Almland-Landring Gruppe blickt mit viel Optimismus in die Zukunft 18. Juni 2013
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1 v.l.n.r.: Obmann ÖR Johann Pretterhofer, Stefan Mayerhofer (Vorstandsdirektor der Raiffeisenware Austria), Mag. Heinrich Herunter (Verbandsdirektor Raiffeisenverband Steiermark), Mag. Johannes Weiß (Geschäftsführer), Josef Haider (Aufsichtsratvorsitzender)
Nicht nur die operativen Ergebnisse vom vergangenen Jahr wurden bei der Generalversammlung der Almland/Landring Gruppe am 13. Juni in Weiz betrachtet, sondern vor allem auch die Bedeutung der Ergebnisse und die Herausforderungen für die Zukunft.
Obmann ÖR Pretterhofer lieferte die Zahlen und Fakten aus der Milchwirtschaft (Berglandmilch). In den ersten vier Monaten 2013 sank die Milchanlieferungsmenge. Besonders erfreulich ist die hohe Milchqualität der LieferantInnen aus dem Weizer Gebiet. Dann ging er in seinem Referat auf die gestiegenen Anforderungen an die beschäftigten MitarbeiterInnen ein: „Ich ermutige euch, den täglichen Erfolgserlebnissen die gebührende Bedeutung zu geben!“.
Geschäftsführer Mag. Johannes Weiß präsentierte die Ergebnisse 2012: 86,3 Millionen Euro Umsatz und 423.000 Euro EGT. Unter anderem wurden über 2 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung der Standorte investiert. „Die Eigenkapital-Quote, im Jahr 2007 noch bei 28,4%, liegt jetzt bei 40,4%. Mit dieser hohen Eigenkapital-Quote ist unsere Genossenschaft auch in wirtschaftlichen schwierigeren Zeiten ein finanziell stabiler und sicherer Partner für die Landwirtschaft und für die Kunden in der Region und natürlich auch ein sehr interessanter Partner für die Wirtschaft.“, führt GF Weiß aus.
Dass die Almland/Landring Gruppe viel Grund hat optimistisch in die Zukunft zu blicken, unterstreicht sowohl GF Weiß als auch die Gastredner Verbandsdirektor Mag. Heinrich Herunter vom Raiffeisenverband Steiermark und der Vorstandsdirektor der Raiffeisenware Austria Stefan Mayerhofer.
Johannes Weiß: „Die Lagerhäuser waren die Erfinder der Einkaufszentren, wir waren schon immer multifunktionaler Nahversorger im ländlichen Raum mit breitem Sortiment, mit allem was die Menschen für´s Wohnen und Arbeiten brauchen. Was uns unterscheidet sind die Geschäftsgrößen, und unsere Bescheidenheit in der Architektur – wir brauchen keine Glaspaläste.“ Auch
Direktor Mayerhofer verstärkt diesen Optimismus: „Die Lagerhäuser müssen sich keine Sorgen machen um die Zukunft – ihr Geschäft beschäftigt sich mit den Bedürfnissen des täglichen Lebens – das hat immer Zukunft!“. Direktor Herunter weist in seinen Grußworten besonders auf den Wert der Unternehmensform der Genossenschaft hin: „Weltweit beziehen 3 Milliarden Menschen Ihre Nahrungsgrundlage von Genossenschaften, in der Steiermark ist statistisch gesehen jeder zweite Steirer Mitglied einer Genossenschaft.“ Er appelliert an die Macht der KonsumentInnen, durch Ihr
Bekenntnis zu Genossenschaften das genossenschaftliche System „Menschen für Menschen“ zu unterstützen.
Für ihren jahrelangen Einsatz als Funktionäre in der Almland/Landring Genossenschaft wurde Eduard Baumegger , Franz Harrer, Stefan Harrer, Josef Haider vom Raiffeisenverband Steiermark die Raiffeisen Ehrennadel in Bronze verliehen. Dir. Herunter und Obmann ÖR Pretterhofer bedankten sich für die Einsatz, die gute Zusammenarbeit und die Verlässlichkeit, den Einsatz für die Menschen in der Region und in der Landwirtschaft.
Weitere Fotos von der Generalversammlung: http://www.landring.at/events/fotogalerie/
Modernste Düngermischanlage der Steiermark in Unterfladnitz bei Weiz 16. November 2012
Veröffentlicht von Landring in : Landwirtschaft , einen kommentar schreibenGemischt wird, wie’s die Pflanzen brauchen.
Mit der neuen LANDRING-Düngermischanlage in Unterfladnitz kann das Verhältnis von Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk dem Boden optimal angepasst werden. Ab sofort können sich Land wirtinnen und Landwirte Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk optimal mischen lassen. Wichtigste Voraussetzung ist die Analyse einer Bodenprobe. Auf der Basis der Ergebnisse sowie des Nährstoffbedarfs der Pflanzensorte, die angebaut werden soll, ergibt sich das individuelle Düngermischverhältnis. Auch die Anlage selbst wurde speziell für die Anforderungen der Kundinnen und – Kunden geplant und gebaut. „Im Normalfall haben solche Geräte drei Trichter, wir mischen mit fünf“, erklärt Agrarspezialist Ing. Wolfgang Maurer. Dadurch ist es möglich, neben den Klassikern Stickstoff und Phosphor zwei unterschiedliche Arten von Kali bereitzustellen. „Die chloridhältige und die chloridfreie, die vor allem für den Obst- und Gemüsebau notwendig ist“, weiß der Fachmann. In Trichter Nummer fünf wartet noch Kalk darauf, bei Bedarf unter den Dünger gemengt zu werden. Die genannten Funktionen machen die Anlage übrigens auch zur ersten ihrer Art in der Steiermark, denn mit ihr ist es möglich, den gesamten Nährstoffbedarf einer Kultur in einem Arbeitsschritt auszubringen und somit Zeit und Kosten einzusparen. „Eine weitere Besonderheit der Anlage ist auch eine sogenannte Big Bag Absackung, mit der kleinere Mengen, d. h. Chargen mit 500 kg, abgefüllt werden können.
