Almland-Landring Gruppe blickt mit viel Optimismus in die Zukunft 18. Juni 2013
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1 v.l.n.r.: Obmann ÖR Johann Pretterhofer, Stefan Mayerhofer (Vorstandsdirektor der Raiffeisenware Austria), Mag. Heinrich Herunter (Verbandsdirektor Raiffeisenverband Steiermark), Mag. Johannes Weiß (Geschäftsführer), Josef Haider (Aufsichtsratvorsitzender)
Nicht nur die operativen Ergebnisse vom vergangenen Jahr wurden bei der Generalversammlung der Almland/Landring Gruppe am 13. Juni in Weiz betrachtet, sondern vor allem auch die Bedeutung der Ergebnisse und die Herausforderungen für die Zukunft.
Obmann ÖR Pretterhofer lieferte die Zahlen und Fakten aus der Milchwirtschaft (Berglandmilch). In den ersten vier Monaten 2013 sank die Milchanlieferungsmenge. Besonders erfreulich ist die hohe Milchqualität der LieferantInnen aus dem Weizer Gebiet. Dann ging er in seinem Referat auf die gestiegenen Anforderungen an die beschäftigten MitarbeiterInnen ein: „Ich ermutige euch, den täglichen Erfolgserlebnissen die gebührende Bedeutung zu geben!“.
Geschäftsführer Mag. Johannes Weiß präsentierte die Ergebnisse 2012: 86,3 Millionen Euro Umsatz und 423.000 Euro EGT. Unter anderem wurden über 2 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung der Standorte investiert. „Die Eigenkapital-Quote, im Jahr 2007 noch bei 28,4%, liegt jetzt bei 40,4%. Mit dieser hohen Eigenkapital-Quote ist unsere Genossenschaft auch in wirtschaftlichen schwierigeren Zeiten ein finanziell stabiler und sicherer Partner für die Landwirtschaft und für die Kunden in der Region und natürlich auch ein sehr interessanter Partner für die Wirtschaft.“, führt GF Weiß aus.
Dass die Almland/Landring Gruppe viel Grund hat optimistisch in die Zukunft zu blicken, unterstreicht sowohl GF Weiß als auch die Gastredner Verbandsdirektor Mag. Heinrich Herunter vom Raiffeisenverband Steiermark und der Vorstandsdirektor der Raiffeisenware Austria Stefan Mayerhofer.
Johannes Weiß: „Die Lagerhäuser waren die Erfinder der Einkaufszentren, wir waren schon immer multifunktionaler Nahversorger im ländlichen Raum mit breitem Sortiment, mit allem was die Menschen für´s Wohnen und Arbeiten brauchen. Was uns unterscheidet sind die Geschäftsgrößen, und unsere Bescheidenheit in der Architektur – wir brauchen keine Glaspaläste.“ Auch
Direktor Mayerhofer verstärkt diesen Optimismus: „Die Lagerhäuser müssen sich keine Sorgen machen um die Zukunft – ihr Geschäft beschäftigt sich mit den Bedürfnissen des täglichen Lebens – das hat immer Zukunft!“. Direktor Herunter weist in seinen Grußworten besonders auf den Wert der Unternehmensform der Genossenschaft hin: „Weltweit beziehen 3 Milliarden Menschen Ihre Nahrungsgrundlage von Genossenschaften, in der Steiermark ist statistisch gesehen jeder zweite Steirer Mitglied einer Genossenschaft.“ Er appelliert an die Macht der KonsumentInnen, durch Ihr
Bekenntnis zu Genossenschaften das genossenschaftliche System „Menschen für Menschen“ zu unterstützen.
Für ihren jahrelangen Einsatz als Funktionäre in der Almland/Landring Genossenschaft wurde Eduard Baumegger , Franz Harrer, Stefan Harrer, Josef Haider vom Raiffeisenverband Steiermark die Raiffeisen Ehrennadel in Bronze verliehen. Dir. Herunter und Obmann ÖR Pretterhofer bedankten sich für die Einsatz, die gute Zusammenarbeit und die Verlässlichkeit, den Einsatz für die Menschen in der Region und in der Landwirtschaft.
Weitere Fotos von der Generalversammlung: http://www.landring.at/events/fotogalerie/
Nachhaltig, sparsam, umweltbewusst – und so bunt wie der LANDRING ist das neue LANDRING Dienstauto! 10. Juni 2013
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Das neue LANDRING Dienstauto für den Bereich Haus und Garten übergab Herbert Mauerhofer vom Autosalon Pichler an Gabriele Wachmann (Haus & Garten – LANDRING).
Es gab mehrfach Grund zur Freude – zum einen ist der neue Fiat Punto mit seiner frischen, blumigen Beklebung von Werbegestaltung Wilfling ein echter Hingucker – Gabi Wachmann genießt seither oft die „Vorfahrt“ bei AutofahrerInnen, denen das freundliche Auto ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Zum anderen ist der kleine Flitzer ein „Erdgasauto“. Erdgas ist ein sauberer Kraftstoff, weil so gut wie kein Feinstaub und kaum Treibhausgas bei der Verbrennung produziert werden.
Der Energiegehalt von einem Kilogramm entspricht einem Energiegehalt von 1,3 lt. Diesel oder sogar 1,5 lt. Benzin. Dazu kommt noch der fürs Geldbörserl günstige Aspekt, dass 1 Kilogramm Erdgas günstiger ist als 1 Liter Benzin oder Diesel. „Auch die Reichweite ist kein Problem, denn Erdgasfahrzeuge haben 2 Treibstofftanks, somit wird bei den meisten Modellen die Reichweite sogar höher als bei reinen Benzinfahrzeugen.“, so Manfred Pichler (Autosalon Pichler).
Werner Flicker, zuständig für die LANDRING Tankstellen: „Auch das Tankstellennetz für Erdgas ist in Österreich in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Ende 2012 waren über 170 öffentlichen Tankstellen mit CNG-Zapfsäulen in Betrieb. Schon längst ist es kein Problem mehr, Österreich von Wien bis zum Bodensee mit reinem Erdgasantrieb zu durchqueren. Und in Weiz gibt es das Erdgas bei der LANDRING Shell Tankstelle in der Gleisdorfer Straße.“
Noch mehr Infos unter:
http://www.landring.at/tanken/sparen-beim-fahren/
http://www.autosalon-pichler.at/
Die ganze Welt in Lila – Lavendel beruhigt die Seele. 22. Mai 2013
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Mit seinen lauen Blüten und dem wunderbaren Duft verführt
und betört Lavendel schon seit jeher die Menschen. Die filigran wirkenden Pflanzen
mit ihren zarten Blütenständen und den silbrigen Blättern wirken auf die
meisten Menschen wie sanfte Seelenstreichler.
