zur navigation

„Kuhles“ Kraftfutter von Garant aus dem LANDRING Lagerhaus 17. Oktober 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft , einen kommentar schreiben

im Milchviehbetrieb Leitner in WeizAuf dem Hof Josef Leitners in Oberdorf bekommt jede Kuh täglich ihren Kraftfuttermix. Leistungssteigerung und Tiergesundheit gehen Hand in Hand.

Mehr Energie, mehr Leistung: eine simple Formel, die selbstverständlich auch in der Milchwirtschaft seit Langem zählt. Leistung bedeutet in dem Fall freilich, wie viel Milch eine Kuh pro Tag gibt und dies hängt wiederum 1:1 von der Fütterung der Tiere ab – ohne „ kuhles“ geht also in der klassischen Milchwirtschaft gar nichts.

„Je mehr, desto besser“ gilt aber nur bedingt. „Natürlich hat man die Leistungssteigerung stets im Auge. Sie darf aber nicht auf Kosten der Gesundheit der Tiere gehen. Letztlich zählt die tägliche Gesamtmenge aller Kühe bzw. für die einzelne Kuh die Lebensleistung“, erklärt Bauer Josef Leitner, der in Oberdorf rund 60 Kühe sein Eigen nennt. Durchschnittlich 1.500 Liter Milch umfasse die gemessene Menge pro Tag. Gemolken wird von 5 bis 7.30 Uhr sowie von 16 bis 18.30 Uhr.

Seit Kurzem stehen dafür zwei mal sechs Melkplätze zur Verfügung, davor waren’s vier. „Wir machen vieles händisch, mit dem Schemel rückt aber keiner mehr aus“, lacht der Landwirt und fasst den Melkvorgang zusammen: „Die Euter werden gereinigt, massiert, die Melkarme angesetzt, die Maschine wird gestartet und, nachdem der Vorgang beendet ist, die Milchmenge gemessen. Entsprechend der Menge wird das Kraftfutter zusammengestellt.“ Zwei Transponderstationen würden gewährleisten, dass jedes Tier seinen speziellen Kraftfuttermix bekomme.

Von insgesamt elf Kuhkornsorten würden fast alle verwendet, aktuell Kompakt 19 und Select Megalak verfüttert. Gut ein Kilogramm Kraftfutter soll zwei Liter Milch ergeben. „Abgesehen vom Kraftfutter bekommen die Tiere Mais- und Grassilage, Heu und Stroh stehen ständig zur Verfügung“, ergänzt der Bauer, der von Johann Stebegg vom betreut wird.

Seit 1992 hält Leitner seine Kühe in einem hellen, großen Laufstall, jedes Kalb hat seine Iglubox und die „jungen Wilden“ dürfen sich in Gruppentiefstreubuchten gemeinsam den Tag vertreiben. „So gewöhnen sie sich aneinander“, sagt Leitner. Dass die Kälber schon kurz nach ihrer Geburt von der Mutterkuh getrennt würden, sei kennzeichnend für die Wirtschaftsform. „Das gehört zum Alltag. Wir betreiben keine Mutterkuhhaltung, sondern eben Milchwirtschaft“, stellt er klar. Allerdings würden die Kälber mit der Milch ihrer Mutterkuh gefüttert. 70 Geburten verzeichnet man pro Jahr, die Zwischenkalbzeit beträgt 370 Tage. „Das ist top. Mehr geht eigentlich nicht“, kommentiert Josef Leitner den Wert. Als Mitglied des Milchvieh-Arbeitskreises ist Datenaufzeichnung für ihn ein absolutes Muss. Die Aufzeichnungen werden ausgewertet, Stärken und Schwächen-Analysen u. Ä. erstellt. Zehn Mal pro Jahr treffen sich die Mitglieder zum Erfahrungsaustausch oder veranstalten Exkursionen, um sich die Innovationen der Milchviehhaltung anzusehen.

„Ein Stall muss so perfekt sein wie eine Weide“, erklärt Leitner. Ständig up to date muss man als Bauer auch im Hinblick auf den Stand der Züchtungen sein. Logischerweise sind für die einer Kuh auch genetische Faktoren relevant. „Ich selektiere über meine Tiere, kaufe nicht zu“, so der Bauer. Bei der Auswahl des Stiers halte er sich an die Anpaarungsempfehlung des Zuchtverbandes. Nach telefonischem Auftrag führt die Tierarztpraxis Wilhelm und Partner aus Anger die Besamungen und den Gesundheitsdienst durch. Sprungstier gibt’s schon lange keinen mehr in der Gemeinde. Auch die Situation der Betriebe, die sich auf Milchwirtschaft spezialisiert haben, hat sich in den vergangenen 60 Jahren enorm verändert. „Ende der 60er gab’s noch 13 Milchlieferanten im Dorf, heute sind’s zwei“, erinnert sich Josef Leitner senior an anno dazumal. Gegenläufig entwickelte sich die der Tiere. So lag der Stalldurchschnitt 1990 noch bei 5.000 Liter. Womit wieder einmal deutlich wird, dass die Spezialisierung aus der längst nicht mehr wegzudenken ist.