Fazit: Die neue Düngermischanlage von LANDRING ist eine ganz feine Sache. Sorgt sie doch für optimale Nährstoffverhältnisse, die selbst die anspruchsvollsten Beeren zufriedenstellt
DI Dr. Heinrich Holzner, Experte der Forst- und Landwirtschaftskammer Steiermark für Düngung und Nährstoff sowie Pflanzlliches Versuchswesen und Fachbeirat für Boden:
Mischdünger ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Kunst des Düngens besteht darin, wirtschaftliche und pflanzenbauliche mit ökologischen und rechtlichen Vorgaben unter einen Hut zu bringen. Mischdünger sind dabei eine wesentliche Stütze. Wichtig ist hierbei einerseits, dass die zugekauften Pflanzennährstoffe möglichst genau dem individuellen Bedarf entsprechen sowie, dass sie mit wenigen Arbeitsschritten ausgebracht werden können. Andererseits forcierte man schon vor Jahrzehnten die Entwicklung der Mehrnährstoffdünger. Diese enthalten aber die Nährstoffe in einem starren Verhältnis zueinander, d. h., man düngt mit ihnen häufig von manchen Nährstoffen zu viel bzw. von anderen zu wenig. Das Nährstoffverhältnis in den Mischdüngern kann man hingegen auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse einstellen. Für die Feststellung des Nährstoffzukaufbedarfs ist die Bodenuntersuchung eine wesentliche Grundlage. Die Kooperation der LANDRING- Lagerhausgenossenschaft mit der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark er-möglicht es im Rahmen der Bodenuntersuchungsaktionen, die Ergebnisse der Analyse und Düngeplanung direkt für die Erstellung der Düngermischungen zu verwenden. Damit kann die neue Anlage in Unterfladnitz wesentlich dazu beitragen, die Ökonomie und Ökologie einander wieder einen großen Schritt näherzubringen.
Ing. Wolfgang Maurer, 0664/1253260
Den Wühlmäusen ein Schnäppchen schlagen – mit Heukartoffeln ;-) 23. August 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft , einen kommentar schreibenIn manchen Gegenden Österreichs treiben Wühlmäuse derart wild ihr Unwesen, dass eine Erdapfelkultur sinnlos erscheint. Aber auch für diesen Fall gibt es eine Lösung – Heukartoffeln. Dabei werden die Setzkartoffeln anstatt ins Erdreich in altes Heu gelegt. Die Ernte ist dann ein Kinderspiel, die Groß und Klein Freude bereitet.
Bild 1: Ein wasserdurchlässiges Vlies, es kann auch ein gewöhnliches Bauvlies sein, wird im April aufgebreitet. Das Vlies schützt vor der Wühlmausplage. In wühlmausfreien Lagen ist ein Vlies nicht notwendig.
Bild 2: Altes Heu wird 20-30cm hoch aufgetragen und die Setzkartoffeln (am besten alte, bereits treibende Erdäpfeln aus dem Keller) ins Heu gelegt und mit Heu zugedeckt.
Bild 3: Beispiel für bestens geeignetes Material: abgestandenes Heu.
Bild 4: Nach wenigen Wochen durchwachsen die Knollen das Heu.
Bild 5: Nach der Blüte beginnt das Laub langsam braun zu werden.
Bild 6: Etwa im August beginnt das Laub in sich zusammen zu brechen – nun ist Erntezeit.
Bild 7: Beet nach dem Entfernen der oberen Heuschicht. Die Knollen sind auffallend sauber und für jeden Grillabend bestens geeignet. Ganz Raffinierte brennen das Heu ab und können dann gleich Bratkartoffeln genießen.
Bild 8: Die Ernte kann ohne jegliches Werkzeug erfolgen.
Bild 9: Entfernt man die obere Heuschicht, kommen die ersten Jungerdäpfeln zum Vorschein.
Bild 10: Das Vlies ließ die Wühlmäuse nur unterhalb ihr Unwesen treiben.
Ernteergebnis von etwa zwei Quadratmetern Heukartoffeln.
Hintergrundinformation:
Mit rund 320 Millionen Tonnen Weltjahresernte gehört der Erdapfel heute zu den Grundnahrungsmitteln. Im konventionellen, großflächigen Anbau kommen große Mengen an Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz und so zahlt es sich immer aus, ein paar Quadratmeter des Gartens für gesunde Lebensmittel zu opfern.
Getreidejahr 2012/13: Weltweit weniger Weizen, dafür Zunahme beim Mais 10. Juli 2012
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Noch gelten Ernteprognosen als sehr unsicher. Es zeichnen sich aber bereits erste Trends für die Preise ab. Die Finanzkrise geht auch an den internationalen Getreidemärkten nicht spurlos vorüber.
Seit einigen Tagen sind auf der Nordhalbkugel der Welt schon die Mähdrescher unterwegs, um die Getreideernte 2012 einzubringen. Die Zeichen stehen weltweit auf eine kleinere Weizenernte als 2011, die den Bedarf nicht decken können wird, und auf eine Rekord-Maisernte, die einen leichten Aufbau der erschreckend leeren Lagerbestände erlauben soll.
Widersprüchliche Ernteprognosen
Zurzeit herrscht aber allerorts noch große Unsicherheit, wie die Ernten in den maßgeblichen Regionen – das sind die USA und Kanada, die EU sowie der Schwarzmeerraum mit Russland, der Ukraine und Kasachstan – tatsächlich ausfallen werden.
In Europa war es von der Herbstaussaat bis ins Frühjahr hinein sehr trocken. Im Februar sorgten Kahlfröste für erhebliche Auswinterungsschäden. In der Folge bauten die Landwirte in den betroffenen Regionen im Frühjahr anstellet der zugrunde gegangenen Gersten-, Raps-, Weizen- und Roggenbestände mehr als geplant Mais, Sonnenblumen und Sommergerste nach.
