zur navigation

Erdäpfeln zum Säen und Essen von der Familie Höller aus Birkfeld 15. April 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Familie HoellerDitta, Fabiola und Melody heißen die bodenständigen Grazien, die im Hause Höller das (Tages-)Geschäft bestimmen. Denn die Bauernfamilie aus Birkfeld baut als Saatgutvermehrer diese drei Erdäpfelsorten an.

Wenn ich’s mir recht überlege, gibt’s bei uns wirklich kein Mittagessen ohne “, sagt Erna Höller, Bäuerin aus Birkfeld, und Schwiegertochter Roswitha nickt bestätigend. „Ja, wir machen auch die Pommes selbst“, setzt sie nach und stellt die Salatschüssel auf den Tisch. Gefüllt mit Erdäpfelsalat, versteht sich.

Dass die Höllers von der erdigen Knolle dermaßen angetan sind, liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass sie sich seit Jahrzehnten der Saatgutvermehrung von Erdäpfeln verschrieben haben. Waren es früher Vertreterinnen wie Planta und Sirtema, hören die drei aktuell angebauten Sorten auf die Namen Ditta, Fabiola und Melody. Jede besticht durch ihre Eigenheiten: Die gelbe, länglich-ovale Ditta reift mittelfrüh und ist fest kochend, die ovale Fabiola trägt mit Stolz ihre rote Schale und zählt zur Fraktion „vorwiegend fest kochend“ und die ovale, mittelspät reifende Melody findet sich, weil mehlig kochend, letztlich als Püree oder Knödel auf den Speisetellern wieder.

Warum die Familie gerade diese drei Sorten anbaut, ist schnell erklärt: „Sie werden von der Steirersaat zugeteilt“, erklärt Hausherr Peter, der seine Schützlinge Ende April pflanzt. „Speisekartoffeln kommen früher in die Erde.“ Je länger ein Erdapfel im Boden bleibe, desto besser sei sein Aroma, weiß der Fachmann, der über 2,7 Hektar Anbaufläche verfügt: Ditta und Melody dürfen sich auf je 1,15 Hektar, Fabiola auf ca. 40 Ar ausbreiten, der Ertrag macht in Summe um die 80 Tonnen pro Jahr aus. Etwa zwei Drittel davon gehen als über den Handel an den Endkunden, der Rest darf gleich als Speisekartoffel auf den Markt. „Bis zur wird die Anbaufläche zwei bis drei Mal von den kranken Stöcken befreit. Ringeln sich z. B. die Blätter auf eine bestimmte Art ein, kann das ein Zeichen für den Blattrollvirus sein, eine fruchtschädigende Krankheit.

Der Stock muss raus“, sagt der Bauer. Natürlich könne ein verschrumpeltes Blatt auch ganz simpel die Folge von Trockenheit sein. Allein der Profi hat’s im Blick. Anfang Juli wird dann das Kraut (der überirdische Teil der Pflanze) abgetötet, die Knollen rasten bis zu vier Wochen im Boden nach. „Das macht die Schale fester und feiner“, begründet Höller diesen „Bauabschnitt“.

Nach der Ernte werden Ditta und Co. vor den Augen der Höllers von einer Maschine derart durchgerüttelt, dass sie ihre schönen und weniger schönen Seiten zeigen und sie nach Größe und Klasse sortiert werden können. In Großkisten warten sie in der 400 Jahre alten Lagerhalle auf die Auslieferung. „Die Liegenschaft war einst der Maierhof von Schloss Birkenstein“, weiß Senior Hans Höller zu berichten. Die Lagertemperatur sei ob des alten Gemäuers ideal. Ist’s nämlich zu hell und zu trocken, werden die Erdäpfel runzlig und rau, ist’s zu warm (so ab 6 °C), fangen die Knollen an zu treiben. Beides nicht erwünscht. Logisch. Die Saatgutvermehrung habe in der Gegend Tradition, erzählt Hans weiter.

„Früher hat’s 50 Erdäpfelvermehrer im Birkfelder Raum gegeben. Heute sind’s fünf.“ Und das 1968 eröffnete Zentrallager habe vor ca. 30 Jahren zugesperrt, sagt er. Heute werde alles über die Vertriebspartner der Saatgut Steiermark, die RWA AG, ausgeliefert, ergänzt Peter Höller, um sich sodann zu entschuldigen.

Die Pommes stehen nämlich bereits auf dem Tisch, wie Sohn Simon nun schon mehrfach betont hat. Alles klar: Guten Appetit!

Eröffnung des neuen LANDRING Technik Zentrums in Hirnsdorf am 26. März! 27. März 2014

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landtechnik, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

setzt auf Technik  

Nach der Eröffnung des Technik Zentrum Süd in Pirching im Vorjahr, wurde am 26. März 2014 wieder ein neues Technik Zentrum mit dem Schwerpunkt Obstbau in Hirnsdorf offiziell in Betrieb genommen.