Lavendel ist meistens winterhart und stellt keine großen
Ansprüche an den Boden und die Pflege. Am
liebsten ist dem Lavendel ein sonniger Standort, ein durchlässiger Boden
und ein Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt. Im Spätsommer, wenn die Blütezeit
zu Ende geht, sollte der Lavendel über dem alten Holz um die Hälfte oder ein
Drittel der Pflanzenhöhe zurückgeschnitten werden. Das fördert ein buschiges
Wachstum und garantiert sanfte Seelenstreicheleinheiten auch im nächsten Jahr,
manchmal schon im Herbst. Es gibt zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten mit
Lavendel in Beeten, Töpfen, als Randbepflanzung von Gartenwegen oder in Kombination mit Rosen
auch den verführerischen Duft, der nicht nur die Menschen betört, sondern ganze
Bienen- und Hummelschwärme in den Garten lockt. Nicht jeder ist vom wunderbaren
Duft- und Farbenspiel des Lavendels begeistert, es gibt auch Lebewesen, wie Ameisen,
Läuse und Schnecken, die Lavendelbeete aufgrund des Dufts meiden. Und das zur
Freude eines jeden Gärtners.
Viele Menschen schätzen auch die Heilkraft des Lavendels.
Lavendeltee aus Blüten wirkt bei Einschlafstörungen, Unruhezuständen, nervöser
Erschöpfung, Herzklopfen und Nervenleiden. Lavendelblüten haben krampflösende,
blähungs- und gallentreibende Eigenschaften. Lavendelblüten im Duftsäckchen zur
Wäsche gelegt, halten Motten fern. Ein Schlaf-Kräuter-Kissen mit Lavendelblüten
sorgt für einen tiefen, erholsamen Schlaf. Ätherisches Lavendelöl hilft bei
kleinen Verletzungen und Verbrennungen, zum Einreiben bei rheumatischen Leiden
und als Badezusatz bei Kreislaufbeschwerden. Er wirkt antibakteriell und eignet
sich daher als Ersatz für chemische Desinfektionsmittel.
Lavendelkekse:
180 g Staubzucker, 250 g Butter, 375 g Mehl, 1 EL getrocknete Lavendelblüten
Butter und Zucker schaumig rühren, Mehl und Lavendelblüten untermischen. Alles
zu einem glatten Teig kneten. Auf einem
mit Mehl bestäubten Brett dünn ausrollen. Mit hübschen Förmchen ausstechen. Backpapier auf ein Backblech legen und die
Plätzchendarauf verteilen. Bei 160°C goldgelb backen. Auskühlen lassen und mit
Puderzucker bestäuben. Besonders gut sind
die Plätzchen mit Heidelbeermarmelade gefüllt.
Ziegenfrischkäse:
1 mittlere Zwiebel, Olivenöl, 2 EL Mandelblättchen, 1-2 TL getrocknete
Lavendelblüten, 250 g Ziegenfrischkäse, 1 TL Honig, 1 TL Kräuter der Provence,
Salz
Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig dünsten,
auskühlen lassen. Mandelblättchen grob hacken, leicht anrösten, ebenfalls
auskühlen lassen. Lavendelblüten leicht zerreiben, dann entfaltet sich das
Aroma besser. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen, mit Salz abschmecken
und im Kühlschrank ca. eine Stunde durchziehen lassen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Lavendel
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/lavendel.htm
Insekten als Nützlinge und als Helferleins im biologischen Hausgarten 14. Mai 2013
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Nützlinge sind Tier, die Pflanzen, Obst und Gemüse von Schädlingen vorbeugend freihalten oder befreien. Dabei ist es natürlich imme reine Frage der Sichtweise, wer nützlich und wer schädlich ist. So frisst beispielsweise der Ohrwurm Blattläuse und andere kleine Insekten, knabbert aberauch gern an Nutz- und Zierpflanzen.
Wenn man im Hausgarten Schädlinge chemisch bekämpft sollte man überlegen, ob der Schaden wirklich so groß ist, dass man gleich eingreifen muss, oder ob der so genannte Schädling nicht als Futter viele andere nützliche und gern gesehen Tiere in den Garten lockt. Nützliche Insekten finden sich von selbst im Garten ein, wenn ausreichend Futter und Lebensraum vorhanden ist. In naturnahen Gärten ist das gut möglich. Es ist wichtig, vielfältige Lebensräume und Strukturelemente im Garten zu schaffen. Wenn Nützlinge nicht von selbst einwandern, kann nachgeholfen werden, indem man sie z.B. durch Blühpflanzen anlockt und Ihnen Schlaf- und Brutplätze zur Verfügung stellt:
Die Wildkräuter, Feldblumen und Gräser einer Blumenwiese bereichern nicht nur unseren Lebensraum, sind sich auch ein gern genutzter Tummelplatz für viele Insekten. Wiesenfalter fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf Wildblumen- und Wildkräuter. Doldenblütler sind ein begehrter Tummelplatz für Leuchtkäfer, deren Larven Nacktschnecken fressen, sowie für Schlupfwespen
(sie parasitieren z.B. Kohlweislingsraupen) und Schwebfliegen. Wichtig ist es, ältere Grasbüschel und hohle Stängel über den Winter stehen zu lassen. Diesen dienen Nützlingen wie Marienkäfern und Schlupfwespen auch als Winterquartier. Samenkapseln sind im Winter eine nette Abwechslung im kargen Nahrungsangebot. Der Traum des Naturgärtners von einer prachtvollen Blumenwiese mit Salbei, Glockenblumen, Wegwarte etc. ist nicht immer leicht umzusetzen. Die Wildblumenwiese braucht Platz (mind. 100 m2) und entwickelt sich in ihrer speziellen Blütenpracht meist nur auf mageren, sonnigen Plätzen mit ausreichend Niederschlag
Leicht umsetzbar ist die einfache Aufwertung des Rasens, in dem Sie wieder Wildkräuter wie z.B. Gänseblümchen, Löwenzahn und Klee gedeihen lassen. An einzelnen aufgeharkten Stellen können Sie noch geeignete Blumensamenmischungen einsäen. Eine Schmetterlings- und Insekteninsel lässt sich auch ganz einfach auf ein bis zwei Beeten mit spezieller Wildblumensamenmischung anlegen.
