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Die Uno hat 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt 1. Februar 2012

Veröffentlicht von Landring in : Haus & Garten, Landtechnik, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit , trackback

Die hat am 18. Dezember 2009 das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften (IYC2012) erklärt, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder zu betonen.

UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon begründet diese Entscheidung mit der Verbindung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung, die die Genossenschaften der internationalen Gemeinschaft vorleben: “Cooperatives are a reminder to the international community that it is possible to pursue both economic viability and social responsibility”. Genossenschaften beweisen, dass es möglich ist, sowohl dem Ziel der Wirtschaftlichkeit als auch der sozialen Verantwortung zu folgen.

Quelle: http://www.unesco.ch/tage-jahre-dekaden/internationale-jahre/2012-jahr-der-erneuerbaren-energie-fuer-alle-jahr-der-genossenschaften/jahr-der-genossenschaften.html

Neue Genossenschaften

Mit neuen Genossenschaften werden Herausforderungen der heutigen Zeit gemeinsam angegangen. Die dezentrale Verbreitung erneuerbarer Energien, Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung, die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit für Selbständige und Freiberufler, aber auch Aufgaben wie selbstbestimmtes Wohnen im Alter, energetische Sanierung von Wohnungsbeständen, kommunale Daseinsvorsorge oder ländliche Nahversorgung werden durch Genossenschaften wahrgenommen

Warum Comeback? Die Genossenschaften waren ja nie weg – zumindest nicht physisch. Aber sie wurden aus den Medien verdrängt. Vielleicht haben sie auch zulange alten Traditionen nachgehangen. Vielleicht ist ihre Bedeutung im medialen Jubel Aktiengesellschaften über die Gewinne im Osten untergegangen. 

Um die regionale und auch nationale Bedeutung von Genossenschaften erkennen zu können, bedurfte es einer Finanzkrise enormen Ausmaßes. 

Die Menschen in Österreich machen sich wieder Gedanken, ob Sie eine Nummer …pardon….  ein Kunde eines internationalen Konzerns sein möchten, von dem ein Teil der lybischen Investmentbehörde gehört(Al-Gaddafi steigt in italienischen Rüstungskonzern ein – Libysche Investoren setzen weiterhin auf Italien. Die libysche Investmentbehörde LIA, die im vergangenen Sommer einen 2,6-prozentigen Anteil an der Bank-Austria-Mutter UniCredit übernommen hatte, steigt jetzt auch bei Italiens Luftfahrt- und Rüstungskonzern Finmeccanica ein. Einen zweiprozentigen Anteil erwarben die Libyer an dem Unternehmen, an dem der italienische Staat einen 32-prozentigen Anteil hält, teilte Italiens Börsenaufsichtsbehörde CONSOB heute in einer Presseaussendung mit. Libysche Investoren sind schon seit 2008 in Italien auf Einkaufstour, was unter anderem auf die exzellenten Beziehungen zwischen Italiens Premierminister Silvio Berlusconi und dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi zurückzuführen ist. So zählt die libysche Investmentbehörde seit dem letzten Sommer zu den UniCredit-Aktionären, die libysche Zentralbank besitzt schon fast fünf Prozent. Damit kommen libysche Investoren auf insgesamt mehr als sieben Prozent. Libyens Investoren zählen auch zu den Minderheitsaktionären des italienischen Energieriesen ENI, der stark im nordafrikanischen Land investiert. Sie halten einen einprozentigen Anteil am Energiekonzern, der 28 Milliarden Euro in Libyen investieren will. Die Libyer mischen auch bei dem größten Privatunternehmen des Landes, der Autogruppe Fiat, mit. Publiziert am 22.01.2011, www.orf.at)

Zitat aus der “Presse”:
“Kein europäischer Finanzkonzern arbeitete zuletzt so eng mit dem Gadhafi-Regime zusammen wie die Bank-Austria-Mutter”

Der gesellschaftlichen Bedeutung dieser Unternehmensform hat auch die UNO durch die Ausrufung des „Internationalen Jahrs der Genossenschaften 2012“ Rechnung getragen. Diesem Anlass entsprechend liegt es nahe, einen Blick auf „Die Genossenschaften der Zukunft“ – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Finanzdienstleistungsbranche – zu werfen. Welche Aufgaben müssen nun diese zukunftsträchtigen Genossenschaften erfüllen, und welchen Anforderungen stehen sie gegenüber?

Vernetzung von Kompetenzen
Die explosionsartig wachsende und verfügbare Informationsmenge sowie neue technologische Möglichkeiten und Anforderungen führen zu einer zunehmend komplexeren Welt, der viele Menschen manchmal hilfesuchend gegenüberstehen. Genossenschaften können durch eine bessere Vernetzung von Kompetenzen Lösungen anbieten.

Neue Wertschöpfungsketten
Die aktuelle Staatsschuldenkrise wird die bereits laufende Einsparungs- und Privatisierungswelle noch verstärken – auch zulassen der bestehenden Infrastruktur und kommunaler Aufgaben. So hat sich zum Beispiel das eigenbetriebene Netz der österreichischen Post von 2.295 Flialen im Jahre 2001 auf 1.051 Stellen zum 30.06.2010 reduziert (Quelle: Rechnungshofbericht/pdf).

Genossenschaften können diese Lücken aber durch Organisation neuer Wertschöpfungsketten füllen.

Fazit:
Moderne Genossenschaften können neben dem oft zitierten „Mitglieder-Mehrwert“ noch viel mehr bieten: durch regionale Angebote für Menschen, die sich zunehmend einer komplexen und kommerzialisierten Welt gegenüber sehen, wird die genossenschaftliche Idee ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen.

Die genossenschaftliche Idee, die die regionalen Genossenschaftsbanken von Raiffeisen und Volksbanken in Österreich täglich leben, hat sich aber nicht nur 2011, sondern bereits seit 150 Jahren bewährt.

Quelle: http://www.matthias-schubert.com/

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