Die ursprünglich düsteren Ernteprognosen für Europa einschließlich der Schwarzmeerregion wurden speziell im Mai, der mit weitverbreiteten Regenfällen etwas Entspannung brachte, zunehmend auch von optimistischeren Erwartungen unterbrochen.
In Nordamerika sah es vorerst sehr gut aus, doch wechselten sich auch hier im Frühjahr zunehmend optimistische mit pessimistischen Prognosen ab. An der Grundtendenz, dass sie Saison 2012/13 der Welt weniger Weizen und mehr Mais bringen wird, ändert dies aber nichts – es geht nur mehr darum, wie viel es dann konkret werden wird.
Noch regieren die Wettermärkte
So regieren an den Warenterminbörsen noch die “Wettermärkte”: Die Notierungen für die neue Ernte 2012/13 gehen praktisch mit jedem Wetterbericht – je nachdem, ob “ertragshemmend” oder “ertragsfördernd” – nervös auf und ab.
In der Tendenz lässt sich jedoch sagen, dass Analysten zurzeit dem Weizen eine eher feste Preistendenz zugestehen und sich die Maispreise etwas entspannen könnten. Vor allem aber ist beim Mais ist die Ernte noch länger nicht eingefahren.
Zu bedenken ist, dass die vergangenen Jahre eine dramatische Leerung der Maisreserven auf der Welt brachten, sodass sich die Bestände von einem sehr niedrigen bestenfalls auf ein weniger niedriges Niveau erholen können.
Dazu kommt, dass 2011/12 erstmalig China als großer Maisimporteur auf die Bühne des Weltmarktes trat. Wächst sich der Maishunger im Reich der Mitte in der kommenden Saison weiter aus, könnte dies auch die Maispreise in den Exportländern USA, Argentinien und Brasilien stützen.
Weltmarkt: erste Zeichen vom Schwarzmeer
Die Preise auf den lokalen Kassamärkten werden jedoch, wie gewöhnlich, vom Weltmarkt, das heißt, von den Erlösen der großen Exporteure in Nord- und Südamerika sowie der Schwarzmeerländer und teilweise auch der EU, bestimmt werden.
So lieferten kürzlich Meldungen, dass russischer Weizen der Ernte 2012, in der Qualität vergleichbar mit österreichischem Mahlweizen, um Preise bis zu 260 US-Dollar pro Tonnen “fob” Schwarzmeerhäfen – das heißt, verladen auf einem Schiff in dieser Region – erste brauchbare Hinweise auf mögliche Weltmarktpreise 2012/13.
Dies würde zum aktuellen Tageskurs zu Beginn dieser Woche umgerechnet etwa gut 207 Euro pro Tonnen bedeuten. Der an der Pariser Warenterminbörse Euronext, ehemals Matif, notierte europäische Mahlweizen bekommt daher ein Signal.
Von der Frachtparität her ist diese Notierung vergleichbar, qualitativ ist der westeuropäische Weizen jedoch über die Ware aus dem Schwarzmeer-Raum zu stellen.
Dies passt auch ins Bild erster Geschäfte mit Weizen aus der neuen Ernte in Österreich: Demnach ist Qualitätsweizen zu Netto-Großhandelsabgabepreisen von etwa 210 Euro pro Tonnen gehandelt worden. Dies entspricht dem Preisniveau des zuvor gehandelten alterntigen Weizens.
Damoklesschwert Finanzkrise
Ob für die Preisbildung an den Märkten die fundamentalen Marktdaten aber überhaupt den Ton angeben werden, bleibt im kommenden Getreidewirtschaftsjahr fraglicher denn je, denn: Über allen Rohstoffmärkten – auch über den agrarischen – schweben als Damoklesschwert weltweit schlechte Wirtschaftsdaten mit der Angst vor einem Einbruch des Wirtschaftswachstums und die Schuldenkrise im Euro-Raum.
Deren Auswirkungen auf die Märkte von Agrarrohstoffen können vielfältig sein:
Da wird es einmal von der Entwicklung der Kaufkraft abhängen, ob die erwarteten Verbrauchszahlen tatsächlich halten – insbesondere der Fleischkonsum und damit der Futtergetreideverbrauch reagieren hier sensibel.
Zum Zweiten bestimmt das allgemeine Wirtschaftswachstum stark den Rohölpreis. Und wegen der gegenseitigen Ersetzbarkeit in Treibstoffen hängen insbesondere die Mais- und Sojanotierungen auch eng mit den Rohölnotierungen zusammen. Sojaöl ist weltweit der wichtigste Rohstoff für Biodiesel.
Und zum Dritten bestimmen die Schwankungen der Wechselkurse zwischen Euro und US-Dollar, wer auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger ist. Eine schwache Währung verbilligt Exporte relativ, kurbelt diese an und befestigt wiederum die Preise in der Landeswährung des Exporteurs.
US-Prognosen prägen die Märkte
Von den fundamentalen Marktdaten her lassen sich die marktbestimmenden US-Terminbörsen wie das Chicago Board of Trade (CBoT) stark von den monatlichen Berichten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zu den weltweiten Getreideversorgungsbilanzen (WASDE, World Agricultural Supply and Demand Estimates) leiten.
In seinem jüngsten WASDE-Bericht vom 12. Juni 2012 reduzierte das Washingtoner Agrarressort die Prognose für die Weizenernte der Welt 2012/13 gegenüber dem Mai um 5,50 Mio. Tonnen und die des Weizenangebots um 6,97 Mio. Tonnen.
Ursache dafür sind kleinere Ernteerwartungen in Exportländern wie Russland, der EU, Türkei und den USA. Die Ernte 2012/13 wird mit 672 Mio. Tonnen das Vorjahresergebnis von 694 Mio. Tonnen um drei Prozent verfehlen.