Gönnen Sie Ihren Nützlingen ruhig ein „wildes Eck“ – einige „unberührte“ Flecken in Ihrem Garten. Hier können sich langfristig so manche Wildpflanzen ansiedeln und entwickeln. Sollte es Ihnen zu lange dauern, können Sie durch Pflanzungen von Wildkräutern, wie Johanniskraut, Eisenkraut etc. nachhelfen. Auch die viel geschmähte Brennnessel findet hier ihr ungestörtes Zuhause (Kennen Sie Brennesselspinat – eine Köstlichkeit!). Das „wilde“ Ecke wird viele Insekten und Schmetterlinge begeistern.
Es ist nicht in jedem Garten möglich, alle Biotopformen zu integrieren und so optimale Lebensbedingungen für zahlreiche Tierarten zu schaffen. Hier könne Sie unterstützend eingreifen, indem Sie selbst gebaute Unterkünfte zur Verfügung stellen. Mit Insektennisthilfen wird versucht, hohle Baumstämme, Totholzhaufen, Schuppen etc. zu ersetzen. Diese sind leicht selbst zu basteln und werden am besten an Südwänden oder auf der Südseite von Bäumen regen- und windgeschützt aufgestellt oder aufgehängt:
- Rundholzscheibe aus witterungsbeständigem Holz (Buche, Eiche), ca. 30 cm dick, mit verschieden großen und langen Löchern, leicht schräg nach oben verlaufend.
- Strohhalme und Bambusröhren bündeln: Brutröhren aus ca. 10 cm langen an einer Seite geschlossenen, gebündelten Bambusröhrchen.
- Gebündeltes Totholz
- Insektennistholz aus einem rechteckigen Hartholzblock, 10 cm dick, mit Löchern von 2 bis 10 mm Durchmesser
- Hohlblockziegel
- Ein Blumentopf, mit Holzwolle oder Stroh gefüllt, wird zur Besiedelung mit Ohrwürmern unter Sträuchern oder in der Wiese aufgestellt oder verkehrt am Baum mit Astanschluss aufgehängt
- Ein mit Heu gefüllter und umgekehrt vergrabener Blumentopf wird von Hummeln gern genutzt.
Natürlich gibt es diese Insektenhotels auch im Handel – www.landring.at – in verschiedenen Formen.
Beispiele für nützliche Insekten im Garten sind:
Die Gemeine Florfliege
Die Gemeine Florfliege ist eine von ca. 30 weiteren Florfliegenarten in Mitteleuropa, von denen viele räuberisch leben. Die Larven der Gemeinen Florfliege sind sehr gefräßige Räuber. Sie ergreifen Beutetiere mit ihren hakenförmigen Saugzangen und saugen sie aus. Eine Larve kann bis zu 50 Blattläuse am Tag und bis zu 50 Spinnmilben pro Stunden fressen. Heimisch machen kann man die Gemeine Florfliege durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und durch Bereitstellung von Verstecken im Garten (Bäume, Laubhecken, Sträucher, hohle Stängel) und Futterplätze für erwachsene Insekten (z-B. Blütenhecken, Blumenwiesen). Zusätzlich kann man ihr Überwinterungshilfen anbieten – Schlupfwinkel in Schupfen,Scheunen, Häusern, Dachböden. Die Florfliege wirkt gegen pflanzensaugende Kleininsekten, Schmierläuse und Spinnmilben an Gemüse und Zierpflanzen in Gärten, Glashäusern, Gewächshäusern, Wintergärten und auf Zimmerpflanzen.
Großes und Kleines Glühwürmchen (Leuchtkäfer, Johanniskäfer)
Die Larven fressen Nackt- und Gehäuseschnecken. Diese werden mit Giftbissen überwältigt, oft meterweit bis zu einem Fressplatz fortgeschleppt (z.B. Laubhaufen) und dann langsam verspeist.
Förderung:
- Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel! (Insektizide, Herbizide, Schneckenkorn) Für die mehrjährige Larvenentwicklung werden je nach Größe unterschiedlichste Schneckenarten als Futter benötigt.
- Grundsätzlich nur fördern, wo sie schon vorhanden sind, Umsiedeln ist erfolglos, weil die Larvenentwicklung mehrjährig ist und Schwankungen auftreten.
- Ein Mosaik von Kleinstrukturen anbieten, z.B. Trockensteinmauern, Stein und Asthaufen, offene Flächen, Laubhecken – Nicht düngen, Glühwürmchen (und andere Lebewesen) bevorzugen magere Wiesen. Krautsäume stehen lassen.
- Keine Motorsensen verwenden, sie zerstören die erwachsenen Tiere.
- Künstliche Beleuchtungen und Leuchtdauer reduzieren, sie irritieren die Männchen
Laufkäfer
Laufkäfer fressen große Mengen (bis 3faches eigenes Körpergewicht!) an Schadinsekten und deren Puppen, Larven, Raupen, je nach Art auch Schnecken, Drahtwürmer, Engerlinge, auch kleine Käfer, zum Beispiel Kartoffelkäfer. Bei einigen Arten werden den Beutetieren Verdauungssäfte injiziert und es wird der vorverdaute Nahrungsbrei aufgenommen. Auch Laufkäferlarven leben räuberisch und vertilgen beispielsweise Schneckeneier.
Förderung:
- Schonung durch Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel!
- Schaffen Sie feuchte und schattige Unterschlupfmöglichkeiten, Laub- und Holzhaufen, Steinhaufen, Wildsträucherhecken und artenreiche Wiesen. Sie bieten Laufkäfern Schutz und Nahrung.
Marienkäfer
Ein erwachsener Siebenpunktmarienkäfer frisst pro Tag durchschnittlich 150 Blattläuse, seine Larve in ihrer mehrwöchigen Entwicklungsphase bis zu 800.