Dieses neue Technik Zentrum steht auf historischem Boden. Die Hirnsdorf wurde im Jahr 1992 fusioniert. Das neue Technik Zentrum  steht auf der Fläche der ehemaligen Molkerei, die berühmt war für die Qualität des Jerome Käses. Obmann ÖR Pretterhofer: „Die Almland eGen bekennt sich mit dem Neubau dieses zukunftsweisenden Standortes wieder einmal zur  Regionalität und zur Kundennähe.“

Es gab zwei wesentliche Entscheidungsgrundlagen für die Investition und den Bau dieses Standortes. Zum einen sind es bei all der Technik die Menschen. Geschäftsführer Weiß: „Wir glauben an die Wertschöpfung in der Region, an die Leistungs- und Investitionskraft unserer Bauern und an ihren Erfolg. Wir wollen auch in Zukunft der stärkste Partner für die Bauern hier in der Region auf ihren Weg zum Erfolg sein. Und wir haben die besten MitarbeiterInnen – das macht solche Projekte möglich!“

Zum anderen war es natürlich wesentlich, dass der Bereich Technik in den letzten Jahren eine  beeindruckend positive Geschäftsentwicklung zeigte. Der Marktanteil wurde kontinuierlich ausgebaut– allein mit der Exklusivmarke John Deere auf beeindruckende 24,5 Prozent. Alle Marken zusammengerechnet kommt beinahe jeder zweite neue Traktor aus dem Hause Landring/AgroComTech.

Im Bereich der Obstbautraktoren werden über die Almland Tochtergesellschaft AgroComTech GmbH die Marken Deutz und Ferrari vermarktet, die ein gutes Drittel aller Obstbautraktore unserer Region ausmachen. 

 

Die baulichen Details des neuen LANDRING Technik Zentrums: 

Auf ca. 1600m2 verbauter Fläche und den entsprechenden Freiflächen bietet das neue LANDRING Technik Zentrum in Hirnsdorf:

 

Noch mehr Bilder gibt es auf: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.705680749482175.1073741891.120719647978291&type=3&uploaded=20

Starker Kern mit weicher Schale – vom Kürbis zum Kernöl … 23. Oktober 2013

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

Warum die Kerne des „Rustikal“ hüllenlos sind und wie viel davon in einem Liter Kürbiskernöl stecken, weiß Johannes aus Markt .

Durchschnittlich zweieinhalb Kilo Kürbiskerne braucht man für einen Liter Kernöl“, verrät Johannes Oberer, Kürbis- und Paradeisbauer in Markt Hartmannsdorf. Durchschnittlich wohlgemerkt, denn je nachdem, wie gehaltvoll die Kerne sind, kommt man mit weniger aus oder muss mehr davon für dasselbe Ergebnis pressen. „Von 2,10 bis 2,80 Kilo“, beziffert der Landwirt die Spannbreite während er sein schwarzes Gold abfüllt. Goldig ist es im wahrsten Sinne des Wortes, denn Oberer wurde 2013 von der Landwirtschaftskammer Steiermark für sein Produkt prämiert. Daher ziert jede Ober’sche Kürbiskernölflasche eine .

„Das freut uns sehr, obwohl wir freilich nicht deshalb produzieren. Es geht uns um die Qualität des Öls“, sagt Oberer, der seit 1987 Kürbisse anbaut. Nur einfach sei die Produktion leider nicht. „Im Grunde ist’s a Lotterieg’spü“, formuliert er es salopp und spricht damit die Witterungsabhängigkeit und die Befruchtung der Pflanzen an. „Man könnte dafür zwar Hummeln kaufen, aber letztlich ist man doch Zuschauer und hofft, dass die Tiere perfektes Blütenwetter haben“, sagt er. „Und ist’s während der Blütezeit (Mitte Juni) sehr feucht, kann’s passieren, dass die Früchte später von innen heraus faulen.“

In Hinblick auf einen anderen Widersacher des Kürbisses, den Gelbmosaikvirus, hat Oberer einen handfesten, sozusagen „rustikalen“ Trumpf im Ärmel. Seit einigen Jahren baut er nämlich die gleichnamige Kürbissorte an. „Beim Rustikal GL hat man Zucchini eingekreuzt. Er ist virusresistenter als der Gleisdorfer Kürbis, den wir davor hatten“, so der Bauer. Zudem ranke der Rustikal nicht so stark, könne daher enger gepflanzt werden und der Ertrag sei höher. Auch für Laien auffällig ist, dass die Kerne des Ölkürbisses hüllenlos sind. „Beschalte Kürbisse müssten vorher geschält werden“, erklärt Oberer und umreißt kurz den Erntevorgang. „Es werden nur die Kerne eingebracht, der Rest, d. h. Hülle und Fruchtfleisch, bleibt auf dem Acker liegen. Die Kerne werden gewaschen, getrocknet und an die Mühle geliefert.“ Als grünes Gold kehren sie zurück an den Hof. Die Flaschenabfüllung ist Familiensache.

Gemäß seiner Klassifizierung als kommt der Rustikal an sich nicht als Speisegemüse zum Einsatz. Bei den Oberers kann’s aber durchaus sein, dass er mit Erdäpfeln und Paradeisern im Eintopf landet. „Das schmeckt echt super“, verrät der Bauer.