Wieder mehr Mais in den Futterrationen
Aber auch der Verbrauch wird im Monatsabstand um 4,6 Mio. Tonnen – ebenso wie um 14 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr – im Minus erwartet, weil die Nachfrage sowohl nach Futter- als auch nach Brotweizen gegenüber 2011/12 abnehmen soll. Eine Ursache dafür liegt auch darin, dass 2012/13 der reichlicher vorhandene – und möglicherweise gegenüber Weizen wieder billigere – Mais verstärkt in die Futterrationen zurückkehren wird.
Dennoch bleibt in der globalen Weizenbilanz ein Negativsaldo von 9,8 Mio. Tonnen. Allerdings bleibt die Versorgungslage mit einem Anteil der Endlager am Verbrauch von gut 27 Prozent komfortabel.
Anders ist die Situation beim Mais: Hier revidierte das USDA seine Ernteerwartung im Juni im Vergleich zum Mai um 4,15 Mio. Tonnen auf den Rekordwert von 949,93 Mio. Tonnen nach oben. Innerhalb der EU dürfte nach derzeitigem Stand insbesondere Ungarn mehr Mais erzeugen.
Zwar soll 2012/13 auch der Verbrauch stärker als bisher angenommen zulegen, dennoch erlaubt aber die kommende Maisernte einen Aufbau der weltweiten Endlager um 26,55 Mio. Tonnen auf 16,87 Prozent des Verbrauchs. Damit bleiben die globalen Maisreserven weiterhin eher knapp und unter der für die Preisbildung magischen Schwelle von 20 Prozent.
Christian Posekany, AIZ
| © BZ/FG |
Getreidemarkt KW 26/2012: “Wettermärkte” ziehen an – Sorge um Italien 28. Juni 2012
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Die ersten Druschergebnisse aus der neuen Ernte fielen teils erwartungsgemäß schwach aus, teils liegen sie über den Erwartungen.
Die Wettermärkte bestimmen die internationalen Börsen. Hitze und Trockenheit im Schwarzmeer-Raum trieben zu Wochenbeginn die Notierungen an den Terminbörsen.
Um die Restlager aus der Ernte 2011 ist es auf dem österreichischen Kassamarkt völlig ruhig geworden. Die Weizengeschäfte neuer Ernte sind nach ersten Abschlüssen wieder zum Erliegen gekommen. Dementsprechend leer präsentierte sich am Mittwoch der vorigen Woche das Kursblatt der Wiener Produktenbörse.
Stabil hielten sich lediglich Raps und Sonnenblume der Ernte 2012. Vom Weizenmarkt heißt es, bei italienischen Abnehmern herrsche wegen der Wirtschafts- und Eurokrise eine gedrückte Stimmung, obendrein seien etliche zur Stammkundschaft zählende Mühlen auch von den Erdbeben in Oberitalien stark betroffen. Die Preisvorstellungen zwischen heimischen Anbietern und italienischen Kunden lägen zurzeit um die Frachtkostendifferenz auseinander.
Heimische Ernte gestartet
Indes startete in Österreich die Ernte 2012 mit dem Drusch von Wintergerste an frühreifen Standorten. Die traditionell als erste beginnende Parndorfer Platte im Nordburgenland ist von leichten, seichtgründigen und schottrigen Böden gekennzeichnet und dementsprechend mager sollen dort nach der Trockenheit vom Herbst bis ins Frühjahr die Erträge ausfallen.
Erste Druschergebnisse aus dem tiefergründigen Weinviertel sprechen dagegen von Erträgen, die über den Befürchtungen liegen sollen. Experten tun sich damit immer schwerer und werden vorsichtiger, Ernteprognosen abzugeben und zu schätzen, wie viel Minderertrag Auswinterung, Dürre und Frühjahrsfrost heuer tatsächlich verursachen werden.
Bei Sommerbraugerste ist von schlechter Sortierung und überhöhten Proteinwerten zwischen elf und 14 Prozent zu hören, die wahrscheinlich Sonderlösungen für die Verwendung in der Malzindustrie notwendig machen.
Christian Posekany, AIZ
Aktuelle Weizenpreisnotierung in Paris; in Wien zurzeit keine Notierungen © Grafik: BZ/FG
Agrarstrukturerhebung 2010 1. Juni 2012
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20 Prozent weniger land- und forstwirtschaftliche Betriebe als 1999; Trend zu größeren Betrieben hält an
Relative Zunahme an Haupterwerbsbetrieben
Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2010, einer von der Statistik Austria durchgeführten Vollerhebung (Stichtag 31. Oktober 2010), die am Donnerstag, 31.5.2012 präsentiert wurde, wurden 173.317 land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Österreich gezählt. Im Vergleich zur letzten Vollerhebung im Jahr 1999 bedeutet dies einen Rückgang um 44.191 Betriebe (-20,3%). Im Jahr des EU-Beitritts (1995) wurden in Österreich noch 239.099 Betriebe bewirtschaftet, seitdem reduzierte sich die Betriebsanzahl um 65.782 (-27,5%).
Trend zu größeren Betrieben
Die österreichische Landwirtschaft ist, wie aus der Erhebung hervorgeht, nach wie vor auch im EU-Vergleich klein strukturiert. Dennoch hält der Trend zu größeren Betriebseinheiten ungebrochen an: Wurde 1995 von einem Betrieb im Durchschnitt eine Gesamtfläche von 31,5 ha bewirtschaftet, so waren es 2010 bereits 42,4 ha. Ähnlich verlief die Entwicklung bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche, wo eine Steigerung von 15,3 ha auf 18,8 ha festgestellt werden konnte.
Betrachtet man die Kulturfläche gegliedert nach Größenklassen, zeigt sich, dass 124.797 Betriebe (72,0%) weniger als 30 ha bewirtschafteten. Bei lediglich 7.617 Betrieben (4,4%) konnte eine Fläche von mehr als 100 ha ermittelt werden. Die stärkste Zunahme von Betrieben verzeichneten die Klassen von 50 bis unter 100 ha mit 38% (1995: 11.716; 2010: 16.118) bzw. von 100 bis unter 200 ha mit 39% (1995: 3.668; 2010: 5.108). Hingegen wurde in der Klasse von unter 5 ha der stärkste Rückgang (-47%) festgestellt.