Johannes List, Spezialist Rind bei -Tiernahrung Gesellschaft m.b.H.:

„Wenig Eiweiß im Grundfutter Anders als im Vorjahr konnten heuer bundesweit hohe Grundfutter und Getreidemengen geerntet werden. In vielen Regionen wurden sogar Rekordernten eingefahren. Der Eiweißgehalt verhält sich aber leider gegenläufig zu den Erntemengen. Wie die ersten Analysen zeigen, ist sowohl im Grundfutter als auch im Getreide weniger Eiweiß enthalten und Grassilagen unter 13 Prozent Eiweiß in der Trockensubstanz sind keine Seltenheit! Hintergrund ist, dass es durch die große Ertragsmenge u. a. zu einem Verdünnungseffekt gekommen ist. Der Einsatz von  Eiweißergänzern garantiert, dass die Rinder ausreichend mit Eiweiß versorgt sind. Ab einem Alter von sechs Monaten kann u. a. unser(e) „RinderKombi“ gefüttert werden. Das Resultat lässt sich in der Folge am Harnstoffgehalt in der Milch messen. Der optimale Harnstoffgehalt in der Milch liegt bei 20 bis 30 mg/100 g. Bei einem durchschnittlichen Harnstoffgehalt der Milch deutlich unter 20 mg/100 g ist mit einer geringeren Futteraufnahme, weniger Milchmenge und geringerem Eiweißgehalt der Milch zu rechnen. Um einem Eiweißmangel und einem damit verbundenen Milchleistungsabfall vorzubeugen, muss daher die Eiweißergänzung rechtzeitig angepasst werden. Die bereits erwähnten RinderKombi-Eiweißkonzentrate von Garant sind hierfür vielfältig einsetzbar.“

Nulltoleranz bei Forstunfällen 9. Oktober 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landtechnik, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Im Gemeindezentrum von Mitterdorf an der Raab gab es eine 3- tägige Schulung für die Fachbereiche: bei der Waldarbeit, Motorsägewartung, Kettenschärfen, Schwachholzfällung und Starkholzfällung. Als Veranstalter fungierte die WWG Mitterdorf an der Raab, Obm. Karl Loder betonte die Wichtigkeit der sicheren Waldarbeit. Die fachliche Durchführung gewährleistete die Sozialversicherungsanstalt für Bauern und die Forstliche Ausbildungsstätte Pichl.

Es vergeht kein Monat wo nicht über einen Forstunfall mit tödlichem Ausgang in Österreich berichtet wird. Dieser traurigen Tatsache will die WWG Mitterdorf an der Raab mit einem besonderen Kurs für Arbeitssicherheit und Arbeitstechnik begegnen.

So fand im ASZ in Mitterdorf an der Raab ein 3- tägiger Kurs mit den Inhalten: Motorsägen Wartung, Kettenschärfen, Unfallverhütung, Arbeitstechnik und Arbeitssicherheit statt. Die Kursteilnehmer, alles praktizierende Waldbesitzer, beschäftigten sich unter Anleitung von Spezialisten der FAST Pichl und der SVB am ersten Tag mit der Wartung der eigenen , dem Kettenschärfen und mit Übungsschnitten am Spannungssimulator und in der Fälltechnik.

Der zweite Tag war mit der Holzernte im Schwachholz besetzt. Der Wald von Waldhelfer Markus Strobl bot hervorragende Voraussetzungen dafür.

Der dritte Tag stand im Zeichen der Starkholzernte. Dabei wurde neben Nadelholz auch speziell die Fälltechnik für Laubholz im Wald der des Obmanns Karl Loder in Oberdorf gezeigt und geübt.

Laut den Teilnehmern seien es drei sehr interessante Tage gewesen und ein derartiger Kurs solle auf jedem Fall auch im nächsten Jahr stattfinden.

Bei ausreichendem Interesse wird es sicher einen Kurs geben, sicherte Hubert Klammler von der FAST Pichl zu. Anmeldungen können an den Waldverband , Frau Gabi Vorraber jederzeit gerichtet werden gabriele.Vorraber@LK-STMK.AT

Tel.: 03172 2684 5635

Weiz sponserte den Forstkurs für mehr Sicherheit bei der Waldarbeit.

Aroniabeerenkultur als neues, gesundes Standbein für Famlie Köck aus Rollsdorf 26. September 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Aroniabeerenkultur und VermarktungWo vor drei Jahren noch Getreide angebaut wurde, gedeihen heute gut 5.500  Aroniabeerensträucher. Die Köck aus Rollsdorf setzt seit 2012 auf diese kleine, gehaltvolle Beere.

Auf der Apfelstraße gibt’s Nachwuchs! Tausende Superminiäpfel gedeihen auf 1,7 Hektar in Rollsdorf. Nonsens? Mitnichten, denn wenngleich sich das Kerngehäuse der Frucht erst unter der Lupe zeigt, so steht es doch für die Familienzugehörigkeit zu den Rosengewächsen, denen bekanntlich auch der Apfel angehört.