Kürbisrezepte gibt’s im Kochbuch von Erika Seidl: http://www.buecherquelle.at/Buchshop/Kueche-Garten/Kochbuch/Lust-auf-Kuerbis::2752.html

 

 

 

 

 

 

 

Almland-Landring Gruppe blickt mit viel Optimismus in die Zukunft 18. Juni 2013

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Bauen & Baustoffe, Haus & Garten, Heizen, Landtechnik, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

1 v.l.n.r.: Obmann ÖR Johann Pretterhofer, Stefan Mayerhofer (Vorstandsdirektor der Raiffeisenware Austria), Mag. Heinrich Herunter (Verbandsdirektor Raiffeisenverband Steiermark), Mag. Johannes Weiß (Geschäftsführer), Josef Haider (Aufsichtsratvorsitzender)

Nicht nur die operativen Ergebnisse vom vergangenen Jahr wurden bei der der Almland/ Gruppe am 13. Juni in betrachtet, sondern vor allem auch die Bedeutung der Ergebnisse und die Herausforderungen für die Zukunft.

Obmann ÖR Pretterhofer lieferte die Zahlen und Fakten aus der Milchwirtschaft (Berglandmilch). In den ersten vier Monaten 2013 sank die Milchanlieferungsmenge. Besonders erfreulich ist die hohe Milchqualität der LieferantInnen aus dem Weizer Gebiet. Dann ging er in seinem Referat auf die gestiegenen Anforderungen an die beschäftigten MitarbeiterInnen ein: „Ich ermutige euch, den täglichen Erfolgserlebnissen die gebührende Bedeutung zu geben!“.

Geschäftsführer Mag. Johannes Weiß präsentierte die Ergebnisse 2012: 86,3 Millionen Euro Umsatz und 423.000 Euro EGT. Unter anderem wurden über 2 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung der Standorte investiert. „Die Eigenkapital-Quote, im Jahr 2007 noch bei 28,4%, liegt jetzt bei 40,4%. Mit dieser hohen Eigenkapital-Quote ist unsere auch in wirtschaftlichen schwierigeren Zeiten ein finanziell stabiler und sicherer Partner für die und für die Kunden in der Region und natürlich auch ein sehr interessanter Partner für die Wirtschaft.“, führt GF Weiß aus.

Dass die Almland/Landring Gruppe viel Grund hat optimistisch in die Zukunft zu blicken, unterstreicht sowohl GF Weiß als auch die Gastredner Verbandsdirektor Mag. Heinrich Herunter vom Raiffeisenverband Steiermark und der Vorstandsdirektor der Raiffeisenware Austria Stefan Mayerhofer.

Johannes Weiß: „Die Lagerhäuser waren die Erfinder der Einkaufszentren, wir waren schon immer multifunktionaler Nahversorger im ländlichen Raum mit breitem Sortiment, mit allem was die Menschen für´s Wohnen und Arbeiten brauchen. Was uns unterscheidet sind die Geschäftsgrößen, und unsere Bescheidenheit in der Architektur – wir brauchen keine Glaspaläste.“ Auch
Direktor Mayerhofer verstärkt diesen Optimismus: „Die Lagerhäuser müssen sich keine Sorgen machen um die Zukunft – ihr Geschäft beschäftigt sich mit den Bedürfnissen des täglichen Lebens – das hat immer Zukunft!“.  Direktor Herunter weist in seinen Grußworten besonders auf den Wert der Unternehmensform der Genossenschaft hin: „Weltweit beziehen 3 Milliarden Menschen Ihre Nahrungsgrundlage von Genossenschaften, in der Steiermark ist statistisch gesehen jeder zweite Steirer Mitglied einer Genossenschaft.“ Er appelliert an die Macht der KonsumentInnen, durch Ihr
Bekenntnis zu Genossenschaften das genossenschaftliche System „Menschen für Menschen“ zu unterstützen.

Für ihren jahrelangen Einsatz als Funktionäre in der Almland/Landring Genossenschaft wurde Eduard Baumegger , Franz Harrer, Stefan Harrer, Josef Haider vom Raiffeisenverband Steiermark die Raiffeisen Ehrennadel in Bronze verliehen. Dir. Herunter und Obmann ÖR Pretterhofer bedankten sich für die Einsatz, die gute Zusammenarbeit und die Verlässlichkeit, den Einsatz für die Menschen in der Region und in der Landwirtschaft.

Weitere Fotos von der Generalversammlung: http://www.landring.at/events/fotogalerie/

 

 

Modernste Düngermischanlage der Steiermark in Unterfladnitz bei Weiz 16. November 2012

Veröffentlicht von Landring in : Landwirtschaft , einen kommentar schreiben

Gemischt wird, wie’s die Pflanzen brauchen.

