicht von 110kg können mit dieser Anlage bei guten Lagen bis zu 3000 kWh Strom pro Jahr produziert werden. Ein weiterer Vorteil liegt im geräuschlosen und vibrationsfreien Lauf der Anlage. Da diese Windturbine in der Stmk. nur meldepflichtig ist, stößt man auch bei der Errichtung auf keine Hürden und durch die vielseitigen Montagevarianten findet man ohne Probleme den richtigen Montageort.
Weitere Infos und Ansprechpartner: http://bit.ly/Alternativenergie
oder unter 0664/88683429
Die Uno hat 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt 1. Februar 2012
Veröffentlicht von Landring in : Haus & Garten, Landtechnik, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , 1 kommentar bisher
Die UNO hat am 18. Dezember 2009 das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften (IYC2012) erklärt, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder zu betonen.
UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon begründet diese Entscheidung mit der Verbindung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung, die die Genossenschaften der internationalen Gemeinschaft vorleben: “Cooperatives are a reminder to the international community that it is possible to pursue both economic viability and social responsibility”. Genossenschaften beweisen, dass es möglich ist, sowohl dem Ziel der Wirtschaftlichkeit als auch der sozialen Verantwortung zu folgen.
Neue Genossenschaften
Mit neuen Genossenschaften werden Herausforderungen der heutigen Zeit gemeinsam angegangen. Die dezentrale Verbreitung erneuerbarer Energien, Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung, die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit für Selbständige und Freiberufler, aber auch Aufgaben wie selbstbestimmtes Wohnen im Alter, energetische Sanierung von Wohnungsbeständen, kommunale Daseinsvorsorge oder ländliche Nahversorgung werden durch Genossenschaften wahrgenommen
Warum Comeback? Die Genossenschaften waren ja nie weg – zumindest nicht physisch. Aber sie wurden aus den Medien verdrängt. Vielleicht haben sie auch zulange alten Traditionen nachgehangen. Vielleicht ist ihre Bedeutung im medialen Jubel Aktiengesellschaften über die Gewinne im Osten untergegangen.
Um die regionale und auch nationale Bedeutung von Genossenschaften erkennen zu können, bedurfte es einer Finanzkrise enormen Ausmaßes.
Die Menschen in Österreich machen sich wieder Gedanken, ob Sie eine Nummer …pardon…. ein Kunde eines internationalen Konzerns sein möchten, von dem ein Teil der lybischen Investmentbehörde gehört. (Al-Gaddafi steigt in italienischen Rüstungskonzern ein – Libysche Investoren setzen weiterhin auf Italien. Die libysche Investmentbehörde LIA, die im vergangenen Sommer einen 2,6-prozentigen Anteil an der Bank-Austria-Mutter UniCredit übernommen hatte, steigt jetzt auch bei Italiens Luftfahrt- und Rüstungskonzern Finmeccanica ein. Einen zweiprozentigen Anteil erwarben die Libyer an dem Unternehmen, an dem der italienische Staat einen 32-prozentigen Anteil hält, teilte Italiens Börsenaufsichtsbehörde CONSOB heute in einer Presseaussendung mit. Libysche Investoren sind schon seit 2008 in Italien auf Einkaufstour, was unter anderem auf die exzellenten Beziehungen zwischen Italiens Premierminister Silvio Berlusconi und dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi zurückzuführen ist. So zählt die libysche Investmentbehörde seit dem letzten Sommer zu den UniCredit-Aktionären, die libysche Zentralbank besitzt schon fast fünf Prozent. Damit kommen libysche Investoren auf insgesamt mehr als sieben Prozent. Libyens Investoren zählen auch zu den Minderheitsaktionären des italienischen Energieriesen ENI, der stark im nordafrikanischen Land investiert. Sie halten einen einprozentigen Anteil am Energiekonzern, der 28 Milliarden Euro in Libyen investieren will. Die Libyer mischen auch bei dem größten Privatunternehmen des Landes, der Autogruppe Fiat, mit. Publiziert am 22.01.2011, www.orf.at)
Zitat aus der “Presse”:
“Kein europäischer Finanzkonzern arbeitete zuletzt so eng mit dem Gadhafi-Regime zusammen wie die Bank-Austria-Mutter”
Der gesellschaftlichen Bedeutung dieser Unternehmensform hat auch die UNO durch die Ausrufung des „Internationalen Jahrs der Genossenschaften 2012“ Rechnung getragen. Diesem Anlass entsprechend liegt es nahe, einen Blick auf „Die Genossenschaften der Zukunft“ – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Finanzdienstleistungsbranche – zu werfen. Welche Aufgaben müssen nun diese zukunftsträchtigen Genossenschaften erfüllen, und welchen Anforderungen stehen sie gegenüber?