Förderung:
- Schonung durch Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel. Vor allem im Frühling sind Marienkäfer auf Blattläuse als Nahrung angewiesen. Ihre Vermehrung hängt vom Nahrungsangebotab. Eine frühe Spritzung schädigt die Marienkäfer stärker und länger als die Blattläuse.
- Viele Blattlausarten findet man im Frühling an heimischen Heckensträuchern und Wildkräutern, wie etwa Brennnesseln; diese werden zur Entwicklung einer ausreichend großen Marienkäferpopulation für den Sommer benötigt.
- Geeignete Überwinterungsmöglichkeiten anbieten: Hecken, Steinhaufen, Totholz, Schupfen, Wiesen u.ä.
Ohrwürmer
Ohrwürmer sind Allesfresser (Tiere, Pflanzen, Pilze), bevorzugen aber tierische Nahrung wie Blattläuse, Blutläuse, Spinnmilben, Insekteneier und andere kleine Insekten. Junge Ohrwürmer können pro Nacht bis zu 50 Blattläuse fressen, ausgewachsene bis zu 120. Bei Nahrungsmangel knabbern sie auch beschädigte Früchte, Knospen und weiche Blätter an, richten insgesamt aber viel weniger Schaden an, als sie Nutzen bringen.
Förderung und Einsatzmöglichkeit:
- Schonung durch Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel!
- Ohrwurmtöpfe als Tagesverstecke anbieten: Blumentöpfe mit Holzwolle, Heu oder Moos locker füllen und umgekehrt an Bäume hängen, auf Zaunpfosten stecken oder am Boden aufstellen. Die hängenden Töpfe müssen an den Bäumen Stamm oder Äste berühren. Die Holzwolle jährlich wechseln.
- Mit diesen Töpfen kann man die Ohrwürmer leicht zu befallenen Obstbäumen umsiedeln bzw. von Zierpflanzen wie Dahlien und Erdbeeren wegbringen. Zierpflanzen kann man mit Rainfarntee vor den Ohrwürmern schützen.
Schlupfwespe
Schlupfwespen sind hochspezialisierte Parasiten. Einige legen ihre Eier mit Hilfe eines Legebohrers im Körper von Schmetterlingsraupen, Blattwespen, Fliegen- und Käferlarven ab. Andere Arten legen die Eier an der Außenseite des Wirtes ab, deren schlüpfende Larven suchen sich einen Weg in den Wirtskörper und fressen ihn auf. Schlupfwespen parasitieren auch Schadinsekten in Gespinsten oder in Holz.
Förderung:
- Schonung durch Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel!
- Doldengewächse, Stauden und Brennnesselbestände im Ackerrandbereich bzw. ein Brennnesseleck im Garten sind Strukturen, wo Schlupfwespen Unterschlupf finden.
- Anpflanzung von Hecken
- Unterwuchs und Waldsaumgesellschaften zulassen, Mischwälder fördern
Wenn Sie Nützlinge in Ihrem Garten finden, können Sie diese selbst umsiedeln, z.B. indem Sie ein Blatt mit Marienkäfern und Larven zu einer Pflanze mit Blattlausbefall bringen oder besiedelte Ohrwurmtöpfe aufhängen.
Beim Nützlings Einsatz dauert die Zeit bis zum Erfolg etwas länger, es stellt sich jedoch dafür ein langfristiges Gleichgewicht ein.Noch mehr Infos zum Thema:
http://www.umweltbildung.umweltberatung.at
http://images.umweltberatung.at/htm/NaturNischeHausgarten-brosch-garten.pdf
http://www.landring.at/haus-und-garten/effektive-mikroorganismen - www.multikraft.com
… und in allen LANDRING Lagerhäusern - www.landring.at/unsere-standorte
Rhododendren – jetzt düngen und die Blütenpracht bewundern! 18. April 2013
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten , einen kommentar schreibenRhododendren – Blütenpracht für Ihren Garten!

Rhododendren sind unter den ersten prächtigen Farbtupfern in unseren Gärten! Die Anlage und Pflege ist einfach und erfreut Sie jahrelang.
Eine gute Planung einer Rhododendrenanlage zahlt sich aus:
Ein großes Moorbeet ist empfehlenswert wenn Sie in Zukunft im Garten weniger arbeiten und mehr genießen möchten. Denn bei richtiger Anlage macht ein großzügiger Rhododendrenbereich später so gut wie überhaupt keine Arbeit, wirkt jedoch trotzdem immer ordentlich und kann bei sorgsamer Bepflanzung von Ende April bis Ende Juni durchaus seine wetterunabhängige, prachtvolle Blüte begeistern. Um ein harmonisches Bild zu erzielen, das einem später alljährlich viel Freude und nur minimale Arbeit bereitet, müssen Sie aber unbedingt gestaffelt nach Größe pflanzen, was eine gründliche Planung voraussetzt. Zu den vielen guten Eigenschaften der Rhododendren gehört, dass sich aufgrund des sehr kompakten Wurzelgeflechtes selbst große Pflanzen praktisch jederzeit versetzen lassen, sodass Anfängerfehler oder Fehleinschätzungen keineswegs irreparabel sind.
Standort:
Der Rhododendron ist eine Pflanze lichter Wälder und nur wenn Sie dies Standortverhältnisse im Garten schaffen, werden Sie Erfolg haben. Der ideale Standort ist leicht beschattet, zu schattig sollte es aber trotzdem nicht sein, sonst werden weniger Knospen gebildet.
Bodenvorbereitung:
Der ideale Boden ist locker, luftdurchlässig, speichert Feuchtigkeit, ohne dass Staunässe entsteht und ist vor allem eines – leicht sauer. Zuerst ist ein mindestens 50 cm tiefes Loch auszuheben, aber nicht nur ein Loch pro Pflanze, sondern großflächig. Vermischen Sie das Aushubmaterial etwa zur Hälfte mit leicht verrottetem Laub, gehäckseltem Gehölzschnitt, kompostierter Rinde, Fichtennadeln, Sägemehl, Sägespänen, kalkfreiem Sand und einigen Handvoll Hornspänen als Langzeitdünger. In den kommenden Jahren wandert in jedem Herbst das gehäckselte Laub als dicke Mulchschicht in den Rhododendren Bereich. Berechnen Sie bei der Bepflanzung eines Moorbeetes einen großzügigen Abstand ein, damit die Pflanzen später zwar in guter Nachbarschaft leben, sich aber nicht bedrängen. Die lückenhaften Anfangsjahre überbrücken Sie durch ein Unterpflanzung mit nicht zu dominanten Farnen, Funkien oder Schattengräsern.