Mit der neuen -Düngermischanlage in Unterfladnitz kann das Verhältnis von Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk dem Boden optimal angepasst werden.  Ab sofort  können sich Land wirtinnen und Landwirte Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk optimal mischen  lassen. Wichtigste Voraussetzung ist die Analyse einer Bodenprobe. Auf der Basis der Ergebnisse  sowie des Nährstoffbedarfs der Pflanzensorte, die angebaut werden soll, ergibt sich das individuelle Düngermischverhältnis. Auch die  Anlage selbst  wurde speziell für die Anforderungen der Kundinnen und – Kunden geplant und gebaut. „Im  Normalfall haben  solche Geräte drei Trichter, wir  mischen mit fünf“, erklärt Agrarspezialist Ing. Wolfgang Maurer.  Dadurch ist es möglich, neben den Klassikern Stickstoff und Phosphor zwei unterschiedliche Arten von Kali bereitzustellen. „Die chloridhältige und die chloridfreie, die vor allem für den Obst- und Gemüsebau notwendig ist“, weiß der Fachmann. In Trichter  Nummer fünf wartet noch Kalk darauf, bei Bedarf unter den gemengt zu werden. Die genannten  Funktionen machen die Anlage übrigens auch zur ersten ihrer Art in der Steiermark, denn mit ihr ist es möglich, den gesamten Nährstoffbedarf einer Kultur in einem Arbeitsschritt auszubringen und somit Zeit und Kosten einzusparen. „Eine weitere Besonderheit der Anlage ist auch eine sogenannte Big Bag Absackung, mit der kleinere  Mengen, d. h. Chargen mit 500 kg,  abgefüllt werden können.

Fazit: Die neue  Düngermischanlage von LANDRING  ist eine ganz  feine  Sache. Sorgt sie doch für  optimale  Nährstoffverhältnisse, die selbst die anspruchsvollsten Beeren zufriedenstellt ;-)

DI Dr. Heinrich Holzner, Experte der Forst- und Landwirtschaftskammer Steiermark für Düngung und Nährstoff sowie Pflanzlliches Versuchswesen und Fachbeirat für Boden:

Mischdünger ist  ein Schritt in die richtige Richtung. Die Kunst des Düngens besteht  darin, wirtschaftliche und  pflanzenbauliche mit ökologischen und  rechtlichen Vorgaben unter einen Hut zu  bringen. Mischdünger sind dabei eine wesentliche Stütze. Wichtig ist hierbei einerseits, dass die zugekauften Pflanzennährstoffe möglichst genau dem individuellen Bedarf entsprechen sowie, dass sie mit wenigen Arbeitsschritten ausgebracht werden können. Andererseits  forcierte man schon vor Jahrzehnten die der Mehrnährstoffdünger. Diese enthalten aber die Nährstoffe in einem starren Verhältnis  zueinander, d. h., man düngt mit ihnen häufig von manchen Nährstoffen zu viel bzw. von anderen zu wenig. Das Nährstoffverhältnis in den Mischdüngern kann man hingegen auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse einstellen. Für die Feststellung des Nährstoffzukaufbedarfs ist die eine wesentliche Grundlage. Die Kooperation der LANDRING- Lagerhausgenossenschaft mit der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark er-möglicht es im Rahmen der Bodenuntersuchungsaktionen, die  Ergebnisse der  Analyse und Düngeplanung direkt für die Erstellung der  Düngermischungen zu  verwenden. Damit kann die neue Anlage in  Unterfladnitz  wesentlich dazu  beitragen, die  Ökonomie und Ökologie  einander wieder einen großen Schritt näherzubringen.

 

Ing. Wolfgang Maurer, 0664/1253260

Den Wühlmäusen ein Schnäppchen schlagen – mit Heukartoffeln ;-) 23. August 2012

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft , einen kommentar schreiben

In manchen Gegenden Österreichs treiben Wühlmäuse derart wild ihr Unwesen, dass eine Erdapfelkultur sinnlos erscheint. Aber auch für diesen Fall gibt es eine Lösung – . Dabei werden die Setzkartoffeln anstatt ins Erdreich in altes Heu gelegt. Die ist dann ein Kinderspiel, die Groß und Klein Freude bereitet.

Bild 1: Ein wasserdurchlässiges Vlies, es kann auch ein gewöhnliches Bauvlies sein, wird im April aufgebreitet. Das Vlies schützt vor der Wühlmausplage. In wühlmausfreien Lagen ist ein Vlies nicht notwendig.

Bild 2: Altes Heu wird 20-30cm hoch aufgetragen und die Setzkartoffeln (am besten alte, bereits treibende Erdäpfeln aus dem Keller) ins Heu gelegt und mit Heu zugedeckt.

Bild 3: Beispiel für bestens geeignetes Material: abgestandenes Heu.

Bild 4: Nach wenigen Wochen durchwachsen die Knollen das Heu.

Bild 5: Nach der Blüte beginnt das Laub langsam braun zu werden.

Bild 6: Etwa im August beginnt das Laub in sich zusammen zu brechen – nun ist Erntezeit.

Bild 7: Beet nach dem Entfernen der oberen Heuschicht. Die Knollen sind auffallend sauber und für jeden Grillabend bestens geeignet. Ganz Raffinierte brennen das Heu ab und können dann gleich Bratkartoffeln genießen.

Bild 8: Die Ernte kann ohne jegliches Werkzeug erfolgen.

Bild 9: Entfernt man die obere Heuschicht, kommen die ersten Jungerdäpfeln zum Vorschein.

Bild 10: Das Vlies ließ die Wühlmäuse nur unterhalb ihr Unwesen treiben.

Ernteergebnis von etwa zwei Quadratmetern Heukartoffeln.

 

Hintergrundinformation:

 

Mit rund 320 Millionen Tonnen Weltjahresernte gehört der Erdapfel heute zu den Grundnahrungsmitteln. Im konventionellen, großflächigen Anbau kommen große Mengen an Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz und so zahlt es sich immer aus, ein paar Quadratmeter des Gartens für gesunde Lebensmittel zu opfern.