Vernetzung von Kompetenzen
Die explosionsartig wachsende und verfügbare Informationsmenge sowie neue technologische Möglichkeiten und Anforderungen führen zu einer zunehmend komplexeren Welt, der viele Menschen manchmal hilfesuchend gegenüberstehen. Genossenschaften können durch eine bessere Vernetzung von Kompetenzen Lösungen anbieten.
Neue Wertschöpfungsketten
Die aktuelle Staatsschuldenkrise wird die bereits laufende Einsparungs- und Privatisierungswelle noch verstärken – auch zulassen der bestehenden Infrastruktur und kommunaler Aufgaben. So hat sich zum Beispiel das eigenbetriebene Netz der österreichischen Post von 2.295 Flialen im Jahre 2001 auf 1.051 Stellen zum 30.06.2010 reduziert (Quelle: Rechnungshofbericht/pdf).
Genossenschaften können diese Lücken aber durch Organisation neuer Wertschöpfungsketten füllen.
Fazit:
Moderne Genossenschaften können neben dem oft zitierten „Mitglieder-Mehrwert“ noch viel mehr bieten: durch regionale Angebote für Menschen, die sich zunehmend einer komplexen und kommerzialisierten Welt gegenüber sehen, wird die genossenschaftliche Idee ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen.
Die genossenschaftliche Idee, die die regionalen Genossenschaftsbanken von Raiffeisen und Volksbanken in Österreich täglich leben, hat sich aber nicht nur 2011, sondern bereits seit 150 Jahren bewährt.
Quelle: http://www.matthias-schubert.com/
1,3 Mrd. t Lebensmittel gehen jährlich verloren 1. Februar 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben
Während eine Mrd. Menschen in den armen Ländern hungern, nimmt die Lebensmittel-Vergeudung im Westen gigantische Ausmaße an.
20 Jahre nach dem “Erdgipfel” in Rio de Janeiro, auf dem die Weltgemeinschaft das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm “Agenda 21″ beschlossen hatte, werden sich Vertreter der Vereinten Nationalen (UN) im heurigen Juni am selben Ort zur “Rio plus 20-Konferenz für nachhaltige Entwicklung” treffen. Nach dem Willen der UN-Generalversammlung sollen sich die Staats- und Regierungschefs in Rio im Wesentlichen drei Themen widmen: der Entwicklung einer “grünen Wirtschaft”, dem Kampf gegen die Armut sowie dem institutionellen Rahmen der nachhaltigen Entwicklung, also der Umsetzung auf internationaler Ebene und in den UN-Mitgliedsstaaten.
89 Mio. t Lebensmittel landen in der EU im Müll
In Vorbereitung auf diese “Rio plus 20″-Konferenz lud die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner im Rahmen der “Grünen Woche” in Berlin zu einem “Internationalen Agrarministerpodium”. 70 Landwirtschaftsminister aus aller Welt sowie der Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), José Graziano da Silva, waren dieser Einladung gefolgt, um neue Strategien zur Sicherung der Welternährung zu diskutieren.