Somit ist auch klar, weshalb die Aroniabeere auch Apfelbeere genannt wird. „Weitere Namen sind schwarze Eberesche oder Baumheidelbeere“, erklärt Angelika Köck, die mit ihrem Mann und seiner Familie zwei Jahren in Rollsdorf auf die Beere setzt.

„Wir haben auf dieser Fläche Getreide angebaut, das für die Ochsenmast am zweiten Standort in Koglhof benötigt wurde. Da sich der Transport dorthin aber nicht mehr rechnete, haben wir uns auf die Suche nach einer Alternative begeben und sind mit der Aroniabeere fündig geworden“, erinnert sich die Rollsdorferin. Nicht zuletzt aufgrund des Vorschlages ihres landwirtschaftlichen Fachberaters, es mit der Beere zu versuchen. Martina Köck war davon sofort angetan und auch Angelika weiß als pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte um das Potenzial der beerenstarken Frucht. „Aus dem Gesundheitsbereich ist die Aronia nicht mehr wegzudenken. Vor allem der Ursaft, also der 100-prozentige Saft, wird in vielen Therapien unterstützend eingesetzt, da er das Immunsystem stärkt“, fügt sie hinzu. „Ansonsten wird die Beere in der Lebensmittelindustrie gleich dem Holunder als Farbstoffgeber eingesetzt oder vielfach in Gärtnereien als Zierstrauch angeboten“, zählt sie weitere Verwendungsarten der Pflanze auf, die aufgrund besagten Potenzials (siehe Infokasten) ihrer Meinung nach unter ihrem Wert verkauft würde. „Es ist ähnlich wie beim Holunder. Auch dieser ist erst in den vergangenen zehn Jahren als Heilpflanze für den Alltag wiederentdeckt worden.“

Was den Anbau an sich betrifft, so habe die Aroniabeere im Vergleich zum Holunder, den die Köcks ebenfalls anbauen, die Nase vorn. „Sie hält bis zu 20 Minusgraden stand und als es 2013 so trocken gewesen ist, hat die Aronia zwar zu wachsen aufgehört, als es dann aber wieder geregnet hat, hat sie quasi Gas gegeben und alles aufgeholt. Der Holler hat uns damals weit mehr Sorgen bereitet“, erinnert sich Angelika. Ein Grund für die Robustheit der Pflanze sei, dass sie tief wurzle. „Zum Glück sind uns bislang auch keine Schädlinge untergekommen, die ihr gefährlich werden könnten“, sagt sie und hebt außerdem die Pflegeleichtigkeit der Beere hervor.

„Der Strauch braucht weder Sommer noch Winterschnitt. Er wird erst gestutzt,wenn er eine Höhe von 2,5 Metern erreicht hat, was nach ca. zehn Jahren der Fall ist. Dann aber ordentlich, auf ca. 30 Zentimeter.“ Blütezeit sei im Mai, Ernte im September.

„Der Ursaft ist eine eher herbe Angelegenheit. Alltagstauglicher sind da natürlich beispielsweise die Marmeladen“, weiß die junge Mutter. Und wie Beerenstarkes in Süßem schmeckt, könne jeder selbst mit der Schokoladenkreation testen, zu der die Manufaktur Felber die Aronia verarbeite. Töchterchen Florentinas erstes Stück Schokolade wird da wohl diese gesunde, weil mit Apfelbeeren gespickte Schokosorte werden.

Da steckt was drin!

Schon ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe der Aroniabeere zeigt, dass sie das Attribut Heilpflanze 100-prozentig verdient. Die Pflanze liefert nicht nur wie andere heimische Beeren die Vitamine A, B, C, E, K sowie Mineralstoffe und Spurenelemente (besonders Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Eisen), sondern ist auch aufgrund des hohen Anteils an Polyphenolen besonders gehaltvoll. Mittlerweile seien die gesundheitlichen Vorteile der Beere auch durch etliche Studien belegt, erklärt Profiköchin und Pädagogin Gabriele Gauper. Die Beere wirkt u. a. als Fängerin von freien Radikalen, trägt zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei und wirkt antiviral, antikanzerogen, antimikrobiell und antiallergen.

Sag “Pfiat Di” zu alten Pflanzenschutzmitteln! Gefährliche Stoffe entsorgen, mindert die Gefahren am Betrieb! 11. September 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Pflanzenschutzmittel EntsorgungIm Herbst 2014 starten die Lagerhäuser in Kooperation mit einem Entsorgungsunternehmen eine Aktion zur Entsorgung von Pflanzenschutzmittel- und -Altlasten sowie restentleerten Pflanzenschutzmittelgebinde.

Beim – am 10. November im !

Gesetzliche Änderungen wie das Ende der Aufbrauchfrist für Pflanzenschutzmittel mit deutscher oder niederländischer Registernummer mit 31. Dezember 2014 zum einen und das Verbot von neonicotinoid-gebeiztem Saatgut zum anderen liefern die Grundlage für diese Aktion.

Die Entsorgungsaktion hat zum Ziel, die Landwirte bei der Bereinigung ihrer  Pflanzenschutzmittellager zu unterstützen. Weiters möchten die Lagerhäuser gemeinsam mit den teilnehmenden Landwirten einen Beitrag zum bewussten Umgang mit Pflanzenschutzmitteln leisten.