Auch bei der Tierhaltung ist der Trend zu immer größeren Einheiten zu beobachten: So hielt ein österreichischer Landwirt im Jahr 2010 im Durchschnitt 28 Rinder, während 1995 die durchschnittliche Herdengröße noch bei 20 Tieren lag. Und auch bei den anderen Tierarten wurden z. T. deutlich größere durchschnittliche Bestände ermittelt: So stieg dieser bei Schweinen von 35 auf 85 Tiere, bei Schafen von 18 auf 27 und bei den Ziegen von 4 auf 8 Tiere.
Betriebsstruktur
Von den 173.317 Betrieben wurden 39% im Haupterwerb und 54% im Nebenerwerb (gesamte Arbeitszeit des Betriebsinhaberehepaars über bzw. unter 50%) geführt. Bei den restlichen 7% handelte es sich um Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 1995 34% aller Betriebe im Haupterwerb und 63% im Nebenerwerb geführt. Der Anteil an Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen betrug 3%.
Insgesamt waren 420.805 Personen (–29,0% gegenüber 1995) in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt, darunter 349.593 oder 83,1% familieneigene Arbeitskräfte. Ein Drittel der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe wurde von Frauen geleitet; 1995 lag der Anteil lediglich bei 27%.
Als Bergbauernbetriebe wurden 66.519 Betriebe (38,4%) eingestuft, und 21.180 Bewirtschafter (13,8%) gaben an, ihren Betrieb nach biologisch anerkannten Kriterien zu führen.
64.102 oder 37% der Betriebe befassten sich schwerpunktmäßig mit der Rinderhaltung, 46.564 (26,9%) mit der Forstwirtschaft und 21.390 (12,3%) waren Marktfruchtbetriebe.
Für die 172.650 Betriebe mit Flächenbewirtschaftung (667 Betriebe waren ohne Fläche) wurde eine Gesamtfläche von 7.347.535 ha ermittelt. 46,4% entfielen auf forstwirtschaftlich genutzte Flächen, 19,6% auf Dauergrünland und 18,7% auf Ackerland. 109.118 Betriebe (63,0%) hielten Nutztiere.
Im Jahr 2010 erwirtschaftete ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb in Österreich im Durchschnitt einen Standardoutput von 39.327 Euro.
37,2% der Betriebe erwirtschafteten ein zusätzliches Einkommen aus Nebentätigkeiten wie Urlaub am Bauernhof, Verarbeitung und Verkauf landwirtschaftlicher Produkte, etc.
Wlodkowski: Starker Rückgang bei Betrieben in Ackerbaugebieten
Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, stellte zu den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2010 fest, dass besonders betroffen vom Rückgang die Betriebe in den Bundesländern Wien mit minus 20,2 %, Burgenland mit minus 12,3 % und Niederösterreich mit minus 9,2 % waren. Betrachte man die Betriebsarten, so seien Wein- und Obstbaubetriebe mit minus 20,2 % am meisten zurückgegangen, gefolgt von Marktfrucht-, also Getreide erzeugenden Betrieben, mit minus 9,4 % und Futterbaubetrieben mit minus 8,8 %. Die geringsten Rückgänge seit 2007 verzeichneten die Bundesländer Salzburg mit minus 2,4 %, Kärnten mit minus 3,9 % und Tirol mit minus 4,2 %. „Während es also im Berg- und benachteiligten Gebiet gelang, die Betriebe mit Hilfe des Bergbauern- und des Umweltprogrammes relativ konstant zu halten, führten Marktdruck und technischer Fortschritt im Ackerbaugebiet zu einem verstärkten Strukturwandel”, sagte Wlodkowski.
Auffallend sei, so der LKÖ-Chef, auch der Strukturwandel im Bereich der Viehhaltung. So sank die Anzahl der Rinderhalter seit 1995 um 38 %, der Rinderbestand reduzierte sich um 13 %. Der durchschnittliche Rinderbauer hielt 1995 20 Tiere pro Hof, 2010 waren es 28 Stück. Bei den Kühen ging die Zahl der Kuhhalter seit 1995 um 40 % zurück, der Kuhbestand sank um 12 %. Der durchschnittliche Kuhstall beherbergt heute 12 Kühe, 1995 waren es 8. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Strukturwandel bei den Schweinebauern. Ihre Zahl sank seit 1995 um 64 %, die Tiere wurden um 12 % weniger. Der durchschnittliche Schweinebauer hält heute 85 Tiere, 1995 waren es 34.
“Diese Zahlen zeigen, dass auch in der Tierhaltung, also in der Milcherzeugung und in der Mast, eine Spezialisierung stattgefunden hat. Der Druck vom Markt, der durch den offenen Binnenmarkt und die großen Lebensmittelketten bestimmt wird, verlangt nach schlagkräftigeren Einheiten. Das spiegelt sich in der nun präsentierten Statistik wider“, betonte Wlodkowski.
Erhebung EU-weit
Für die Agrarstrukturerhebung 2010 wurden von der Statistik Austria mittels Online-Fragebogen bei allen Land-und Forstwirten in Österreich die Betriebsdaten erhoben. Die Agrarstrukturerhebung 2010 war nach 1999 wieder eine Vollerhebung. In den Jahren 2003, 2005 und 2007 wurden nur Stichproben-Erhebungen durchgeführt.
Ziel der Agrarstrukturerhebung 2010 waren Informationen zur Struktur der heimischen Land- und Forstwirtschaft und deren Entwicklung. Da eine solche Erhebung in allen EU-27 Ländern durchgeführt worden ist, sind die Daten auch auf EU-Ebene vergleichbar. Die Ergebnisse sollen nun eine Grundlage für zukünftige agrarpolitische Entscheidungen, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, bilden.