Düngung:
Wenn die bereits im Herbst angelegten Blütenknospen aufzubrechen beginnen, ist die richtige Zeit, um den Rhododendron mit Nährstoffen zu versorgen. Dazu passt der eigene Rhododendren Dünger, aber auch mit Oscorna Produkten in Kombination mit Effektiven Mikroorganismen erreichen Sie den gewünschten Langzeiteffekt.
Schädlinge und Krankheiten:
Bei gesunden Pflanzen kommen kaum Schädlinge oder Krankheiten vor. Sollten Sie Besuch vom Dickmaulrüssler bekommen, erkennen Sie ihn an den ausgebuchteten Fraßstellen an den Blättern. Die Bekämpfung erfolgt am besten mit Nematoden oder mit Calypso zum Spritzen oder Agritox zum Spritzen oder Gießen.
Infos:
www.landring.at/haus-und-garten/pflanzen/insekten-pflanzenschutz/andere-schaedlinge
www.landring.at/haus-und-garten/effektive-mikroorganismen/
Den Wühlmäusen ein Schnäppchen schlagen – mit Heukartoffeln ;-) 23. August 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten, Landwirtschaft , einen kommentar schreibenIn manchen Gegenden Österreichs treiben Wühlmäuse derart wild ihr Unwesen, dass eine Erdapfelkultur sinnlos erscheint. Aber auch für diesen Fall gibt es eine Lösung – Heukartoffeln. Dabei werden die Setzkartoffeln anstatt ins Erdreich in altes Heu gelegt. Die Ernte ist dann ein Kinderspiel, die Groß und Klein Freude bereitet.
Bild 1: Ein wasserdurchlässiges Vlies, es kann auch ein gewöhnliches Bauvlies sein, wird im April aufgebreitet. Das Vlies schützt vor der Wühlmausplage. In wühlmausfreien Lagen ist ein Vlies nicht notwendig.
Bild 2: Altes Heu wird 20-30cm hoch aufgetragen und die Setzkartoffeln (am besten alte, bereits treibende Erdäpfeln aus dem Keller) ins Heu gelegt und mit Heu zugedeckt.
Bild 3: Beispiel für bestens geeignetes Material: abgestandenes Heu.
Bild 4: Nach wenigen Wochen durchwachsen die Knollen das Heu.
Bild 5: Nach der Blüte beginnt das Laub langsam braun zu werden.
Bild 6: Etwa im August beginnt das Laub in sich zusammen zu brechen – nun ist Erntezeit.
Bild 7: Beet nach dem Entfernen der oberen Heuschicht. Die Knollen sind auffallend sauber und für jeden Grillabend bestens geeignet. Ganz Raffinierte brennen das Heu ab und können dann gleich Bratkartoffeln genießen.
Bild 8: Die Ernte kann ohne jegliches Werkzeug erfolgen.
Bild 9: Entfernt man die obere Heuschicht, kommen die ersten Jungerdäpfeln zum Vorschein.
Bild 10: Das Vlies ließ die Wühlmäuse nur unterhalb ihr Unwesen treiben.
Ernteergebnis von etwa zwei Quadratmetern Heukartoffeln.
Hintergrundinformation:
Mit rund 320 Millionen Tonnen Weltjahresernte gehört der Erdapfel heute zu den Grundnahrungsmitteln. Im konventionellen, großflächigen Anbau kommen große Mengen an Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz und so zahlt es sich immer aus, ein paar Quadratmeter des Gartens für gesunde Lebensmittel zu opfern.
Steinreich im Garten – wie man mit Steinen den Garten gestalten kann 2. Mai 2012
Veröffentlicht von Landring in : Bauen & Baustoffe, Haus & Garten , einen kommentar schreiben
Im eigenen, individuell gestalteten Garten kann man sich eine Wohlfühloase zum Entspannen schaffen.So ist es von großer Bedeutung, dass jeder Garten speziell nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen angelegt und gestaltet wird.
Ob warme Natursteine, kühler Beton oder funktionelle Pflastersteine, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein breites Sortiment an Gartenbaustoffen bietet ihnen eine große Auswahl und somit die Möglichkeit, ihrem Garten eine einzigartige Form zu geben.
Eine Natursteinmauer fungiert zB als Grundstücksabgrenzung und macht auch optisch einen guten Eindruck.
Durch Beton-Pflastersteine und Pflasterklinker wird einfaches Pflastern möglich.
Unterschiedliche Pflastersteingrößen und –Formen ermöglichen abwechslungsreiche Verlegemuster.
Die Verlegung
- Mit den richtigen Tipps kann das Pflaster selbst vom Heimwerker rasch verlegt werden.
- Eine wesentliche Voraussetzung beim Pflastern ist der einwandfrei vorbereitete Untergrund. Dieser sollte aus einer wasserdurchlässigen, frostsicheren und robusten Tragschicht bestehen.
- Im Anschluss wird eine Bettung aus Kies, Splitt oder Brechsand eingebracht. Man kann aber auch Mörtel oder Beton für die Verlegung verwenden.
- Weiters ist es empfehlenswert, bei der Verlegung an einer geraden Seite zu beginnen.
- Wenn man auf eine harmonische Farbfläche Wert legt, sollte man Pflasterklinker aus mehreren Paketen mischen. Zum Schluss gilt es, die sorgfältige Verfüllung der Fugen zu beachten. Dadurch wird eine hohe Tragfähigkeit und Verbundwirkung der Pflasterfläche erreicht.
- Der Fugensand wird durch Benässung (mithilfe eines Gartenschlauches) eingeschlämmt.
Eine individuelle Beratung für die Verlegung ihrer Pflastersteine holen Sie sich am Besten bei einem unserer Landring Baustofffachberater: http://www.landring.at/bauen-und-baustoffe/ansprechpartner/
Hochbeet mit vielen Vorteilen! 4. April 2012
Veröffentlicht von Landring in : Haus & Garten , einen kommentar schreiben
Neben einem ebenerdigen Blumen- oder Gemüsebeet ist das Hochbeet eine besonders attraktive Alternative hierzu. Aufgrund seiner Bauweise besitzt das Hochbeet einige Vorteile gegenüber einem gewöhnlichen Beet im Garten.