Durch die Entsorgungsaktion 2014 wird das Serviceangebot der Lagerhäuser einmalig erweitert.

Somit bekommt der Landwirt vom Einkauf der Pflanzenschutzmittel über die Rückgabe der restentleerten PSM-Kanister bis hin zur Entsorgung der nun gesetzlich verbotenen Altlasten alles rund um den Pflanzenschutz im Lagerhaus angeboten.

Von Mitte Oktober bis Mitte November 2014 wird das Entsorgungsunternehmen an ausgewählten Standorten einen Tag lang mit Transportcontainern vor Ort die Entsorgung übernehmen, wodurch eine professionelle und optimale Durchführung der Entsorgung aller Pflanzenschutzmittel- & Saatgut- Altlasten und –Leergebinde garantiert ist.

Als Gegenleistung hierfür ist ein geringer Entsorgungsbeitrag (ausgenommen Leergebinde) zu leisten – ganz nach dem Motto:

„WIR (ENT)SORGEN FÜR DIE UMWELT!“

Zusätzlich gilt dieses Angebot auch für sämtliche Pflanzenschutz-Produkte, die im Lagerhaus-Markt für den Haus- und Kleingartenbereich erworben wurden und nach Ende 2014 nicht mehr für den Gebrauch zugelassen sind.

Beachten Sie, dass beim Transport von Gebinden mit Restinhalten, die als Gefahrgut eingestuft sind, die Richtlinien des ADR/Gefahrgutbeförderungsgesetzes einzuhalten sind. Der Transport mit landwirtschaftlichen Zug- und Arbeitsmaschinen ist von diesen Bestimmungen ausgenommen (Maximalgeschwindigkeit: 40 km/h).

Wo die Obstbauern die Schulbank drück(t)en und jetzt unter anderem die “steirische Banane” getestet wird 30. Juli 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Obstbauschule Wetzawinkel VersuchsflaecheIm Herbst übersiedelt die „ für und Obstverarbeitung“ von nach . In der hauseigenen und ersten biozertifizierten Obstbauversuchsanlage Österreichs wird aber weiterhin geforscht.

Nachrichten folgen bekanntlich einer Regel: Auf eine schlechte kommt eine gute. Meistens zumindest. Wie im Fall der „Fachschule für Obstbau und Obstverarbeitung“ in : Zum einen schließt die Schule zwar vor Ort ihre Pforten, zum anderen wird die hauseigene Obstbauversuchsanlage aber bis 2020 weitergeführt. Ergo bleibt die Ausbildung zum Facharbeiter im Obstbau bestehen, lediglich die Räumlichkeiten ändern sich.Nachricht drei liegt also zwischen der guten und der schlechten: Die Schüler drücken künftig an der Seite der Winzer in Silberberg die Schulbank.

„In der Region wird das mit gemischten Gefühlen aufgenommen. 90 Prozent der hiesigen Obstbauern sind ja bei uns in die Schule gegangen. In einer haben wir schon die dritte Generation hier“, zeigt der Direktor der Obstbaufachschule Urban Grossegger Verständnis für die Vorbehalte. „Allerdings ist es sicher auch so, dass künftig Synergien mit den Weinbauern besser genutzt werden können. Weiters wird die Ausbildung in beiden Bereichen vier Jahre betragen, wobei zuerst alle Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet werden und danach die Spezialisierung erfolgt.

Auch die Fremdpraxis wird ausgebaut und die Fachbereichsarbeit, die bei uns schon seit Jahren Pflicht ist, wird für die Weinbauern Standard werden“, sagt Grossegger, der das Übersiedeln koordiniert und bei der Erstellung des neuen Lehrplanes mitarbeitet. Fixer Bestandteil davon ist die Forschungsarbeit in der fünf Hektar großen Obstbaulehr- und Wetzawinkel. Womit wir wieder bei der guten Nachricht wären: Denn den Schülerinnen und Schülern steht hier ein in  Österreich einzigartiges Areal zur Verfügung, auf dem Äpfel, Birnen, Kirschen, Steinobst, aber auch -Beeren und „steirische Bananen“ angebaut werden. „Wir nennen sie halt so. Im Grunde ist es die , Paw’, eine Frucht, die geschmacklich an Avocado oder Mango erinnert“, schmunzelt Fachbereichsleiter DI Dr. Gottfried Lafer. Gojis und Paws seien aber freilich die echten Exoten auf der Anlage. „Der inhaltliche Fokus liegt unter anderem auf Tests von Maschinen zur  Blütenausdünnung oder auch diversen ertragsphysiologischen Versuchen.