Getreidejahr 2012/13: Weltweit weniger Weizen, dafür Zunahme beim Mais 10. Juli 2012

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft , einen kommentar schreiben

Agrar MaisNoch gelten Ernteprognosen als sehr unsicher. Es zeichnen sich aber bereits erste Trends für die Preise ab. Die Finanzkrise geht auch an den internationalen Getreidemärkten nicht spurlos vorüber.

Seit einigen Tagen sind auf der Nordhalbkugel der Welt schon die Mähdrescher unterwegs, um die 2012 einzubringen. Die Zeichen stehen weltweit auf eine kleinere Weizenernte als 2011, die den Bedarf nicht decken können wird, und auf eine Rekord-, die einen leichten Aufbau der erschreckend leeren Lagerbestände erlauben soll.

Widersprüchliche Ernteprognosen

Zurzeit herrscht aber allerorts noch große Unsicherheit, wie die Ernten in den maßgeblichen Regionen – das sind die USA und Kanada, die EU sowie der Schwarzmeerraum mit Russland, der Ukraine und Kasachstan – tatsächlich ausfallen werden.
In Europa war es von der Herbstaussaat bis ins Frühjahr hinein sehr trocken. Im Februar sorgten Kahlfröste für erhebliche Auswinterungsschäden. In der Folge bauten die Landwirte in den betroffenen Regionen im Frühjahr anstellet der zugrunde gegangenen Gersten-, Raps-, Weizen- und Roggenbestände mehr als geplant , Sonnenblumen und Sommergerste nach.
Die ursprünglich düsteren Ernteprognosen für Europa einschließlich der Schwarzmeerregion wurden speziell im Mai, der mit weitverbreiteten Regenfällen etwas Entspannung brachte, zunehmend auch von optimistischeren Erwartungen unterbrochen.
In Nordamerika sah es vorerst sehr gut aus, doch wechselten sich auch hier im Frühjahr zunehmend optimistische mit pessimistischen Prognosen ab. An der Grundtendenz, dass sie Saison 2012/13 der Welt weniger Weizen und mehr Mais bringen wird, ändert dies aber nichts – es geht nur mehr darum, wie viel es dann konkret werden wird.

Noch regieren die Wettermärkte

So regieren an den Warenterminbörsen noch die “Wettermärkte”: Die Notierungen für die neue 2012/13 gehen praktisch mit jedem Wetterbericht – je nachdem, ob “ertragshemmend” oder “ertragsfördernd” – nervös auf und ab.
In der Tendenz lässt sich jedoch sagen, dass Analysten zurzeit dem Weizen eine eher feste Preistendenz zugestehen und sich die Maispreise etwas entspannen könnten. Vor allem aber ist beim Mais ist die Ernte noch länger nicht eingefahren.
Zu bedenken ist, dass die vergangenen Jahre eine dramatische Leerung der Maisreserven auf der Welt brachten, sodass sich die Bestände von einem sehr niedrigen bestenfalls auf ein weniger niedriges Niveau erholen können.
Dazu kommt, dass 2011/12 erstmalig China als großer Maisimporteur auf die Bühne des Weltmarktes trat. Wächst sich der Maishunger im Reich der Mitte in der kommenden Saison weiter aus, könnte dies auch die Maispreise in den Exportländern USA, Argentinien und Brasilien stützen.

: erste Zeichen vom Schwarzmeer

Die Preise auf den lokalen Kassamärkten werden jedoch, wie gewöhnlich, vom Weltmarkt, das heißt, von den Erlösen der großen Exporteure in Nord- und Südamerika sowie der Schwarzmeerländer und teilweise auch der EU, bestimmt werden.
So lieferten kürzlich Meldungen, dass russischer Weizen der Ernte 2012, in der Qualität vergleichbar mit österreichischem Mahlweizen, um Preise bis zu 260 US-Dollar pro Tonnen “fob” Schwarzmeerhäfen – das heißt, verladen auf einem Schiff in dieser Region – erste brauchbare Hinweise auf mögliche Weltmarktpreise 2012/13.
Dies würde zum aktuellen Tageskurs zu Beginn dieser Woche umgerechnet etwa gut 207 Euro pro Tonnen bedeuten. Der an der Pariser Warenterminbörse Euronext, ehemals Matif, notierte europäische Mahlweizen bekommt daher ein Signal.
Von der Frachtparität her ist diese Notierung vergleichbar, qualitativ ist der westeuropäische Weizen jedoch über die Ware aus dem Schwarzmeer-Raum zu stellen.
Dies passt auch ins Bild erster Geschäfte mit Weizen aus der neuen Ernte in Österreich: Demnach ist Qualitätsweizen zu Netto-Großhandelsabgabepreisen von etwa 210 Euro pro Tonnen gehandelt worden. Dies entspricht dem Preisniveau des zuvor gehandelten alterntigen Weizens.

