ÖWM: Wo Sturm draufsteht ist Österreich drin

Der prickelnde Traubenmost hat wieder Saison.

Wien, 17. August 2017 (aiz.info). - Das Weinjahr 2017 verheißt ein gutes zu werden, hinsichtlich Qualität und Menge. Das warme Wetter erlaubt eine bis zu zwei Wochen frühere Ernte, die im Osten Österreichs bereits begonnen hat. Wein-Vorbote ist der beliebte Sturm. Das lebendige Naturgetränk wird aus frühreifen Rebsorten gekeltert, prickelt leicht und schmeckt je nach Fortschritt des Gärungsprozesses mehr oder weniger süß. Die Qualität ist verlässlich rot-weiß-rot, denn Sturm ist teilweise gegorener Most, der ausschließlich aus Trauben erzeugt wurde, die in Österreich geerntet und verarbeitet wurden, betont die Österreich Wein Marketing (ÖWM).

Gesicherte Herkunft

Wo Sturm draufsteht, ist Österreich drin, das ist gesetzlich geregelt. Als Herkunftsangabe sollte auf dem Etikett eine der drei Weinbauregionen - Weinland, Steirerland oder Bergland - angeführt sein. Auch der Verkaufszeitrahmen ist durch Paragraphen geregelt: Der Traubenmost darf nur zwischen 1. August und 31. Dezember des Erntejahres in Verkehr gebracht werden. Sturm ist ein lebendiges und jahreszeitlich bedingtes Produkt, das ab sofort Saison hat - die hierzulande meist am 11. November endet, wenn der junge Wein des aktuellen Jahrgangs getauft und in den Handel entlassen wird.

Früh reifende Trauben

Für die Herstellung von Sturm werden zunächst früh reifende Rebsorten verwendet, wie zum Beispiel Bouvier, Müller-Thurgau (Rivaner), Frühroter Veltliner (Malvasier) oder speziell im Burgenland Oliver Irsay. Nach und nach werden auch andere Rebsorten für die Gewinnung von Sturm geerntet, die Trauben der Muskat-Familie verleihen dem Getränk ihre ganz typische Aromatik. Besonders beliebt geworden sind die rosafarbenen Produkte aus dem Blauen Wildbacher (Schilcher) aus der Weststeiermark und dem südburgenländischen Uhudler. Aufbewahren sollte man Sturm in stehenden Flaschen, die nicht fest verschlossen sind.