Ein zentrales Thema ist klarerweise der Pflanzenschutz“, sagt er und Betriebsleiter Peter Hutter hebt abschließend einmal mehr das Engagement der Schülerinnen und Schüler hervor: „Es werden immer wieder tolle Projekte gestartet. Wie die Minihotels für Wildbienen. Gut 20 Stück wurden gebaut und auf dem Areal verteilt. So hat sich u. a. gezeigt, dass die Insekten ,kleine Zimmer’ brauchen, Bambus sich also ideal eignet. Öffnungen in Ziegeln ziehen hingegen eher Schädlinge an.“

Mehr Infos zu den “steirischen Bananen” – http://www.fachschule-gleisdorf.at/custom/lfs/Schulzeitung/Obstler%203-11/obstler-okt2011-indianerbanane.pdf

Die jungen Wilden mit der größten Schneid 1. Juli 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Die Schneid bedeutet sprichwörtlich Mut. Wer beim alljährlichen Sensenwettbewerb der teilnehmen will, braucht aber vor allem Begeisterung, Training und einen guten Dengler. 

Ich hab mit acht Jahren von meinem Opa die erste bekommen“, erzählt der 20-jährige Anton Kreimer aus Hohenau an der Raab knapp nach seinem siegreichen Auftritt beim  Sensenmähbezirksentscheid der Landjugend Bezirk in Fladnitz an der Teichalm. Das hohe Gras eines an diesem Tag regengetränkten Wiesenstücks – 5 Meter mal 5 Meter sauber ausgemessen – bringt er in exakt 54,10 Sekunden zu Fall.

Seit zwei Jahren ist Anton begeisterter und erfolgreicher Teilnehmer des Wettbewerbs und war auch bereits zwei Mal beim Landesentscheid dabei. „Ich tu’s   einfach gerne“, so erklärt er die Motivation für sein „Wettkampftraining“, bei dem er unter anderem „den kleinen Obstgarten zu Hause“ mit dem beachtlichen 1,20 Meter Sensenblatt rundherum ausmäht, denn die Wettkampfsense ist für ihn – im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern – auch Alltagswerkzeug.

Im Wettkampf sehe man Sensenblätter bis zu 1,35 Meter, erzählt Monika Derler, die heuer mit der Landjugend im Bezirk Weiz den Landesentscheid organisiert. „Bei der Landjugendklasse können 14- bis 30-Jährige teilnehmen“, erklärt sie die Richtlinien, außerdem werde in Damen- und Herrenklasse unterteilt. Generell machen weniger Mädels als Burschen mit, aber: „Es werden jährlich mehr!“, freut sich vor allem Resi Wild, die neben Karl Strassegger und Andreas Harrer beim Bezirksentscheid in der Jury sitzt und selbst als Mäherin mittlerweile „in den Ruhestand“ getreten ist, wie die junge Frau es schmunzelnd ausdrückt.

In der Gästeklasse schließlich können sich die Jungen so einiges von den beeindruckenden Darbietungen der rüstigen älteren Semester abschauen. Einer unter ihnen ist Franz Pierer, Jahrgang 1959, der hier neben seinem Elternhaus in Schrems bei Fladnitz quasi „Heimvorteil“ genießt und immer gerne bei den Bewerben dabei ist.

„Beim Doungeln kau ma sitzn, beim Wetzen kau ma stehn, beim Mahn gaunz laungsom hintnochigehn“ – mit dieser alten Volksweisheit macht er klar, wie es mit dem Krafteinsatz beim Sensenmähen nun wirklich aussieht. „Am besten mäht man außerdem möglichst aufrecht“ – vor allem, wenn derRücken lange durchhalten soll. Die Sense schwingt man im Halbkreis vor sich knapp über dem Boden. Neben einer kräftesparenden Technik zählt aber auch ein gutes Werkzeug. Pierer: „Wichtig ist, dass die Sense anständig doungelt is, der Doungelhammer ist das Um und Auf.“ Seine Sense dengelt der Nachbar – das Klopfen der Schneide gleicht Verformungen aus, die Schneide wird verdünnt und zugleich gehärtet. Außerdem ist der Winkel des Sensenblatts zum Sensenworb (Stiel) für den Mäherfolg wichtig: Etwa eine Faust unter dem rechten Winkel sei hier ein guter Anhaltspunkt. Während meist an einem Mähtag einmaliges Dengeln reicht („bei feinem Almgras kann passieren, dass man öfter doungelt“), muss man zwischendurch immer wieder die Schneide wetzen. Dafür hat man den Wetzkumpf (früher aus Ochsenhorn, heute aus Kunststoff) um die Hüfte geschnallt, der mit Wasser gefüllt ist, damit der Wetzstein feucht ist.

In der Jugend war Franz Pierer beim ganzer Bergwiesen dabei, heute mäht er noch gerne den Rain: „Wer einmal das Sensenmähen gelernt hat, kann es, so lange er gehen kann.“

Mehr Infos zur Landjugend Birkfeld: http://www.birkfeld.landjugend.at/

2014 – Das Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe 24. April 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Familie Toesch aus GasenDie Vereinten Nationen haben das heurige Jahr zum „Internationalen Jahr der familienbetriebenen “ ausgerufen.

Fürs bäuerliche Wirtschaften gelten die gleichen Regeln wie in jedem Betrieb. Anlässlich des von der ausgerufenen Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe stellt Tösch aus ihr „Familybusiness“ vor.