Damoklesschwert Finanzkrise

Ob für die Preisbildung an den Märkten die fundamentalen Marktdaten aber überhaupt den Ton angeben werden, bleibt im kommenden Getreidewirtschaftsjahr fraglicher denn je, denn: Über allen Rohstoffmärkten – auch über den agrarischen – schweben als Damoklesschwert weltweit schlechte Wirtschaftsdaten mit der Angst vor einem Einbruch des Wirtschaftswachstums und die Schuldenkrise im Euro-Raum.
Deren Auswirkungen auf die Märkte von Agrarrohstoffen können vielfältig sein:
Da wird es einmal von der der Kaufkraft abhängen, ob die erwarteten Verbrauchszahlen tatsächlich halten – insbesondere der Fleischkonsum und damit der Futtergetreideverbrauch reagieren hier sensibel.
Zum Zweiten bestimmt das allgemeine Wirtschaftswachstum stark den Rohölpreis. Und wegen der gegenseitigen Ersetzbarkeit in Treibstoffen hängen insbesondere die Mais- und Sojanotierungen auch eng mit den Rohölnotierungen zusammen. Sojaöl ist weltweit der wichtigste Rohstoff für Biodiesel.
Und zum Dritten bestimmen die Schwankungen der Wechselkurse zwischen Euro und US-Dollar, wer auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger ist. Eine schwache Währung verbilligt Exporte relativ, kurbelt diese an und befestigt wiederum die Preise in der Landeswährung des Exporteurs.

US-Prognosen prägen die Märkte

Von den fundamentalen Marktdaten her lassen sich die marktbestimmenden US-Terminbörsen wie das Chicago Board of Trade (CBoT) stark von den monatlichen Berichten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zu den weltweiten Getreideversorgungsbilanzen (WASDE, World Agricultural Supply and Demand Estimates) leiten.
In seinem jüngsten WASDE-Bericht vom 12. Juni 2012 reduzierte das Washingtoner Agrarressort die Prognose für die Weizenernte der Welt 2012/13 gegenüber dem Mai um 5,50 Mio. Tonnen und die des Weizenangebots um 6,97 Mio. Tonnen.
Ursache dafür sind kleinere Ernteerwartungen in Exportländern wie Russland, der EU, Türkei und den USA. Die Ernte 2012/13 wird mit 672 Mio. Tonnen das Vorjahresergebnis von 694 Mio. Tonnen um drei Prozent verfehlen.

Wieder mehr Mais in den Futterrationen

Aber auch der Verbrauch wird im Monatsabstand um 4,6 Mio. Tonnen – ebenso wie um 14 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr – im Minus erwartet, weil die Nachfrage sowohl nach Futter- als auch nach Brotweizen gegenüber 2011/12 abnehmen soll. Eine Ursache dafür liegt auch darin, dass 2012/13 der reichlicher vorhandene – und möglicherweise gegenüber Weizen wieder billigere – Mais verstärkt in die Futterrationen zurückkehren wird.
Dennoch bleibt in der globalen Weizenbilanz ein Negativsaldo von 9,8 Mio. Tonnen. Allerdings bleibt die Versorgungslage mit einem Anteil der Endlager am Verbrauch von gut 27 Prozent komfortabel.
Anders ist die Situation beim Mais: Hier revidierte das USDA seine Ernteerwartung im Juni im Vergleich zum Mai um 4,15 Mio. Tonnen auf den Rekordwert von 949,93 Mio. Tonnen nach oben. Innerhalb der EU dürfte nach derzeitigem Stand insbesondere Ungarn mehr Mais erzeugen.
Zwar soll 2012/13 auch der Verbrauch stärker als bisher angenommen zulegen, dennoch erlaubt aber die kommende Maisernte einen Aufbau der weltweiten Endlager um 26,55 Mio. Tonnen auf 16,87 Prozent des Verbrauchs. Damit bleiben die globalen Maisreserven weiterhin eher knapp und unter der für die Preisbildung magischen Schwelle von 20 Prozent.

Christian Posekany, AIZ

© BZ/FG

 

Getreidemarkt KW 26/2012: “Wettermärkte” ziehen an – Sorge um Italien 28. Juni 2012

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft , einen kommentar schreiben

Die ersten Druschergebnisse aus der neuen fielen teils erwartungsgemäß schwach aus, teils liegen sie über den Erwartungen.

Die Wettermärkte bestimmen die internationalen Börsen. Hitze und Trockenheit im Schwarzmeer-Raum trieben zu Wochenbeginn die Notierungen an den Terminbörsen.

Um die Restlager aus der Ernte 2011 ist es auf dem österreichischen Kassamarkt völlig ruhig geworden. Die Weizengeschäfte neuer Ernte sind nach ersten Abschlüssen wieder zum Erliegen gekommen. Dementsprechend leer präsentierte sich am Mittwoch der vorigen Woche das Kursblatt der Wiener Produktenbörse.

Stabil hielten sich lediglich Raps und Sonnenblume der Ernte 2012. Vom Weizenmarkt heißt es, bei italienischen Abnehmern herrsche wegen der Wirtschafts- und Eurokrise eine gedrückte Stimmung, obendrein seien etliche zur Stammkundschaft zählende Mühlen auch von den Erdbeben in Oberitalien stark betroffen. Die Preisvorstellungen zwischen heimischen Anbietern und italienischen Kunden lägen zurzeit um die Frachtkostendifferenz auseinander.