Das Hochbeet kann beispielsweise durch seine Höhe besser von der Sonne erwärmt werden. Gartenabfälle können optimal im Hochbeet verarbeitet werden, zudem kann dieses Beet besser gepflegt werden. Anstatt einer gebückten Haltung kann beim Hochbeet bequem im Sitzen gearbeitet werden. Damit ist das Hochbeet zugleich auch behindertengerecht.
Die Erde in einem Hochbeet ist immer besonders gut durchlüftet und es entsteht nie Staunässe.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Hochbeet im Herbst angelegt wird. Praktisch kann hier das Laub von den Bäumen und weitere Gartenabfälle in die Erde des Beetes mit eingearbeitet werden. Auf diese Weise entsteht im Hochbeet ein sehr fruchtbarer Boden, auf welchen Pflanzen gut gedeihen und wachsen.
Befüllung
Für die Befüllung des Hochbeetes gilt generell – Das Füllgut wird nach oben hin immer feiner.
- Zuerst den Boden mit einem “Mausgitter” auslegen um Wühlmäuse im Hochbeet zu verhindern.
- ca. 25 cm dicker ‚Holzkern’ ganz unten – das sind Äste, Zweige, Strauchabfälle oder auch Wurzelstöcke. Mit etwas Erde bedecken
- ca. 10 – 15 cm dicke Schicht mit Häckselgut. Dünne Äste oder ganz klein geschnittenes Holz. Eine Schicht unbedruckte Pappe oder Kartons, um den Start der Verrottung zu beschleunigen.
- ca. 10 – 15 cm verrotteter Stallmist oder Pferdemist, das kann aber auch durch halb verrotteten Kompost ersetzt werden.
- ca. 20 cm Grobkompost oder Erde.
- zum Schluß mit Muttererde und zusätzlicher Komposterde randvoll anfüllen.
Anpflanzen und Pflege
Im Idealfall erfolgt der Anbau von Salat und anderem Gemüse in Mischkultur, um eine einseitige Nährstoffentnahme zu verhindern.
Im ersten Jahr:
In Reihen werden z.Bsp: Karotten, Zwiebel, Paradeiser, Gurken, Petersilie und verschiedene Kohlarten angebaut. Wichtig ist dabei die richtige Nachbarschaft, die Pflanzen schützen sich gegenseitig vor Schädlingen und fördern sich im Wachstum. Vorsicht: die höheren Pflanzen in der Mitte setzen damit alle Pflanzen genug Sonne bekommen.
Im zweiten Jahr:
Ab dem zweiten Jahr können mehr nitratspeichernde Pflanzen wie Spinat, Salat, Rote Rübe, Rettich und Chinakohl angebaut werden. Im zweiten Jahr ist die Nitratbelastung der nährstoffreichen Erde nämlich schon wesentlich reduzierter.
Damit das Hochbeet nicht zu stark austrocknet, am besten am Rand rankende Pflanzen ansetzen. Sie schützen die Seitenwände vor allzu großer Sonneneinstrahlung (zB Kapuzinerkresse)
Hochbeete gibt es in allen Landring Lagerhäusern: http://landring.at/unsere-standorte/
Die blaue Blume … 29. März 2012
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„Sie betrachtete die blaue Blume und es wurde ihr warm ums Herz.“
Schon die Romantiker wussten um die Mystik der blauen Blume, die für ferne Fremden und dem metaphysischen Streben nach dem Unendlichen steht.
Leuchtendblaue Blumen sind relativ selten in der Natur und beeindrucken durch ihre Klarheit. Blaue Blumen versinnbildlichen die Anderswelt. Blau ist die Farbe des Himmels, der Sehnsucht, des Unbewussten, und so erklären sich auch Redewendungen wie die „Fahrt ins Blaue“ oder die „Bläue des Trinkers“.
Welche nun aber die sagenumwobene Blaue Blume der Romantiker ist, bleibt offen. Vermutet wurden schon Wegwarte, Sonnenwende, Kornblume, Vergissmeinnicht…
Enzian
Eine der mythischen „blauen Blumen“, welche man in Erzählungen, Liedern und Poesien wiederfindet. Und tatsächlich denkt man sich manchmal in eine andere Welt versetzt, sieht man diese Blume auf einer Waldlichtung oder auf Bergeshöhen. Das Herz wird plötzlich frei von Sorgen und die Mundwinkel bewegen sich unbemerkt nach oben – in der Freude, so etwas Schönes sehen zu dürfen.
Vergissmeinnicht
Es ist erstaunlich, wie eine Blume über Berge, Täler, Länder und Sprachen hinweg ein und denselben Volksnamen inne haben kann. Seit mindestens dem 14. Jahrhundert ist der entzückende Name bekannt. Erklärungen für den lieblichen Namen gibt es viele. Am öftesten ist von einer Sage zu lesen: Ein Knabe und ein Mädchen wuchsen in einer einsamen Waldlandschaft auf. Sie spielten dort und verliebten sich ineinander. Der junge Mann wollte aber die große Welt sehen und verließ die Heimat. Unter einer alten Buche verabschiedeten sie sich bei einer blauen Blume, die sie zuvor noch nie gesehen hatten. Dabei gaben sie sich das Versprechen, wo immer sie diese blaue Blume fänden, an den anderen zu denken. Sie versprachen, hielten es und nach vielen Jahren, beide waren schon weißhaarig, ging die Frau wieder in den Wald zu ihrem Baum. Ein alter Mann kam ihr entgegen. Sie kannten sich nicht. Doch als der Mann sich zur blauen Blume bückte, wusste sie, dass er es war und dass sie sich wieder haben. Seit dieser Stunde hat die Blume ihren Namen Vergissmeinnicht.