Kenndaten Agrarstrukturerhebung 2010
Sammlung gebrauchter Siloballenfolie zur Weiterverwendung als wertvoller Rohstoff. 4. Mai 2012
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„Wir leben Nachhaltigkeit. Die fachgerechte Entsorgung und die Zuführung zur Wiederverwertung ist daher selbstverständlich für uns“, so Geschäftsführer Mag. Johannes Weiß.
Seit Jahren sammelt der Landring in der Region gebrauchte Silofolie. Die Sammlung erfolgt heute in Säcken, für die der Bauer in den Landring Standorten 3.50 Euro pro Stk. bezahlt – als Unkostenbeitrag für dieses System. Etwa 30 gebrauchte Folien finden in so einem Sack Platz. Gesammelt werden die vollen Säcke an zehn Sammelstellen im Genossenschaftsgebiet – im Frühjahr und im Herbst. Auf diese Weise kommen bis zu 300 Tonnen Folienmaterial pro Jahr zusammen.
Entscheidend ist die gute Qualität der Folienabfälle. „Die Folien werden besenrein gesammelt und übergeben, also ohne Erde und Silagerückstände“, erklärt Peter Wiener, der die Sammlung in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring und dem Recyclingunternehmen organisiert. Nur mit einer guten Qualität ist auch der Absatz gesichert. In Folge werden die Folien eingeschmolzen, das daraus gewonnene Plastikgranulat wird bei der Herstellung neuer Produkte – etwa Lärmschutzwände – beigemischt.
Silofoliensammlung beim Landring Lagerhaus Birkfeld: http://youtu.be/UygQNGfsiHI
Was das Grünland jetzt braucht 19. März 2012
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Im beginnenden Frühjahr sollten Pflegemaßnahmen auf Grünland und bei Feldfutterbeständen durchgeführt werden, um wieder den erforderlichen Futterbestand zu erreichen.
Die Wiesen- und Weidepflege bedeutet in der Regel mechanische Arbeit mit dem Ziel, Wirtschaftsdünger, die im vorangegangenen Herbst bzw. im zeitigen Frühjahr ausgebracht wurden, einzureiben, Bodenunebenheiten auszugleichen, die Bestockung der Gräser anzuregen und Wühlmaus- und Maulwurfshaufen zu beseitigen. Es entwickelt sich ein intakter Pflanzenbestand, womit unter anderem die Narbendichte gewährleistet wird.
Der erste Schnitt liefert den höchsten Ertrag; er sollte also je nach Nutzungsrichtung zeitgerecht erfolgen. Die Grundvoraussetzung dafür ist die optimale Nährstoffversorgung des Bodens bzw. der Gräser, Leguminosen und Kräuter. Die gleichmäßige Düngerverteilung auf dem Feld ist die Basis für einen gleichmäßigen Pflanzenbestand. Durch ein qualitativ hochwertiges Grundfutter kann eine rechnerische Grundfutterleistung (ohne betriebseigenes Kraftfutter) von 4000 bis 6000 kg Milch erbracht werden.
Abschleppen, striegeln und walzen
Das Abschleppen der Wiesen – am besten, sobald die Gräser zu spitzen anfangen – kann entweder mit speziellen Wiesenschleppen oder mit Geräten aus Eigenbaulösungen (Baustahlgitter, Reifen, Äste usw.) erfolgen. Wichtig ist jedoch, dass nicht zu schnell gefahren wird (maximal elf km/h) und der Boden abgetrocknet ist, damit keine Narbenverletzungen und Bodenverdichtungen entstehen.
Wird der Striegel eingesetzt, sollte er so eingestellt werden, dass der Pflanzenbestand nicht geschädigt wird.
Der Einsatz einer Walze empfiehlt sich dort, wo der Bodenschluss der Grünlandnarbe wieder hergestellt werden soll. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für den Erfolg. Lässt sich der Stiefelabsatz in den Boden eindrücken und bleibt der Abdruck nach kurzem Abwarten wasserfrei, so ist der richtige Walzzeitpunkt erreicht. Die Wiesenwalze muss je Meter Arbeitsbreite ein Gewicht von 800 bis 1000 kg aufweisen, um effektiv wirken zu können. Die Fahrgeschwindigkeit darf dabei maximal vier km/h betragen.
Das Walzen kann auch durch den Tritt des Weideviehs ersetzt werden. Der Viehtritt hat neben der Walzwirkung noch den Effekt, dass unliebsame Doldenblütler, wie Bärenklau und Wiesenkerbel sowie Löwenzahn und Beinwell, durch ihn zurückgedrängt werden.
Durch die Mähweide kann ein optimaler Pflanzenbestand erreicht werden. Beispielsweise braucht das englische Raygras den Viehtritt, damit es im Bestand erhalten bleibt.
Durch das Abschleppen werden in erster Linie Erdhaufen von Maulwürfen und Wühlmäusen beseitigt sowie Wirtschaftsdünger in die Grasnarbe “eingerieben”. Die Narbe wird durchlüftet. Das ist für Neuaustrieb und Nachwuchs wichtig und regt die Bestockung der Gräser an. Wird nicht abgeschleppt, steigt die Gefahr der Futterverschmutzung.
• Tipp: Das Abschleppen von Grünland kann auch im Sommer – etwa eine Woche nach der letzten Nutzung – sinnvoll sein, wenn eine starke Wühltätigkeit der Bodentiere vorhanden ist.
Schneeschimmel und Auswinterungsschäden
Durch Schneeschimmel gefährdet sind vor allem die Weidelgräser und Gräser, die länger als zehn cm über den Winter gehen. Der Fusariumpilz findet unter der Schneedecke besonders gute Bedingungen für seine Entwicklung. Zeigt sich im Frühjahr nach der Schneeschmelze der weißlich bis rosafarbene Mycelbelag auf den Gräsern, ist frühes Striegeln oder Abschleppen geschädigter Bestände unbedingt erforderlich. Die abgestorbenen Pflanzen werden verteilt und die gesunden bekommen Luft und Licht, wobei das Wachstum gefördert wird.