Die Bilanz 20 Jahre nach der ersten UN-Konferenz in Rio fiel dabei jedenfalls ernüchternd aus: Fast eine Mrd. Menschen auf der Welt leiden an Hunger, während gleichzeitig ein Drittel der Lebensmittel, das sind 1,3 Mrd. t, die weltweit erzeugt werden, verloren geht. 222 Mio. t davon werden jährlich in den reichen Ländern weggeworfen. Allein in der EU sind es rund 89 Mio. t Lebensmittel, die, teilweise noch ungeöffnet, Jahr für Jahr im Müll landen.
Die Probleme, die einerseits zu Hunger, andererseits zu Verschwendung führen, sind vielfältig. Erosion der Böden und mangelnde Wasserressourcen sorgen dafür, dass viele Länder ihre Bevölkerung nicht ausreichend ernähren können, dazu kommen Infrastrukturprobleme, wie mangelnde Transport- und Lagerkapazitäten, die dafür verantwortlich sind, dass Nahrung nicht dorthin gelangt, wo sie gebraucht wird, oder dass sie verdirbt. Es bedürfe daher, “für jeden Kontinent, für jedes Land unterschiedlicher Lösungen”, sagte Aigner.
Angesichts der Probleme in anderen Ländern, die nicht wissen, wie sie ihre Bevölkerung ernähren sollen, führe man in Europa “eine Luxusdebatte”, sagte Aigner. Sie habe für Deutschland eine Studie in Auftrag gegeben, die klären soll, “wo weggeworfen wird” – im Handel, bei der Verbrauchern –, um gezielte Maßnahmen dagegen setzen zu können. “Jedes Kilogramm, das produziert und weggeworfen wird, ist eines zu viel”, betonte Aigner.
Stellt sich die Frage, warum so viele Lebensmittel in Europa wie auch in der restlichen westlichen Welt im Müll landen: Liegt es daran, dass Lebensmittel zu billig sind?
Verschwendung ist eine Frage der Erziehung
EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos verneinte diese Frage. Die Verschwendung könne nicht über den Preis gelöst werden, schließlich gebe es auch in Europa nicht nur Reiche, wie etwa die Diskussion über eine Nahrungsmittelhilfe für die Ärmsten in Europa zeige, gab Ciolos zu bedenken. Die Frage der Verschwendung sei vielmehr “eine Frage der Erziehung und der Bildung”, sagte der Agrarkommissar, und damit ein gesellschaftliches Problem.
Das Europäische Parlament (EP) will dieser Lebensmittel-Verschwendung nun mit einem Maßnahmen-Katalog für Konsumenten und Handel beikommen. Mit dem Ziel, die Menge an Lebensmitteln, die weggeworfen wird, bis 2025 zu halbieren. “Die ethischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fragen dieser Vergeudung dürfen nicht länger ignoriert werden. Bereits ein Viertel aller verschwendeten Lebensmittel würde ausreichen, um die Milliarde hungernder Menschen in der Welt zu ernähren. Hier besteht dringender Handlungsbedarf”, betont die Agrarsprecherin der ÖVP im EP, Elisabeth Köstinger.
“Gezielte, aufrüttelnde Kampagnen müssen den Konsumenten diese Verschwendung ins Bewusstsein rufen”, so Köstinger. Sie setzt voraus, dass die Verbrauchergewohnheiten besser analysiert und auf die Neuzeit angepasst werden. Für den Handel gibt es konkrete Vorschläge: Zum Beispiel könnte es verschiedene Verpackungsgrößen – etwa für Singlehaushalte – geben und das Mindesthaltbarkeitsdatum sollte überdacht werden. Vorstellbar wäre auch ein doppeltes Verfallsdatum – eins für den Handel und eins für den Verzehr. “Zu oft werden Lebensmittel, die genießbar sind, vernichtet, noch bevor sie ins Regal kommen. Daran sind auch die teils zu einschränkenden Vorschriften für den Handel schuld. Verordnungen müssen dringend unter die Lupe genommen werden”, so Köstinger.C.D.
Film zum Thema – taste the waste