Der Jour fixe steht um 8 Uhr auf dem Timetable – nachdem die Stallarbeit erledigt wurde und die Schulkinder aus dem Haus sind. Effizient werden die Tasks bei von der Führungscrew selbst  gebackenem Brot und persönlich eingekochter Marmelade besprochen: Willkommen im Firmenalltag der Töschs auf 1.100 Meter Seehöhe in Gasen. Man produziert hier Milch, Biomilch, um genau zu sein.

Die Familie managt seit 1842 den Hof. „Mit der Milchwirtschaft haben aber erst meine Großeltern Anfang der 1960er-Jahre begonnen“, so Peter Tösch, Chief Executive Manager, d. h. Geschäftsführer, also Hausherr. Der (vlg.) Schmalzbauer ist ein bäuerlicher , wie er im Buche steht, und der für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Soll- und Haben- Vergleich positiv bilanziert.

„Wir können uns die Arbeit frei einteilen, sind unabhängig in der Entscheidungsfindung und niemandem außer uns selbst verpflichtet“, zählt Peter die Vorteile der Betriebsform auf. Auch der Wiedereinstieg nach der Babypause sei quasi „a gmahde Wiesn“, denn die Senior Consultants, sprich  Opa und Oma, würden nicht nur im operativen Geschäft beratend zur Seite stehen, sondern auch als erfahrene Kinderbetreuer mithelfen, ergänzt Gisela Tösch, Chief Executive Managerin, d. h. Geschäftsführerin, also Hausherrin und mittlerweile auch Qualitätsmanagerin. Die Agenden dafür hat sie von ihrer Schwiegermutter übernommen.

„Jahrzehntelang hat Mama alles niedergeschrieben: Wann das Wetter wie war, wer welche Aufgaben hatte oder wann sich Nachwuchs eingestellt hat“, erzählt die Bäuerin, die ihrerseits schriftlich das Leben jeder Kuh dokumentiert. „Das ist klass, wenn man z. B. schnell ein homöopathisches Medikament nachschlagen möchte.“ Für die offiziellen Stellen werden die Berichte elektronisch erfasst. „AMA und Biokontrolle prüfen uns regelmäßig“, so Bauer Peter. In Personalunion mit CEO Gisela checkt er auch die Human Resourses, deren Departement „Young Generation“ die meisten Mitarbeiter im Haus hat: Laurin (vier Monate), Moritz (drei Jahre) und Juliane (fünf Jahre) legen ihren Fokus noch auf die Basics des Lebens, Matthäa (zehn) und Johanna (dreizehn) spinnen aber hie und da schon Zukunftsvisionen: „Ein Pferdehof, das wär’s“, lässt Johanna anklingen. Warum nicht? Das Mission Statement der Firma passt in jedem Fall dafür: „Authentisch sein in Haus und Hof“ lautet das Motto seit jeher.

Der Schritt zum Biobetrieb 2008 war für die Töschs da ein logischer. „Kunstdünger war schon vorher tabu und die Kühe wurden so oft es ging ins Freie gelassen“, so Peter. Weiters sei das Thema „“ schnell erledigt gewesen. „Sicher steigt durch das die , aber man muss auch mehr zukaufen. Das hebt die Fixkosten“, weiß Controllerin Gisela. Und Umsatz sei ja nicht gleich Gewinn. „Außerdem halten wir’s aus, nicht die beste und stärkste Kuh im Stall stehen zu haben. Unsere Tiere passen so, wie sie sind “, schmunzelt sie.

Investitionen sind aber natürlich auch in einem bäuerlichen Familienbetrieb unerlässlich – nachhaltig müssen sie sein: So hat der 20-jährige Traktor längst nicht ausgedient, die hauseigene Energiewende ist aber durch die eigene Photovoltaikanlage bereits eingeleitet.

Und Urlaub? „Tagesausflüge sind kein Problem. Wollen wir länger weg, helfen die Großeltern aus“, erklärt Travelmanagerin Gisela. In einem bäuerlichen Familienbetrieb gibt es eben Positionen wie in jeder anderen Firma auch. Mit einem Unterschied: Die „Corporate Social Responsibility“, das ganzheitliche Engagement des Unternehmens im sozialen sowie ökologischen Bereich, könnte wohl größer nicht sein.

 

 

 

Auch die Landwirtschaftskammer Steiermark ihre Woche der Landwirtschaft (27. April bis 4. Mai). Es werden bäuerliche Rekorde der Öffentlichkeit präsentiert: vom höchstgelegenen Bergbauernhof bis zur Buschenschank mit den steilsten Weinflächen. Außerdem peilt man einen Weltrekord an: die längste Buschenschankjause der Welt. Durch den Fokus auf die bäuerlichen Familienbetriebe soll regional wie international das Bewusstsein für die Bedeutung der Landwirtschaft geschärft werden sowie die Wertschätzung den Bäuerinnen und Bauern gegenüber steigen.

www.familyfarmingcampaign.net

Erdäpfeln zum Säen und Essen von der Familie Höller aus Birkfeld 15. April 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Familie HoellerDitta, Fabiola und Melody heißen die bodenständigen Grazien, die im Hause Höller das (Tages-)Geschäft bestimmen. Denn die Bauernfamilie aus baut als Saatgutvermehrer diese drei Erdäpfelsorten an.