Immergrün
Immergrün ist die Schwalbe unter den Blumen. Die blaue klare Farbe der Blüten, das Grün der Blätter ist wie ein Gedicht, das tief im Herzen des Menschen ruht und beim Anblick der kleinen Blume erwacht. Der Wald ist seine Heimat, von dort kam es in die Gärten als Sinnbild fröhlicher Lebenskraft und auch auf die Gräber unserer geliebten Toten, als Zeichen ewig grünender Erinnerung. Werner Hopp erzählt eine erlebte Geschichte: In einem erhaltenen Rosenstrauß waren Immergrüntriebe als Beigrün eingeflochten. Als der welke Strauß entsorgt wurde, sah die Hausfrau die Immergrüntriebe austreiben. Sie setzte sie auf den Balkon zwischen die Sommerblumen und vergaß sie. Im Herbst wurden die Pelargonien entfernt und ein strenger nordischer Winter kam übers Land. Eisblumen schmückten die Fensterscheiben und als es Frühling wurde, traute sie ihren Augen nicht. Das Kistchen war überschüttet mit blauen Blüten und das Entzücken der Hausfrau unbeschreiblich.
Kornblume
Durch ihre kräftig blauen Blüten symbolisiert die Kornblume Treue und Beständigkeit. Anfänglich als Ackerunkraut gefürchtet, erfuhr sie Anfang des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa einen grundlegenden Bedeutungswandel, vom Unkraut wandelte sie sich zum Symbol einer neuen Natürlichkeit. Eine alte Geschichte erzählt von der Entstehung der Kornblume, denn Blumen von solch prächtiger Farbe konnten nur vom Himmel selbst entstammen: Der Himmel beklagte sich einst, dass die Getreidefelder ihm keine Gaben sandten, so wie die Blumen ihren Duft, die Bäume die frische Luft und die Vögel ihren Gesang. Doch da die Ähren nicht zu ihm hinauf konnten, beschloss der Himmel, zu ihnen herabzukommen und ließ wunderschöne blaue Blumen, ein Stück von ihm selbst, unter den Getreidehalmen wachsen.
Ehrenpreis
Eine nette wahre Geschichte über den Ehrenpreis erzählt Carus Sterne: Ein wegen seiner ärmlichen Herkunft wenig beliebter Schüler fragte seine Klassenkameraden, was er seiner kranken Mutter zum Geburtstag schenken könne, obwohl er kein Geld hätte. Diese empfahlen ihm Blumensamen in einem Gefäß, wo die Mutter dann am Krankenbett das Heranwachsen mitverfolgen könne. Sie besorgten ihm den Samen, doch anstatt Blumensamen nahmen sie Unkrautsamen. Nach wenigen Wochen bedankte sich der Schüler überschwänglich bei den Kameraden. Die Unkräuter haben begonnen zu blühen und es waren die Lieblingsblumen der Mutter: Ehrenpreis und andere hübsche Wildkräuter.
Wegwarte
Wegwarte als deutsche Benennung kennt zweierlei Begründungen: Die unromantische ist der Umstand, dass die Pflanze gerne am Wegesrand wächst. Bei der poetischen Namenserklärung hingegen verbirgt sich in der schönen Blume eine blauäugige junge Frau, die am Wegesrand sehnsüchtig auf ihren Geliebten wartet, welcher in den Kampf ziehen musste und weil er aus diesem nicht mehr zurück kam, verwandelten sie die Götter aus Mitleid in eine schöne Blume. Nach der Wegwarte konnte man sich die Uhr stellen. Um fünf Uhr morgens öffnete sie ihre nur einen Tag lang blühenden Augen, um sie um elf Uhr wieder zu schließen. In West- und Mitteleuropa scheint dieser Rhythmus heute gestört zu sein. Seit einigen Jahren blüht die Pflanze bis in den Nachmittag hinein und auch die Blüten richten sich nicht mehr unbedingt der Sonne zu. Vermutet wird, dass vom Mensch erzeugte elektromagnetische Störungen dafür verantwortlich sind.
Quelle: Distelfalter, Maschinenring-Service Steiermark eGen, distelfalter@maschinenring.at , http://www.maschinenring.at/default.asp?id=69403&tt=MR_STM_PORTAL&medium=MR_STM
Unkraut in aller Munde ;-) 8. März 2012
Veröffentlicht von Landring in : Allgemein, Haus & Garten , einen kommentar schreiben
Was wir so lieblos und ohne Wertschätzung “Unkraut” nennen, verdient diese Bezeichnung nicht, denn viele der „Unkräuter“ sind nützlich, schön und wohlschmeckend!
Wer kennt es nicht. Man liebt seinen Garten und würde am liebsten täglich in ihm verweilen oder arbeiten. Aber es gibt da ein paar Kräuter, die wollen uns wohl diese Freude vermiesen. Fängt man vorne im Garten zum Unkraut zupfen an, überwuchert dieses hinten schon unsere frisch gesetzten Paprikapflänzchen und ist man dann endlich bei diesen, feiert Giersch & Co vorne schon wieder fröhliche Urständ.
Ein Allheilmittel zur Bekämpfung ungewollten Krautes kann der Maschinenring auch nicht liefern. Er möchte aber auf den Nutzen dieser Plagegeister aufmerksam machen. Denn der Großteil unserer schlimmsten Gartenbeikräuter sind menschenfreundliche Wesen, die ein vorzügliches Gemüse abgeben oder aber in anderer Weise dem Menschen zugetan erscheinen.
Giersch, Aegopodium podagraria
Der botanische Gattungsname dieses Doldenblütlers ist vom griechischen „aigopodes“ (=ziegenfüßig) abgeleitet und soll auf die alte Verwendung der Pflanze gegen Fußgicht und Rheuma hinweisen.
Am geläufigsten sind bei uns die Namen Giersch, Geißfuß und Erdholler. Mein erster Versuch, der Pflanze in den schattigen Teilen des Gartens Herr zu werden, bestand im Jäten. Nachdem ich den Giersch fast hören konnte, wie er mich auslachte, ging’s ans Ausgraben mit der Spatengabel und anschließendem Durchreitern. Auch dieses Erfolgsgeheimnis blieb zeitlich begrenzt und zwei Monate später war alles wie vorher.
Dann las ich einen Artikel, man solle den Giersch quasi mit den eigenen Waffen schlagen, indem man eine gelbrandige Zierform desselben setzt, der mit der Zeit die Wildform verdränge. Klang nett, funktionierte nur nicht und nun bin ich zu einem Übereinkommen mit dem Erdholler gekommen: Er wird ab jetzt nicht mehr als Unkraut angesehen, sondern als (überreichlich vorkommende) Gemüsepflanze.