Bei starkem Schneeschimmelbefall sollte nicht gestriegelt werden. Da ansonsten der Pilz bei feuchtem Boden über den gesamten Bestand verteilt wird. In diesem Fall sollte die Walze eingesetzt werden. Sind die Auswinterungsschäden größer als 20 Prozent, sollte eine Übersaat mit zehn bis 20 kg pro ha erfolgen. Darunter reicht eine Düngung von 40 kg Reinstickstoff pro ha aus.
Eggen beseitigt den Narbenfilz
Das Abeggen sollte in erster Linie zur Beseitigung des Narbenfilzes (Moos) angewendet werden. Jedoch Vorsicht vor einem zu kräftigen Aufreißen des Bodens, denn es kann leicht zu starken Narbenverletzungen kommen, welche die Pflanzen mehr schädigen als fördern.
Moos kommt verstärkt auf nassen sauren Böden und bei Nährstoffunterversorgung vor. Es kann ebenso wie die Gemeine Rispe (Poa trivialis) herausgestriegelt werden. Sie tritt wieder vermehrt in Dauergrünlandbeständen auf, wobei dies auf die Trockenheit und mangelnde Nährstoffversorgung zurückzuführen sein dürfte. Weist der Grünlandbestand mehr als 50 Prozent Gemeine Rispe auf, sollte er unbedingt erneuert werden.
• Tipp: Um den Moosfilz zu beseitigen, sollte an trockenen Sommertagen direkt nach der Nutzung geeggt werden, damit das herausgehobene Moos an der Oberfläche vertrocknet. Anschließend ist eine Übersaat mit circa 15 bis 20 kg/ha erforderlich.
Übersaat im Frühjahr je nach Bestandslücken
Durch eine Begehung der Grünlandflächen sollten die Bestandslücken geschätzt und daraufhin entschieden werden, welche Methode zur Grünlandsanierung angewendet wird. Meistens reicht es, die Flächen nachzusäen und dementsprechend zu düngen.
Bodenkontakt (anwalzen mit einer Prismenwalze) und Bodenfeuchte sind die Grundvoraussetzungen für das Gelingen einer Übersaat. Die Saatmenge richtet sich nach dem Schädigungsgrad der Wiesen und Weiden (siehe Tabelle auf Seite 5). Bestände, die nur bis zu zehn Prozent geschädigt sind, sollten mit einer entsprechenden Düngung (40 bis 60 kg Reinstickstoff) wieder intakt gebracht werden.
Wann nachgesät werden soll
Die Nachsaat kann im zeitigen Frühjahr, im Sommer nach dem Schnitt bis Ende August, falls die Wiesen nicht zu trocken sind, erfolgen. Hier ist wieder die rechtzeitige Nutzung des Folgeaufwuchses zu beachten. Die Frühjahrsübersaat hat den Vorteil, dass die “Winterfeuchtigkeit” ausgenutzt wird. Die Weideflächen können zwei Tage vor dem Weideabtrieb nachgesät werden, somit wird der Samen durch das Weidevieh in den Boden getreten.
Reine Gräsermischungen können in den Gunstlagen – je nach Höhenlage – bis etwa Mitte September nachgesät werden. Die Gräser sollten vor dem Winter noch das Stadium der Bestockung erreichen, dadurch wintern sie nicht aus.
Wahl der richtigen Saatgutmischungen
Für die Nachsaat sollten die von der Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Grünland und Futterbau (ÖAG) empfohlenen Saatgutmischungen verwendet werden (siehe Tabelle unten), weil diese in langjährigen Versuchen auf die Arten- und Sortenzusammensetzung geprüft werden und außerdem zu hundert Prozent ampferfrei sind.
Für 2012 und 2013 stehen neue ÖAG-Grünlandmischungen zur Verfügung. Mischungen mit schnellwüchsigen Gräsern (Englisches Raygras und Knaulgras) sollten bevorzugt werden. Es können je nach Pflanzenbestand auch Einzelkomponenten (zum Beispiel Knaulgras, Englisches Raygras, Wiesenrispe, Timothe) nachgesät werden. Die Saatmenge liegt bei den Einzelkomponenten zwischen zehn und 15 kg pro ha.
Gelungene Übersaat
• Mischungen mit Klee nur bis Ende August anwenden (bei späterer Saat besteht Auswinterungsgefahr).
• Die Samenmischung gehört auf den Boden, damit sie keimen kann, und nicht auf die Blätter der Altnarbe.
• Der Boden sollte genügend Feuchtigkeit aufweisen, daher die Winterfeuchtigkeit ausnützen. Optimal ist Regen nach der Aussaat.
• Keine Übersaat in Trockenperioden.
• Vorsicht bei Mischungen mit Rotklee; dieser entwickelt sich in den ersten zwei Jahren gut, dann verschwindet er wieder.
• Übersaat mehrmals wiederholen.
• Rechtzeitige Nutzung des Folgeaufwuchses. Vor allem, wenn die Übersaat im Frühjahr durchgeführt wird, muss der erste Schnitt im Ähren-Rispenschieben der Leitgräser erfolgen.
• Bei jährlicher Übersaat reicht eine Saatstärke von fünf bis acht kg pro ha.
Düngung und Übersaat
Vor allem die Übersaat soll optimal mit Nährstoffen versorgt werden, damit sie sich gut entwickeln kann. Es können 30 bis 40 kg Reinstickstoff je Hektar gedüngt werden. Beim Einsatz von flüssigen Wirtschaftsdüngern sollte auf eine gute Verdünnung (1:0,5) geachtet werden. Ein gut verrotteter Stallmist kann das Wasser besser speichern; somit wird ein besserer Aufgang der Übersaat erzielt.


Getreidemarkt: Wildes Auf und Ab an den Warenterminbörsen 14. März 2012
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Die österreichischen Mühlen wollen die Bocksprünge der internationalen Warenterminbörsen nicht mitmachen und beschränken sich im Rohstoffeinkauf auf das Allernotwendigste.