Wenn ich’s mir recht überlege, gibt’s bei uns wirklich kein Mittagessen ohne “, sagt Erna Höller, Bäuerin aus Birkfeld, und Schwiegertochter Roswitha nickt bestätigend. „Ja, wir machen auch die Pommes selbst“, setzt sie nach und stellt die Salatschüssel auf den Tisch. Gefüllt mit Erdäpfelsalat, versteht sich.

Dass die Höllers von der erdigen Knolle dermaßen angetan sind, liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass sie sich seit Jahrzehnten der Saatgutvermehrung von Erdäpfeln verschrieben haben. Waren es früher Vertreterinnen wie Planta und Sirtema, hören die drei aktuell angebauten Sorten auf die Namen Ditta, Fabiola und Melody. Jede besticht durch ihre Eigenheiten: Die gelbe, länglich-ovale Ditta reift mittelfrüh und ist fest kochend, die ovale Fabiola trägt mit Stolz ihre rote Schale und zählt zur Fraktion „vorwiegend fest kochend“ und die ovale, mittelspät reifende Melody findet sich, weil mehlig kochend, letztlich als Püree oder Knödel auf den Speisetellern wieder.

Warum die gerade diese drei Sorten anbaut, ist schnell erklärt: „Sie werden von der Steirersaat zugeteilt“, erklärt Hausherr Peter, der seine Schützlinge Ende April pflanzt. „Speisekartoffeln kommen früher in die Erde.“ Je länger ein Erdapfel im Boden bleibe, desto besser sei sein Aroma, weiß der Fachmann, der über 2,7 Hektar Anbaufläche verfügt: Ditta und Melody dürfen sich auf je 1,15 Hektar, Fabiola auf ca. 40 Ar ausbreiten, der Ertrag macht in Summe um die 80 Tonnen pro Jahr aus. Etwa zwei Drittel davon gehen als über den Handel an den Endkunden, der Rest darf gleich als Speisekartoffel auf den Markt. „Bis zur Ernte wird die Anbaufläche zwei bis drei Mal von den kranken Stöcken befreit. Ringeln sich z. B. die Blätter auf eine bestimmte Art ein, kann das ein Zeichen für den Blattrollvirus sein, eine fruchtschädigende Krankheit.

Der Stock muss raus“, sagt der Bauer. Natürlich könne ein verschrumpeltes Blatt auch ganz simpel die Folge von Trockenheit sein. Allein der Profi hat’s im Blick. Anfang Juli wird dann das Kraut (der überirdische Teil der Pflanze) abgetötet, die Knollen rasten bis zu vier Wochen im Boden nach. „Das macht die Schale fester und feiner“, begründet Höller diesen „Bauabschnitt“.

Nach der Ernte werden Ditta und Co. vor den Augen der Höllers von einer Maschine derart durchgerüttelt, dass sie ihre schönen und weniger schönen Seiten zeigen und sie nach Größe und Klasse sortiert werden können. In Großkisten warten sie in der 400 Jahre alten Lagerhalle auf die Auslieferung. „Die Liegenschaft war einst der Maierhof von Schloss Birkenstein“, weiß Senior Hans Höller zu berichten. Die Lagertemperatur sei ob des alten Gemäuers ideal. Ist’s nämlich zu hell und zu trocken, werden die Erdäpfel runzlig und rau, ist’s zu warm (so ab 6 °C), fangen die Knollen an zu treiben. Beides nicht erwünscht. Logisch. Die Saatgutvermehrung habe in der Gegend Tradition, erzählt Hans weiter.

„Früher hat’s 50 Erdäpfelvermehrer im Birkfelder Raum gegeben. Heute sind’s fünf.“ Und das 1968 eröffnete Zentrallager habe vor ca. 30 Jahren zugesperrt, sagt er. Heute werde alles über die Vertriebspartner der Saatgut Steiermark, die RWA AG, ausgeliefert, ergänzt Peter Höller, um sich sodann zu entschuldigen.

Die Pommes stehen nämlich bereits auf dem Tisch, wie Sohn Simon nun schon mehrfach betont hat. Alles klar: Guten Appetit!

Eröffnung des neuen LANDRING Technik Zentrums in Hirnsdorf am 26. März! 27. März 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landtechnik, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

setzt auf Technik  

Nach der Eröffnung des Technik Zentrum Süd in Pirching im Vorjahr, wurde am 26. März 2014 wieder ein neues Technik Zentrum mit dem Schwerpunkt in Hirnsdorf offiziell in Betrieb genommen.