Heimische Ernte gestartet

Indes startete in Österreich die Ernte 2012 mit dem Drusch von Wintergerste an frühreifen Standorten. Die traditionell als erste beginnende Parndorfer Platte im Nordburgenland ist von leichten, seichtgründigen und schottrigen Böden gekennzeichnet und dementsprechend mager sollen dort nach der Trockenheit vom Herbst bis ins Frühjahr die Erträge ausfallen.

Erste Druschergebnisse aus dem tiefergründigen Weinviertel sprechen dagegen von Erträgen, die über den Befürchtungen liegen sollen. Experten tun sich damit immer schwerer und werden vorsichtiger, Ernteprognosen abzugeben und zu schätzen, wie viel Minderertrag Auswinterung, Dürre und Frühjahrsfrost heuer tatsächlich verursachen werden.

Bei Sommerbraugerste ist von schlechter Sortierung und überhöhten Proteinwerten zwischen elf und 14 Prozent zu hören, die wahrscheinlich Sonderlösungen für die Verwendung in der Malzindustrie notwendig machen.

Christian Posekany, AIZ

 

Aktuelle Weizenpreisnotierung in Paris; in Wien zurzeit keine Notierungen © Grafik: BZ/FG

Agrarstrukturerhebung 2010 1. Juni 2012

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft , einen kommentar schreiben

20 Prozent weniger land- und forstwirtschaftliche Betriebe als 1999; Trend zu größeren Betrieben hält an

Relative Zunahme an Haupterwerbsbetrieben

Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2010, einer von der Statistik Austria durchgeführten Vollerhebung (Stichtag 31. Oktober 2010), die am Donnerstag, 31.5.2012 präsentiert wurde, wurden 173.317 land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Österreich gezählt. Im Vergleich zur letzten Vollerhebung im Jahr 1999 bedeutet dies einen Rückgang um 44.191 Betriebe (-20,3%). Im Jahr des EU-Beitritts (1995) wurden in Österreich noch 239.099 Betriebe bewirtschaftet, seitdem reduzierte sich die Betriebsanzahl um 65.782 (-27,5%).


Trend zu größeren Betrieben

Die österreichische ist, wie aus der Erhebung hervorgeht, nach wie vor auch im EU-Vergleich klein strukturiert. Dennoch hält der Trend zu größeren Betriebseinheiten ungebrochen an: Wurde 1995 von einem Betrieb im Durchschnitt eine Gesamtfläche von 31,5 ha bewirtschaftet, so waren es 2010 bereits 42,4 ha. Ähnlich verlief die bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche, wo eine Steigerung von 15,3 ha auf 18,8 ha festgestellt werden konnte.

Betrachtet man die Kulturfläche gegliedert nach Größenklassen, zeigt sich, dass 124.797 Betriebe (72,0%) weniger als 30 ha bewirtschafteten. Bei lediglich 7.617 Betrieben (4,4%) konnte eine Fläche von mehr als 100 ha ermittelt werden. Die stärkste Zunahme von Betrieben verzeichneten die Klassen von 50 bis unter 100 ha mit 38% (1995: 11.716; 2010: 16.118) bzw. von 100 bis unter 200 ha mit 39% (1995: 3.668; 2010: 5.108). Hingegen wurde in der Klasse von unter 5 ha der stärkste Rückgang (-47%) festgestellt.

Auch bei der Tierhaltung ist der Trend zu immer größeren Einheiten zu beobachten: So hielt ein österreichischer Landwirt im Jahr 2010 im Durchschnitt 28 Rinder, während 1995 die durchschnittliche Herdengröße noch bei 20 Tieren lag. Und auch bei den anderen Tierarten wurden z. T. deutlich größere durchschnittliche Bestände ermittelt: So stieg dieser bei Schweinen von 35 auf 85 Tiere, bei Schafen von 18 auf 27 und bei den Ziegen von 4 auf 8 Tiere.

Betriebsstruktur

Von den 173.317 Betrieben wurden 39% im Haupterwerb und 54% im Nebenerwerb (gesamte Arbeitszeit des Betriebsinhaberehepaars über bzw. unter 50%) geführt. Bei den restlichen 7% handelte es sich um Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 1995 34% aller Betriebe im Haupterwerb und 63% im Nebenerwerb geführt. Der Anteil an Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen betrug 3%.

Insgesamt waren 420.805 Personen (–29,0% gegenüber 1995) in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt, darunter 349.593 oder 83,1% familieneigene Arbeitskräfte. Ein Drittel der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe wurde von Frauen geleitet; 1995 lag der Anteil lediglich bei 27%.

Als Bergbauernbetriebe wurden 66.519 Betriebe (38,4%) eingestuft, und 21.180 Bewirtschafter (13,8%) gaben an, ihren Betrieb nach biologisch anerkannten Kriterien zu führen.

64.102 oder 37% der Betriebe befassten sich schwerpunktmäßig mit der Rinderhaltung, 46.564 (26,9%) mit der Forstwirtschaft und 21.390 (12,3%) waren Marktfruchtbetriebe.

Für die 172.650 Betriebe mit Flächenbewirtschaftung (667 Betriebe waren ohne Fläche) wurde eine Gesamtfläche von 7.347.535 ha ermittelt. 46,4% entfielen auf forstwirtschaftlich genutzte Flächen, 19,6% auf Dauergrünland und 18,7% auf Ackerland. 109.118 Betriebe (63,0%) hielten Nutztiere.