Der am vergangenen Freitag veröffentlichte monatliche WASDE-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums USDA brachte eine Verschlechterung der Prognosen für die globalen Versorgungsbilanzen bei Weizen, Mais und Ölsaaten 2011/12.
Die internationalen Warenterminbörsen reagierten daraufhin am Freitag mit Kursbefestigungen, nachdem sich die Märkte im Vorfeld des Berichts sehr vorsichtig verhalten haben.
Am Montag ging es dann an der Pariser Euronext aus börsentechnischen Gründen dann teilweise wieder steil bergab, ehe sich zu Handelschluss hin die Stimmung wieder freundlich zeigten.
Österreich: Mahlroggen überflügelt alle
Die österreichischen Mühlen wollen die Bocksprünge der internationalen Warenterminbörsen nicht mitmachen und beschränken sich im Rohstoffeinkauf auf das Allernotwendigste. So notierten vorigen Mittwoch an der Wiener Produktenbörse nach einiger Zeit wieder alle Brotgetreidearten. Qualitätsweizen gab im Wochenabstand um auf 204,50 Euro pro t nach und hält unter dem von den Qualitätskriterien her schwächeren europäischen Mahlweizen an der Pariser Euronext.
Premiumweizen weist zwar mit 21,50 Euro pro t neuerlich einen stolzen Qualitätsaufschlag gegenüber dem Qualitätsweizen auf, konnte sich gegenüber seiner Letztnotierung Ende Jänner auch nicht halten, ebenso wie Mahlweizen mit 186,50 Euro nicht an seine Bewertung von vor 14 Tagen anschließen konnte. Lediglich Mahlroggen, der aus der Ernte 2011 nur sehr knapp vorhanden ist, setzt seinen Höhenflug fort und konnte sich im Wochenabstand um weitere fünf Euro auf 255 Euro pro t befestigen und hängt den Premiumweizen mittlerweile schon deutlich um satte 29 Euro pro t ab.
Weiterhin fest hält sich auch das Futtergetreide, nämlich Gerste und Mais, und der Industriemais legte sogar einen Tick zu.
Ersatzteile ab sofort ONLINE bestellen 7. März 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landtechnik, Landwirtschaft , einen kommentar schreibenErsatzteile und Zubehör werden in der Landtechnik oft kurzfristig benötigt. Das Lagerhaus bietet ab sofort einen Online-Shop, über den die entsprechenden Teile rund um die Uhr bestellt werden können. Geschieht dies bis 15 Uhr, ist der gewünschte Teil am nächsten Werktag in der Lagerhaus Fachwerkstätte abholbereit.
(Wien, 30. November. 2011) 46 Prozent der heimischen Landwirte nutzen das Internet, wie eine GfK-Umfrage im Jahr 2010 ergab. 34 Prozent davon kaufen regelmäßig oder zumindest manchmal Ersatzteile für Landmaschinen über dieses Medium. Tendenz steigend. „Wir tragen dieser Entwicklung Rechnung und haben nun einen Online-Shop für Ersatzteile und Zubehör eingerichtet. Damit bieten wir unseren Kunden auch über die Öffnungszeiten hinaus Zugang zu unserem Ersatzteilsortiment – rund um die Uhr, von jedem Ort aus“, betont RWA-Vorstand Stefan Mayerhofer.
Unter der Adresse shop.lagerhaus.at findet der Kunde eine Vielzahl an Ersatzteilen und Zubehör. Zum Start sind etwa 2.000 Artikel gelistet, in den nächsten Jahren sollen im Online-Shop mehr als 10.000 Produkte verfügbar sein.
Bestellmöglichkeit rund um die Uhr und persönliche Betreuung
Die konkreten Vorteile des Online Shops:
- Im Online-Shop sind zu den Produkten detaillierte Informationen verfügbar.
- Das Internet bietet ein hohes Maß an Schnelligkeit bei Aktionen und Neuheiten rund um die Lagerhaus-Technik.
- Die Auslieferung erfolgt über eine Lagerhaus-Fachwerkstätte nach Wahl des Kunden. Das kombiniert die Vorteile des Internets mit den Stärken des Kaufs im Lagerhaus wie persönliche Fachberatung und Betreuung – etwa bei der Bezahlung sowie bei Umtausch, Retouren oder Reklamationen.
- Kein Warten auf den Briefträger oder Paketzusteller ist mit der Bestellung verbunden.
- Es ist keine Angabe der Kreditkartennummer oder Ähnliches im Internet notwendig, die Bezahlung erfolgt nach persönlicher Vereinbarung mit dem Lagerhaus.
So funktioniert der Online-Shop
Um direkt bestellen zu können, ist auf der Seite shop.lagerhaus.at eine Registrierung mit den persönlichen Daten notwendig. Nach dem Abschicken gelangt der Kunde zur Auswahl der gewünschten Fachwerkstätte, bei der er seine Bestellung abholen möchte. Aufgrund der Postleitzahl wird die nächstgelegene Werkstätte vorgeschlagen. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, mit Hilfe der Umkreissuche eine favorisierte Werkstätte auszuwählen. Bei Abschluss der Registrierung erhält der Kunde per E-Mail einen Aktivierungszugang mit dem Zugang zum Shop.
Nach der Registrierung besteht rund um die Uhr Zugriff auf das Sortiment. Eine intelligente Suchfunktion erleichtert den Weg, um direkt zum gewünschten Teil zu gelangen. Auch die Verfügbarkeit aller Teile im Sortiment kann überprüft werden. Nach der Bestellung erhält der Kunde umgehend per E-Mail eine Bestellbestätigung.
Wenn die Bestellung bis 15 Uhr erfolgt, kann die verfügbare Ware am nächsten Werktag ab Beginn der Öffnungszeiten im Lagerhaus abgeholt werden; auf Wunsch ergänzt mit Fachberatung oder Profi-Tipps.