Die jungen Blätter werden von März bis Juni roh im Salat verspeist. Hierbei kommt man am besten in den Genuss seiner harntreibenden, reinigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Ergiebig wird es aber erst bei der Verarbeitung zu Spinat. Mit Sauerrahm, Eidotter oder Butter ergibt der „Witscherlewatsch“ einen vorzüglichen Spinat. In Nordwestdeutschland ist Giersch heute noch Hauptbestandteil der „Grünen Suppe“. Wahrscheinlich wurde auch hier aus der Not eine Tugend gemacht. Zugegeben, durchs Verspeisen bekommt man das Kraut nicht in den Griff, ab es ändert sich die Einstellung zu ihm.
Brennnessel, Urtica dioica
Diese ist mit ihren langen, gelben Wurzelausläufern zwar weitaus leichter auszureißen, gesellt sich aber froh und munter bald wieder an denselben, nährstoffreichen Ort. Das deutsche Nessel ist von der germanischen Wurzel „ned“ abgeleitet, welches so viel wie knüpfen bedeutet und weist damit auf die uralte Verwendung als Textilpflanze hin.
Häufig tritt die Pflanze in Orts- und Flurnamen auf, wie z.B. auch im steirischen Nestelbach.
Hieronymus Bock nannte die Kitzelblume, wie die Brennnessel in Schlesien genannt wurde, als „wichtigste aller Heilpflanzen“. Ähnlich Bock äußerste sich auch Hildegard von Bingen und auch Pfarrer Sebastian Kneipp schrieb: „Die Brennnessel ist die verachtetste unter den Pflanzen. Für den Kenner hat sie in der Tat den größten Wert.“
Sie ist reich an Aminosäuren, Proteinen, Mineralsalzen und Vitaminen. Von ihren vielen positiven Eigenschaften sollen hier nur ihre diätetische, harntreibende, im Darmtrakt entzündungshemmende und auf die Kopfhaut normalisierende Wirkung genannt sein.
Dem nicht genug, stellt die wenig ansehnliche Staude eines der besten Wildgemüse dar mit einem Mineralstoffgehalt, der größer ist als bei jeglichem kultivierten Gemüse.
Genauso vielfältig wie ihre Inhaltsstoffe ist auch die Verwendungsmöglichkeit in der Küche. Zeitig im Frühjahr freu ich mich immer auf einen Brennnessel-Tee. Leider genügen hier schon wenige Blätter und der Bestand im Garten zeigt sich dadurch wenig beeindruckt. Ergiebiger ist da schon die Ernte für den delikaten Spinat. Hier braucht man schon Mengen von Brennnesseln, denn es ist erstaunlich, wie wenig Spinat am Ende herauskommt.
Eine weitere Möglichkeit sind Brennnesselblätter im Bierteig – einfach köstlich.
Damit ist die Verwendungsmöglichkeit in der Küche natürlich noch lange nicht am Ende: Kräuterkäse, Gemüseeintöpfe und sogar Salat ist machbar, wenn die stechenden Blätter vorher mit heißem Wasser wehrlos gemacht werden.
Dank der insektenvertreibenden Wirkung der Brennnesseljauche kann ich das ganze Jahr auf chemischen Pflanzenschutz verzichten und auch als Düngerjauche findet sie ihre Anwendung. Irgendwie scheint die Pflanze durch meinen reichlichen Einsatz mitbekommen zu haben, wie wichtig sie doch ist und „erfreut mich“ alle Jahre wieder mit ihrem Auftreten, ohne scheinbar den Zweck der Anwendungen mitbekommen zu haben – Pflanzen sind halt auch nur Menschen.
Man könnte die Reihe von essbaren Unkräutern bis fast ins Unendliche fortsetzten. Einer, den aber fast jeder in seinem Garten zu Gast hat, sollte noch Erwähnung finden – der
altbekannte Löwenzahn, Taraxacum officinale s.lat.
Wie bekannt der Löwenzahn im Volk ist, sieht man an der Zahl seiner Volksnamen. Mit gut 500 im deutschsprachigen Raum ist er Rekordhalter unter allen heimischen Pflanzen: „Röhrlsalat“, „Pfaffenröhrl“ oder „Bettbrunzer“ sind nur einige davon.
In der germanischen Mythologie ist das Pustebleamel Gerda, der Göttin der Schönheit geweiht. Beseelte Tiere und Pflanzen wurden ihr zugeordnet, deren Eigenschaften man verehrte.
Löwenzahn enthält neben reichlich Vitaminen auch Calcium und das Polysaccharid Inulin, welches zur Verstoffwechselung kein Insulin benötigt. Daher wird die Pflanze auch von Diabetikern geschätzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Ausscheidungsdrüsen wie Leber, Galle, Niere und Bauchspeicheldrüse an. Damit ist die „Kuhblume“ ein wertvoller Gehilfe zur Körperentschlackung.
Die jungen Blätter sind im zeitigen Frühjahr roh als Röhrlsalat ein Aufputschmittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Gekocht kann man aus ihnen Spinat oder eine Beilage für Kräuterkartoffeln herstellen. Die entkelchten Blütenköpfe wiederum können zu einem honigähnlichen Sirup verarbeitet werden und die geschälten Wurzeln ergeben im Herbst ein schmackhaftes Kochgemüse.
In Frankreich, Belgien, Italien, Indien und Japan wird Löwenzahn sogar feldmäßig angebaut.
Hintergrundinfo:
Unkräuter wie Giersch, Brennnessel oder Löwenzahn waren in vorgeschichtlicher Zeit weitaus seltener als heute. Sie besiedelten nährstoffreiche Standorte, die zur damaligen Zeit selten waren und vor allem aus Auwäldern und Wildlagerplätzen bestanden.
Seitdem der Mensch Viehzucht und Düngung betreibt, steigen auch die stickstoffreichen Flächen. Der Großteil der heimischen Flora ist aber auf magere Standorte eingestellt und verliert diesen Konkurrenzkampf gegen die nährstoffliebenden Pflanzen – und wurden so zu „Unkräutern“.
Autor:
Gärtnermeister Norbert Griebl
Vertrieb, Maschinenring-Service Steiermark eGen
mailto:norbert.griebl@maschinenring.at
www.maschinenring.at