Im Jahr 2010 erwirtschaftete ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb in Österreich im Durchschnitt einen Standardoutput von 39.327 Euro.

37,2% der Betriebe erwirtschafteten ein zusätzliches Einkommen aus Nebentätigkeiten wie Urlaub am Bauernhof, Verarbeitung und Verkauf landwirtschaftlicher Produkte, etc.

Wlodkowski: Starker Rückgang bei Betrieben in Ackerbaugebieten

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, stellte zu den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2010 fest, dass besonders betroffen vom Rückgang die Betriebe in den Bundesländern Wien mit minus 20,2 %, Burgenland mit minus 12,3 % und Niederösterreich mit minus 9,2 % waren. Betrachte man die Betriebsarten, so seien Wein- und Obstbaubetriebe mit minus 20,2 % am meisten zurückgegangen, gefolgt von Marktfrucht-, also erzeugenden Betrieben, mit minus 9,4 % und Futterbaubetrieben mit minus 8,8 %. Die geringsten Rückgänge seit 2007 verzeichneten die Bundesländer Salzburg mit minus 2,4 %, Kärnten mit minus 3,9 % und Tirol mit minus 4,2 %. „Während es also im Berg- und benachteiligten Gebiet gelang, die Betriebe mit Hilfe des Bergbauern- und des Umweltprogrammes relativ konstant zu halten, führten Marktdruck und technischer Fortschritt im Ackerbaugebiet zu einem verstärkten Strukturwandel”, sagte Wlodkowski.

Auffallend sei, so der LKÖ-Chef, auch der Strukturwandel im Bereich der Viehhaltung. So sank die Anzahl der Rinderhalter seit 1995 um 38 %, der Rinderbestand reduzierte sich um 13 %. Der durchschnittliche Rinderbauer hielt 1995 20 Tiere pro Hof, 2010 waren es 28 Stück. Bei den Kühen ging die Zahl der Kuhhalter seit 1995 um 40 % zurück, der Kuhbestand sank um 12 %. Der durchschnittliche Kuhstall beherbergt heute 12 Kühe, 1995 waren es 8. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Strukturwandel bei den Schweinebauern. Ihre Zahl sank seit 1995 um 64 %, die Tiere wurden um 12 % weniger. Der durchschnittliche Schweinebauer hält heute 85 Tiere, 1995 waren es 34.

“Diese Zahlen zeigen, dass auch in der Tierhaltung, also in der Milcherzeugung und in der Mast, eine Spezialisierung stattgefunden hat. Der Druck vom Markt, der durch den offenen Binnenmarkt und die großen Lebensmittelketten bestimmt wird, verlangt nach schlagkräftigeren Einheiten. Das spiegelt sich in der nun präsentierten Statistik wider“, betonte Wlodkowski.

Erhebung EU-weit

Für die Agrarstrukturerhebung 2010 wurden von der Statistik Austria mittels Online-Fragebogen bei allen Land-und Forstwirten in Österreich die Betriebsdaten erhoben. Die Agrarstrukturerhebung 2010 war nach 1999 wieder eine Vollerhebung. In den Jahren 2003, 2005 und 2007 wurden nur Stichproben-Erhebungen durchgeführt.

Ziel der Agrarstrukturerhebung 2010 waren Informationen zur Struktur der heimischen Land- und Forstwirtschaft und deren Entwicklung. Da eine solche Erhebung in allen EU-27 Ländern durchgeführt worden ist, sind die Daten auch auf EU-Ebene vergleichbar. Die Ergebnisse sollen nun eine Grundlage für zukünftige agrarpolitische Entscheidungen, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, bilden.

Kenndaten Agrarstrukturerhebung 2010

Sammlung gebrauchter Siloballenfolie zur Weiterverwendung als wertvoller Rohstoff. 4. Mai 2012

Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , einen kommentar schreiben

„Wir leben . Die fachgerechte Entsorgung und die Zuführung zur Wiederverwertung ist daher selbstverständlich für uns“, so Geschäftsführer Mag. Johannes Weiß.

Seit Jahren sammelt der in der Region gebrauchte Silofolie. Die Sammlung erfolgt heute in Säcken, für die der Bauer in den Standorten 3.50 Euro pro Stk. bezahlt – als Unkostenbeitrag für dieses System. Etwa 30 gebrauchte Folien finden in so einem Sack Platz. Gesammelt werden die vollen Säcke an zehn Sammelstellen im Genossenschaftsgebiet – im Frühjahr und im Herbst. Auf diese Weise kommen bis zu 300 Tonnen Folienmaterial pro Jahr zusammen.

Entscheidend ist die gute Qualität der Folienabfälle. „Die Folien werden besenrein gesammelt und übergeben, also ohne Erde und Silagerückstände“, erklärt Peter Wiener, der die Sammlung in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring und dem Recyclingunternehmen organisiert. Nur mit einer guten Qualität ist auch der Absatz gesichert. In Folge werden die Folien eingeschmolzen, das daraus gewonnene Plastikgranulat wird bei der Herstellung neuer Produkte – etwa Lärmschutzwände – beigemischt.

Silofoliensammlung beim Landring Birkfeld: http://youtu.be/UygQNGfsiHI