Dieses neue Technik Zentrum steht auf historischem Boden. Die Genossenschaft Hirnsdorf wurde im Jahr 1992 fusioniert. Das neue Technik Zentrum  steht auf der Fläche der ehemaligen Molkerei, die berühmt war für die Qualität des Jerome Käses. Obmann ÖR Pretterhofer: „Die Almland eGen bekennt sich mit dem Neubau dieses zukunftsweisenden Standortes wieder einmal zur  Regionalität und zur Kundennähe.“

Es gab zwei wesentliche Entscheidungsgrundlagen für die Investition und den Bau dieses Standortes. Zum einen sind es bei all der Technik die Menschen. Geschäftsführer Weiß: „Wir glauben an die Wertschöpfung in der Region, an die Leistungs- und Investitionskraft unserer Bauern und an ihren Erfolg. Wir wollen auch in Zukunft der stärkste Partner für die Bauern hier in der Region auf ihren Weg zum Erfolg sein. Und wir haben die besten MitarbeiterInnen – das macht solche Projekte möglich!“

Zum anderen war es natürlich wesentlich, dass der Bereich Technik in den letzten Jahren eine  beeindruckend positive Geschäftsentwicklung zeigte. Der Marktanteil wurde kontinuierlich ausgebaut– allein mit der Exklusivmarke John Deere auf beeindruckende 24,5 Prozent. Alle Marken zusammengerechnet kommt beinahe jeder zweite neue Traktor aus dem Hause Landring/AgroComTech.

Im Bereich der Obstbautraktoren werden über die Almland Tochtergesellschaft AgroComTech GmbH die Marken Deutz und Ferrari vermarktet, die ein gutes Drittel aller Obstbautraktore unserer Region ausmachen. 

 

Die baulichen Details des neuen LANDRING Technik Zentrums: 

Auf ca. 1600m2 verbauter Fläche und den entsprechenden Freiflächen bietet das neue LANDRING Technik Zentrum in Hirnsdorf:

 

Noch mehr Bilder gibt es auf: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.705680749482175.1073741891.120719647978291&type=3&uploaded=20

Starker Kern mit weicher Schale – vom Kürbis zum Kernöl … 23. Oktober 2013

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Warum die Kerne des „Rustikal“ hüllenlos sind und wie viel davon in einem Liter stecken, weiß Johannes aus Markt .

Durchschnittlich zweieinhalb Kilo Kürbiskerne braucht man für einen Liter Kernöl“, verrät Johannes Oberer, Kürbis- und Paradeisbauer in Markt Hartmannsdorf. Durchschnittlich wohlgemerkt, denn je nachdem, wie gehaltvoll die Kerne sind, kommt man mit weniger aus oder muss mehr davon für dasselbe Ergebnis pressen. „Von 2,10 bis 2,80 Kilo“, beziffert der Landwirt die Spannbreite während er sein schwarzes Gold abfüllt. Goldig ist es im wahrsten Sinne des Wortes, denn Oberer wurde 2013 von der Landwirtschaftskammer Steiermark für sein Produkt prämiert. Daher ziert jede Ober’sche Kürbiskernölflasche eine .

„Das freut uns sehr, obwohl wir freilich nicht deshalb produzieren. Es geht uns um die Qualität des Öls“, sagt Oberer, der seit 1987 Kürbisse anbaut. Nur einfach sei die Produktion leider nicht. „Im Grunde ist’s a Lotterieg’spü“, formuliert er es salopp und spricht damit die Witterungsabhängigkeit und die Befruchtung der Pflanzen an. „Man könnte dafür zwar Hummeln kaufen, aber letztlich ist man doch Zuschauer und hofft, dass die Tiere perfektes Blütenwetter haben“, sagt er. „Und ist’s während der Blütezeit (Mitte Juni) sehr feucht, kann’s passieren, dass die Früchte später von innen heraus faulen.“

In Hinblick auf einen anderen Widersacher des Kürbisses, den Gelbmosaikvirus, hat Oberer einen handfesten, sozusagen „rustikalen“ Trumpf im Ärmel. Seit einigen Jahren baut er nämlich die gleichnamige Kürbissorte an. „Beim Rustikal GL hat man Zucchini eingekreuzt. Er ist virusresistenter als der Gleisdorfer Kürbis, den wir davor hatten“, so der Bauer. Zudem ranke der Rustikal nicht so stark, könne daher enger gepflanzt werden und der Ertrag sei höher. Auch für Laien auffällig ist, dass die Kerne des Ölkürbisses hüllenlos sind. „Beschalte Kürbisse müssten vorher geschält werden“, erklärt Oberer und umreißt kurz den Erntevorgang. „Es werden nur die Kerne eingebracht, der Rest, d. h. Hülle und Fruchtfleisch, bleibt auf dem Acker liegen. Die Kerne werden gewaschen, getrocknet und an die Mühle geliefert.“ Als grünes Gold kehren sie zurück an den Hof. Die Flaschenabfüllung ist Familiensache.

Gemäß seiner Klassifizierung als kommt der Rustikal an sich nicht als Speisegemüse zum Einsatz. Bei den Oberers kann’s aber durchaus sein, dass er mit Erdäpfeln und Paradeisern im Eintopf landet. „Das schmeckt echt super“, verrät der Bauer.

Kürbisrezepte gibt’s im Kochbuch von Erika Seidl: http://www.buecherquelle.at/Buchshop/Kueche-Garten/Kochbuch/Lust-auf-Kuerbis::2752.html